Liebe Pionierkameraden,

es ist endlich soweit, die Pionierkameradschaft Ingolstadt präsentiert sich mit einer eigenen Homepage

http://www.pionierkameradschaft-ingolstadt.de“.

Der Auftritt ist noch nicht in allen Inhalten vollständig, wir arbeiten ständig daran.
Wir laden Sie ein, sich über die Pionierkameradschaft Ingolstadt und deren Aktivitäten zu informieren.
Mit kameradschaftlichen Grüßen
Peter Metzger
Vorsitzender


 

KRETA 2016

Wie immer fanden im Mai die Gedenkfeiern zur Erinnerung an die Gefallenen und Toten der Ereignisse um die Eroberung der Insel KRETA durch die Deutsche Wehrmacht statt. Die Insel wurde gegen den erbitterten Widerstand der Commonwealth- und der griechischen Truppen sowie der einheimischen Bevölkerung in wenigen Wochen eingenommen. In diesem Jahr war es ein besonderes Datum. 75 Jahre ist es her, seit deutsche Fallschirmjäger in Maleme, Rethymnon und Heraklion landeten und gefolgt von den Gebirgssoldaten der 5. GebDiv „Hurra die Gams“, die Insel eroberten.

In diesen Jahren ist eine Tradition der Gedenkfeiern entstanden. Samstags findet die offizielle Feier auf dem Commonwealth Soldatenfriedhof in der SUDA – Bucht und am Sonntag auf dem deutschen Soldatenfriedhof in MALEME statt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von rein griechischen Feiern in den damals ins Kriegsgeschehen eingebundenen Dörfern.

Eine Gruppe ehemaliger Soldaten, bei denen sich auch zwei alte „Adler“ befanden, folgte unter kundiger Führung von Oberst a.D. Quante den Spuren der Fallschirmjäger und der Gebirgsjäger quer über die Insel.
Der Weg führte sie auch nach FLORIA, wo GenMaj a.D. Jung im Rahmen eines Gedenkappells für den Bund Deutscher Pioniere einen Kranz niederlegen konnte.

kranz

Hier die Rede GenMaj a.D. Rainer Jung (ehem. Gebirgspionier und Kdr der 1.GebDiv) aus Anlass der Kranzniederlegung für den Bund Deutscher Pioniere

“Herr General Bernhardt, Herr Oberst Geilen, Herr Oberst Quante,
liebe Kameradinnen und Kameraden!

Ich begrüße Sie alle noch einmal recht herzlich an diesem Denkmal, das für die 14 Gebirgspioniere und 25 Fallschirmjäger errichtet wurde, die bei ihrer Aufklärung in den Süden der Insel ums Leben kamen. Oberst a.D. Quante hat die Umstände bereits geschildert.

Zunächst möchte ich Ihnen Herrn Hptm a.D. Manfred Rehm vorstellen, der sich aufopferungsvoll um dieses Denkmal kümmert und jedes Jahr hier nach dem Rechten sieht. Er ist ein Ein-Mann-Unternehmen und braucht hin und wieder Unterstützung – auch finanziell. Wenn also noch ein Heller in Ihrer Tasche klimpert, vielleicht verwenden Sie ihn für den Erhalt dieses Denkmals.

Das Denkmal ist nach fast vollständigem Verfall 1990 wiederhergestellt worden, fünf Jahre nach dem griechischen Denkmal auf der anderen Straßenseite. Es ist eine weitgehend originalgetreue Nachbildung – und ich betone, auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters und der Gemeinderäte von FLORIA.

Es erinnert an die Gebirgspioniere der 3./GebPiBtl 95 unter Führung von Lt Heller und die Fallschirmjäger, vermutlich vom II.Btl des Sturm Rgt.

Als Folge des heimtückischen Überfalls, bei dem bis auf einen diese 39 Kameraden ihr Leben verloren, wurde am 03. Juni 1941 der Ort KANDANOS vollständig zerstört und einige Männer erschossen.

An diese Kriegstoten erinnert das Denkmal gegenüber. Es symbolisiert auch den Freiheits- und Widerstandswillen des kretischen Volkes, der von deutscher Seite sträflich unterschätzt wurde.

Am Sonntag in Maleme hätte ich mir gewünscht, dass ein hoher Vertreter unserer Regierung einmal über diesen doppelten Missbrauch spricht, nämlich den Missbrauch der soldatischen Tugenden und der herausragenden militärischen Leistungen all der jungen Männer – unseren Kameraden – , an deren Gräbern wir am Sonntag gestanden haben, sowie den Missbrauch des Freiheitswillens der kretischen Bevölkerung durch die englische Aufwiegelung, die die sogenannten „unrecruited civilians“, d.h. die Freischärler, zu Handlungen verleitet hat, die nicht im Geringsten durch das Kriegsvölkerrecht gedeckt waren.

Bevor ich nun einen Kranz für den Bund Deutscher Pioniere niederlege, der an diesem Denkmal das Edelweiß mit dem stürzenden Adler verbindet, möchte ich noch einmal daran erinnern, was den Sieg auf Kreta ermöglicht hat:

Es waren die außergewöhnlichen Leistungen aller deutschen Soldaten in den verschiedenen Truppengattungen des Heeres im Rahmen der Auftragstaktik. Aber auch die Kameraden der Luftwaffe und der Marine legen Zeugnis ab für die beispielhaften Tugenden:

  • Einsatzbereitschaft und Kampftüchtigkeit,
  • Durchhaltevermögen und Eigeninitiative,
  • Entschlusskraft und nicht zuletzt
  • Tapferkeit und Wagemut.

Wir werden diesen Männern ein ehrendes Andenken bewahren!”

Pi-Denkmal in Floria, H. Rehm, Sezek, Jung, Niehaus

Pionier – Denkmal in Floria                    H. Rehm, K-H. Jezek, Niehaus, GM a.D. Rainer Jung


Am 27.07.2016 erhielten die erfolgreichen 25 Absolventen des 47. Bautechnikerlehrganges bei einem Festakt in der Pionierkaserne auf der Schanz ihre Abschlusszeugnisse und ihre Technikerurkunden. Sie dürfen nun die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Bautechniker“ tragen.
Traditionsgemäß wird der Lehrgangsbeste des Bautechnikerlehrganges mit dem Prinz Eugen Preis des Bundes Deutscher Pioniere ausgezeichnet.
Unser Präsident, Herr Generalmajor a. D. Werner Kullack, konnte den Preis in diesem Jahr an Herrn Hauptfeldwebel Thorsten Bauer übergeben, der die Ausbildung mit dem überragenden Notenschnitt von 1,21 abgeschlossen hat.

Prinz-Eugen-Preis 1Zunächst ging Herr General Kullack kurz auf die Ziele unseres Bundes Deutscher Pioniere ein, bevor er dann den Karriereberuf Soldat in den Mittelpunkt seines Grußwortes stellte. Hauptfeldwebel Thorsten Bauer gibt auch hier ein Beispiel. Der gelernte Zimmerer trat 1999 als Wehrpflichtiger im Luftwaffenausbildungsregiment 2 in Mengen seinen Dienst in die Bundeswehr an. Nach der Ausbildung zum Luftwaffensicherungsfeldwebel folgte der Einsatz im Luftwaffenausbildungsregiment 3 in Roth sowie als Ausbilder an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Der Berufssoldat wurde 2014 für die Weiterbildung zum Bautechniker ausgewählt, um künftig als Infrastrukturfeldwebel im Lufttransportgeschwader 61 in Penzing für eine moderne Infrastruktur zu sorgen.
Als höchst leistungsfähiger Bautechniker mit frisch erworbener Fachhochschulreife und der damit verbundenen Hochschulzugangsberechtigung ist Hauptfeldwebel Thorsten Bauer bestens für seine berufliche Zukunft verbunden mit einem möglichen Laufbahnwechsel aufgestellt.
Wir gratulieren Hauptfeldwebel Thorsten Bauer und seinen 24 Lehrgangskameraden zum erfolgreichen Abschluss ihrer beruflichen Fortbildung und wünschen alles Gute für die Zukunft in unseren Streitkräften.

Alexander Ebner
OTL, Ltr FSHBauT/ZBauWes

60 Jahre an Land, auf und unter Wasser

Impressionen vom „Tag der Pioniere“ in Ingolstadt

Der „Tag der Pioniere“ wurde zum 60. Jubiläum des Mutterhauses der Pioniere des Heeres in der Ingolstädter Innenstadt begangenDer „Tag der Pioniere“ wurde zum 60. Jubiläum des Mutterhauses der Pioniere des Heeres in der Ingolstädter Innenstadt begangen. Größere Abbildung anzeigen

Seit nun mehr 60 Jahren ist die frühere Pionierschule beziehungsweise das heutige Ausbildungszentrum Pioniere das Mutterhaus der Pioniere des Deutschen Heeres. Anlässlich dieses besonderen Jubiläums und der guten Tradition, jedes Jahr einen Tag der Pioniere auszurichten, präsentierte sich das Ausbildungszentrum Pioniere am 15. Juli an Land, auf und unter Wasser. Das alles mitten im Herzen von Ingolstadt.

Das Ausbildungszentrum Pioniere wartete mit einem Repertoire an modernen Waffensystemen und Ausrüstung auf und stellte die Fähigkeiten der Pioniertruppe vor. Unterstützt wurde es dabei vom Gebirgspionierbataillon 8, das ebenfalls in der Pionierkaserne auf der Schanz in Ingolstadt zu Hause ist. Eingeladen waren alle Angehörigen des Ausbildungszentrums Pioniere, Delegationen der Pioniertruppe, Kameraden anderer Teilstreitkräfte und Truppengattungen, ehemalige Kameraden und internationale Gäste sowie natürlich alle interessierten Bürger.

Den Gästen wurde ein spannendes und erlebnisreiches Programm geboten. Hautnah konnten sie sich an den einzelnen Stationen informieren. Das Anfassen und Ausprobieren der Ausrüstung sowie das Einsteigen in die Fahrzeuge war ausdrücklich erwünscht und wurde gern in Anspruch genommen.

Tauchgang in der Innenstadt

Huch, was macht der Taucher auf dem Paradeplatz?Huch, was macht der Taucher auf dem Paradeplatz?
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So mancher Ingolstädter traute kaum seinen Augen. Gleich zweimal musste er hinsehen, denn eine besondere Attraktion war sicherlich die Ausstellung der Pioniertaucher. Wie der Kommandeur des Ausbildungszentrums Pioniere und General der Pioniertruppe, Brigadegeneral Lutz Erich Niemann, in seine Rede erklärte: „Es gehört zu den Aufgaben der Pioniere, in vielen Situationen die Ersten zu sein!“, bescherten die Pioniertaucher den „Schanzern“ (Ingolstädter Bürger) ein in der Geschichte noch nie dagewesenes Highlight: ein mit Wasser gefüllter Tauchcontainer auf dem Paradeplatz. Was folgte, war der wohl erste Tauchgang mitten im Herzen von Ingolstadt.

Viele Stationen zum Staunen und Mitmachen

Die Soldaten präsentierten den Besuchern auch den Spähwagen Fennek, der in der Pioniertruppe als Erkundungsfahrzeug eingesetzt wirdDie Soldaten präsentierten den Besuchern auch den Spähwagen Fennek, der in der Pioniertruppe als Erkundungsfahrzeug eingesetzt wird Größere Abbildung anzeigen

Besonders beliebt war die Station „Fahren auf dem Wasser“, bei der die Gäste mit Schlauchbooten auf der Donau so manch rasante Fahrt erleben durften. Auch die ausgestellten Pioniermaschinen – insbesondere die Kettenfahrzeuge Dachs, Keiler und Biber – weckten großes Interesse bei den Besuchern und sorgten für strahlende Gesichter bei Groß und Klein.

 Hier ist die Kampfmittelabwehr ausnahmsweise ungefährlich: Besucher beim MinensuchenHier ist die Kampfmittelabwehr ausnahmsweise ungefährlich: Besucher beim Minensuchen

Sehr großen Anklang fanden auch die zahlreichen weiteren Stationen, unter anderem die Ausstellung der Fachschule des Heeres für Bautechnik, die Beton- und Stahlbetonbauer, die Ausstellung der Gebirgspioniere zusammen mit der Ausstellung Kampfmittelabwehr und die Station mit den Führungsfahrzeugen. Außerdem waren noch das Military Engineering Centre of Excellence mit einem Informationsstand sowie die Karriereberatung vertreten.

Das Heeresmusikkorps Ulm erfreute die Gäste mit einer Serenade im Hof des Neuen SchlossesDas Heeresmusikkorps Ulm erfreute die Gäste mit einer Serenade im Hof des Neuen Schlosses

Den Abschluss der öffentlichen Veranstaltung bildete eine feierliche Serenade. Unter den Klängen des Heeresmusikkorps Ulm marschierte eine Abordnung des Ausbildungszentrums Pioniere und des Gebirgspionierbataillons 8 in den sehr gut besuchten Hof des Neuen Schlosses ein. In der beeindruckenden Kulisse der altehrwürdigen Gemäuer spielten die Heeresmusiker bekannte Märsche wie etwa den Prinz-Eugen-Marsch, den Traditionsmarsch der Pioniertruppe.

Brigadegeneral Lutz Erich Niemann: „Es gehört zu den Aufgaben der Pioniere, in vielen Situationen die Ersten zu sein!“Brigadegeneral Lutz Erich Niemann: „Es gehört zu den Aufgaben der Pioniere, in vielen Situationen die Ersten zu sein!“
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Zwischen den einzelnen Musikstücken richteten Brigadegeneral Niemann und Dr. Christian Lösel, Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, sowie der Bundestagsabgeordnete Dr. Reinhard Brandl das Wort an die Soldaten und Gäste. Ausdrücklich betonten sie die lange militärische Tradition der Stadt und das gute Verhältnis der „Schanzer“ zu ihren Pionieren.

Tag der Pioniere verbindet Generationen

Am Tag der Pioniere entwickelten sich viele Gespräche zwischen Soldaten und BesuchernAm Tag der Pioniere entwickelten sich viele Gespräche zwischen Soldaten und Besuchern

Die rundum gelungene Veranstaltung endete in einem Kameradschaftsabend in gemütlicher Runde in der Pionierkaserne auf der Schanz. Im Beisein zahlreicher Gäste und unter Leitung von Brigadegenereal Niemann fand die Siegerehrung des Schießens des Bundes Deutscher Pioniere statt. Mit einem „zünftigen“ Essen und kühlen Getränk konnte der Tag ausklingen.

Alle Gäste zeigten sich zum Abschluss tief beeindruckt. Besonders die Vielfalt und das Leistungsspektrum der Pioniertruppe rief Begeisterung hervor. Der Tag der Pioniere ist eine jährlich wiederkehrende Veranstaltung des Ausbildungszentrums Pioniere, um den geladenen Gästen einen Einblick in die Truppengattung zu geben. Er dient aber auch dazu, die „Pionierfamilie“ über viele Generationen und Dienstgrade hinweg zusammenzubringen, die Kameradschaft zu pflegen und innerhalb der Truppengattung enger zusammenzurücken.

Tag der Schulen war ein voller Erfolg

Minden. Das Panzerpionierbataillon 130 öffnete am 30. Juni 2016 wiedereimal die Tore des Wasserübungsplatzes an der Weser für interessierte Schulklassen, um ihnen die Leistungsfähigkeit der Pioniertruppe vorzuführen und sich über Berufsmöglichkeiten.

Oberstleutnant Schwiering, Kommandeur des Bataillons, begrüßte die rund 330 geladenen Schülerinnen und Schüler aus Preußisch Oldendorf und Auszubildenden vom Berufskolleg Herford, Hagen, Lübbecke und Minden herzlich, bei warmen Wetter auf dem großzügigen Areal des Übungsplatzes und wünschte ihnen einen erlebnisreichen und eindrucksvollen Tag.

Tag der Schulen (3)

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Von der Bahn zum Bund

Bad Reichenhall Das Pionierbataillon 905 aus Ingolstadt ist ein Ergänzungstruppenteil des Heeres und der 10. Panzerdivision unterstellt. Im Juni fand die jährliche Gebirgsausbildung der Pioniere statt, bei der sie von sieben zivilen Führungskräften der Deutschen Bahn verstärkt wurden.

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Oberst Stefan Leonhard, der stellvertretende Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, begrüßte die Soldaten auf der Reiteralpe

Direkt nach der Einkleidung ging es für die „neuen” Kameraden von der Deutschen Bahn auf die Reiteralpe. Auf dem Übungsplatz in 1.700 Metern Höhe nahmen sie an der Kletterausbildung, an Märschen in schwierigem Gelände, sowie an der Ausbildung zum Sprengen mit unterschiedlichen Ladungsanbringungen teil. Die Motivation und die Bereitschaft der Dame und der sechs Herren, sich auf die Welt der Bundeswehr einzulassen und an der fordernden Gebirgsausbildung teilzunehmen, beeindruckten die Kameraden vom Pionierbataillon 905. Um sich für den Einsatz und die gelungene Zeit bei den Soldatinnen und Soldaten erkenntlich zu zeigen, überreichten die Führungskräfte der Deutschen Bahn einen Spendenscheck von 3.000 Euro an das Sozialwerk der Gebirgstruppe. Oberst Stefan Leonhard, der stellvertretende Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, nahm in seiner Funktion als 1. stellvertretender Vorsitzender des Sozialwerks der Gebirgstruppe persönlich den Spendenscheck entgegen. „Ich freue mich sehr über die Spende und bedanke mich im Namen des Sozialwerks der Gebirgstruppe dafür. Mit den Spenden ist es uns möglich den Hinterbliebenen von gefallenen Angehörigen der Gebirgstruppe der Bundeswehr, oder den Soldaten, die im Einsatz verwundet wurden beziehungsweise an den Folgen eines Einsatzes leiden, finanziell unter die Arme zu greifen.“
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„Wir Soldaten“ – Reaktionen von Lesern:

„Dieses Buch beschreibt klar und deutlich die Situation der Soldaten, ohne etwas zu beschönigen. Die Politiker reden alles schön und verkaufen die Bevölkerung für dumm.“

„Das ist eines der besten Bücher um die Situation der Soldaten klar und deutlich zu verstehen.“

„Sie formulieren sehr scharf und pointiert, wenn es um die Verantwortung der Politik und der militärischen Führer geht. Vielleicht schärft das ja den Blick unserer Politiker und ich ergänze gern „militärischen Führer.“

„Wir teilen Ihre Ansicht, dass das Geschehene und die Verdienste der jüdischen Soldaten während des ersten Weltkrieges nicht vergessen werden dürfen und sind Ihnen für Ihr Engagement sehr verbunden.“ (Zentralrat der Juden in Deutschland)
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Letzter öffentlicher Appell des
Pionierregiment 100

Ein Abschied und ein Anfang
in der Herzog-von-Braunschweig-Kaserne in MINDEN
Der stellvertretene Divisionskommandeur und Kommandeur der Divisionstruppen der 1. Panzerdivision – Brigadegeneral Ernst-Peter Horn – verabschiedete Oberst Thomas Greggersen nach 31 Monaten als Kommandeur des Pionierregimentes 100 und beauftragte Oberstleutnant Reinhard Großkopf bis zur Auflösung am 31.12.2015 mit der Führung.von links: OLt Taeger, Oberst Greggersen, BrigGen Horn, Oberstlt Großkopf, Hptm AndreaeGleichzeitig verabschiedete sich das Pionierregiment 100 mit diesem Appell aus der Öffentlichkeit.An diesem außergewöhnlichen Tag bildeten zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Kirche, Wirtschaft und aus den eigenen Reihen der Bundeswehr, sowie Abordnungen des Panzerpionierbataillon 1 und Pionierbataillon 902 aus HOLZMINDEN, dem schweren Pionierbataillon 130 aus MINDEN, einer großen Abordnung aller Kompanien des Mindener Bürgerbataillons und die musikalische Begleitung durch das Heeresmusikkorps KASSEL einen würdigen Rahmen für diesen letzten großen Auftritt des stolzen Pionierregimentes 100.100-2
Zunächst bedankte sich Oberst Thomas Greggersen in einer sehr persönlichen Ansprache bei den angetretenen Soldaten für das großartige Engagement und die gute Kameradschaft. Er erinnerte an viele gemeinsamen Vorhaben, Übungen und Einsätze die in sehr guter Teamarbeit zusammen vorbereitet und auch gemeinsam gemeistert wurden.

Besonders die Regimentsgefechtsübung „TOUGH SAPPER“, die Durchführung der Lehrübung „Kampf um Gewässer“, die Katastropheneinsätze im Hochwasser an der ELBE und das Pfingstunwetter im Raum DÜSSELDORF, sowie die Abstellungen vieler Soldatinnen und Soldaten des Regimentes in die verschiedenen Einsatzgebiete in AFGHANSITAN, KOSOVO und in MALI bleiben ihm in besonderer Erinnerung. Sehr wichtig war ihm dabei die Feststellung, dass alle wieder gesund zurückgekehrt sind.

Für den großartigen Einsatz und die hervorragenden Leistungen sprach er allen beteiligten Soldaten seinen besonderen Dank und hohen Respekt aus.

Abschließend bedankte sich der scheidende Regimentskommandeur Oberst Thomas Greggersen bei den zahlreichen Gästen, den Repräsentanten der Region und der Bevölkerung der beiden Garnisonsstädte MINDEN und HOLZMINDEN für die großartige Unterstützung, die enge Verbundenheit und persönlich, für die herzliche Aufnahme. Er strich besonders heraus, dass diese tiefe und freundschaftliche Verwurzelung in der Gesellschaft für die Soldaten und ihren Familie im besonderen Maße eine Hilfe ist, ihren fordernden Dienst erfolgreich zu bewältigen.

Im Anschluss überbrachte der 1. stellvertretende Bürgermeister, Egon Stellbrink, die herzlichsten Grüße von Rat und Verwaltung der Stadt MINDEN. Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die vielen freundschaftlichen Kontakte und für die gelebte Patenschaft.

Er bedauerte die Auflösung Stab/Stabskompanie Pionierregiment 100 sehr, war aber erfreut, dass mit dem schweren Pionierbataillon 130 ein Bundeswehrstandort auch in Zukunft in der Garnisonsstadt MINDEN erhalten bleibt. Es verbleiben dann noch ca. 700 Soldaten.

Zum Abschluss sprach der stellvertretende Divisionskommandeur und Kommandeur der Divisionstruppen der 1. Panzerdivision – Brigadegeneral Ernst-Peter Horn.

Dabei stellte er den besonderen Anlass für diesen letzten Appell nochmals heraus.

 

Oberst Greggersen, Hptm Killer, Obertlt Großkopf, BriGen Horn, StFw Lysk

Oberst Thomas Greggersen wechselt zum NATO-Stab (Eingreifkorpsstab –HRF) in SOLBIATE OLANA bei MAILAND (ITALIEN).

Brigadegeneral Horn formulierte eindeutig und bescheinigte Oberst Greggersen: „Sie sind Pionier mit Leib und Seele und Sie haben in Ihrer Zeit in MINDEN vorrausschauend und mit Weitsicht die Umgliederung angesteuert und die Ausbildung im Pionierhandwerk nicht vernachlässigt. Sie haben das Regiment besonnen, mit klarem Blick für das Wesentliche und mit großem Herz geführt. Das hohe Ansehen der Bundeswehr im Allgemeinen und der Pioniere im Besonderen in der Öffentlichkeit ist hier in MINDEN ganz wesentlich mit Ihrer Person verbunden.“

Nach der Entbindung von der Führung des Pionierregimentes 100 beauftragte Brigadegeneral Horn den bisherigen Stellvertreter, Oberstleutnant Reinhard Großkopf, mit dieser Aufgabe bis zur endgültigen Auflösung am 31.12.2015.

Das in HOLZMINDEN stationierte Panzerpionierbataillon 1 wird zum 01.07.2015 der Panzerbrigade 21 (AUGUSTDORF) unterstellt. Zum gleichen Zeitpunkt wechselt das in MINDEN ansässige schwere Pionierbataillon 130, zukünftig Panzerpionierbataillon 130, zur Panzerlehrbrigade 9 (MUNSTER).

Mit einem Empfang verabschiedete sich Oberst Greggersen anschließend von den geladenen Gästen. Viele nahmen dort mit Worten des Bedauerns Abschied von einem Soldaten, der sich – so die oft geäußerte Meinung – sehr um den Brückenschluss zwischen Bundeswehr und Gesellschaft in der Stadt MINDEN verdient gemacht hat.

Oberstabsfeldwebel a.D. Thomas Bitter
Bilder:
Oberfeldwebel Oliver Döding


Ausmarsch der Speyerer Pioniere sorgt für Wehmut…

                                                                                                                                                                                  Speyer, 25. Juni 2015
Treffender als der Speyerer Oberbürgermeister Hansjörg Eger hätte man den Appell zur Außerdienststellung des Spezialpionierbataillons 464 nicht kommentieren können: „Großes Kompliment für diese Veranstaltung, doch schön war sie nicht, weil der Anlass nicht schön war.“ Ähnlich empfanden die schätzungsweise 3000 Bürgerinnen und Bürger, die am 25. Juni 2015 anerkennend applaudierend und winkend den Appell auf dem Domplatz und den Ausmarsch der Soldaten durch die Maximilianstraße verfolgten.52 Jahre war Speyer Garnisonsstadt der Bundeswehr. Am 1. Februar 1963 hielten Soldaten des Luftlandepionierbataillons 9 durch die Maximilianstraße Einzug in ihre neue militärische Heimat. Hans-Georg Safar war einer von ihnen. „Der Appell vor dem Kaiserdom und der Ausmarsch der Soldaten auf dem gleichen Weg, den wir damals beschritten, haben mich emotional sehr bewegt“, sagte der heutige 74- jährige ehemalige Wehrdienstleistende. Viel Wehmut auch bei Christa Flöser. „Ich kann nicht glauben, dass es vorbei ist“, schluchzte die vor zwei Jahre in den Ruhestand versetzte Angestellte. 23 Jahre lang hat sie im Vorzimmer des Kommandeurs geschrieben und organisiert. Ihr Taschentuch war bei weitem nicht das einzige, das eine Träne aus dem Augenwinkel aufnahm. Viele Zaungäste, aber auch hartgesottene Soldaten taten ihr gleich. Speyer trauerte.„Das Spezialpionierbataillon 464 ist stolz darauf, Speyer und die Pfalz als Heimathafen zu haben, denn wenn sich der Pylon der Rheinbrücke und die Silhouette des Doms in der Ferne abzeichneten, stand dieses für die Heimkehr, stand dieses für die Heimat, stand dieses für den erfolgreich beendeten Einsatz“, beschrieb Oberstleutnant Stefan Jeck beim Appell auf dem Domplatz die besondere Verbundenheit seines Bataillons mit der Garnisonsstadt und der Region. In seinen weiteren Ausführungen hob der Kommandeur besonders die hohen Belastungen durch die Auslandseinsätze hervor. Durchschnittlich 350 Speyerer Pioniere befanden sich jährlich im Einsatz, bauten dort zumeist Feldlager auf und betrieben diese. „Die damit einhergehenden enormen Belastungen haben Sie und Ihre Familien tapfer ge- und ertragen“, bescheinigte Jeck den Soldaten und ihren Angehörigen. Das Bataillon habe er jeden Tag mit Freude geführt und er sei stolz, hier Kommandeur zu sein.

„Wir verfolgen diesen Augenblick mit Wehmut“, beschrieb Oberbürgermeister Hansjörg Eger in seiner Ansprache die Stimmung in der Stadt. Mehr als 50 Jahre hätten Soldaten und Speyerer gut zusammengelebt, als Partner, Freunde und Weggefährten. „Bürgerschaft und Bundeswehr können in Speyer auf Jahrzehnte guter Zusammenarbeit zurückblicken. Dank des hohen persönlichen Einsatzes der Soldatinnen und Soldaten wurde das Vertrauen der Domstädter, das sie in die Pioniere gesetzt haben, nie enttäuscht“, so der erste Bürger der Stadt, deren 200-jährige Geschichte als Garnison mit der Außerdienststellung des Spezialpionierbataillons 464, eine Dienststelle der Streitkräftebasis, zum 31. Dezember 2015 endet.

Dann wurde es feierlich. Begleitet vom Trommelschlag des Heeresmusikkorps Koblenz trat die Truppenfahne des Spezialpionierbataillons in die Platzmitte vor und Generalmajor Antoni sprach die Formel zur Außerdienststellung. Danach senkte der Träger die Truppenfahne. Der „Marsch der Soldaten des Robert Bruce“ erklang, worauf General und Bataillonskommandeur gemeinsam die Fahne einrollten, eine schwarze Schutzhülle darüber zogen und diese verschnürten. Nach dem Eintreten der Truppenfahne und dem Abspielen der Nationalhymne marschierten die Soldaten durch die menschengesäumte Maximilianstraße aus.
Vor dem historischen Rathaus grüßten Oberbürgermeister Eger und Generalmajor Antoni die Soldatinnen und Soldaten zum Abschied.

Quelle: Landeskommando Rheinland-Pfalz
Text: Rudi Meiszies
Fotos: Pascal Rojahn


Hat das Bataillon mit Freude geführt: Oberstleutnant Stefan Jeck
                           Generalmajor Hans-Erich Antoni stellt das Bataillon außer Dienst

Generalmajor Antoni und Oberstleutnant Jeck rollen die Truppenfahne ein

                                              Ausmarsch der Speyerer Pioniere

Angehörige der Pionierschule beweisen durch ihre Sammlung für vom Hochwasser geschädigten Feldwebel besondere Solidarität.

Ingolstadt
Durch die Hochwasserkatastrophe im diesjährigen Frühsommer wurde auch ein Soldat der Pionierschule besonders schwer getroffen. Die Wassermassen, die tagelang in seinem Haus standen, verursachten einen Schaden im hohen fünfstelligen Bereich. Nur ein Teil wird durch Versicherungen und öffentliche Hand ersetzt werden. Brigadegeneral Heiko Krogmann, der Kommandeur der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik, rief nach der Katastrophe spontan seine Mitarbeiter und Soldaten während eines Schulappells zur Unterstützung des Geschädigten auf, und vertraute dem Personalrat die Durchführung einer Sammlung zu Gunsten der Flutopfer der Dienststelle an. Auch der Bund Deutscher Pioniere beteiligte sich mit einer Spende in Höhe von 300 EURO.

Das Bild zeigt BrigGen Krogmann und Oberstlt Wagner bei der Übergabe der Spende an StFw Buchner

Das Bild zeigt BrigGen Krogmann und Oberstlt Wagner bei der Übergabe der Spende an StFw Buchner