Als Advisor beim 217th ANA Corps

Von Januar bis Juli 2020 war ich als Military Engineer Advisor (MilEngAdv) im 17. und 18. Kontingent “Resolute Support” beim 217th Afghan National Army (ANA) Korps in Kunduz eingesetzt. Im Zuge unseres Kontingentswechsels wurde der Schwerpunkt der Beratung vom operativen Geschäft auf die sogenannte Institutional Viability, sinngemäß übersetzt mit institutionelle Zuverlässigkeit, verschoben. Aus diesem Grund musste ich mich bereits kurz nach der Aufnahme der Arbeit ebenfalls in den Bereich afghanische Infrastruktur einarbeiten, da in Kunduz hierfür kein Berater vorhanden war. Das gesamte Team bestand aus 14 Beratern und deckte in der Grundstruktur die Bereiche G2-G4, Chef des Stabes, Kommandeur, Military Engineering, Sanität und Joint Fires ab. Wegen eben angesprochener Schwerpunktverschiebung mussten jedoch die meisten Berater weitere Funktionen, wie z.B. G1, übernehmen.

Lebensbedingungen im Safe Haven in Camp Pamir

Neben meinem Berater-Team waren im Safe Haven eine Kompanie Force-Protection-Kräfte des Jägerbataillons 91, armenischer Infanterie, sanitätsdienstliche Versorgung in Form einer Damage Control Surgeon Unit (DSCU) sowie Feldlagerbetrieb und weitere Unterstützungskräfte untergebracht. Die US-Streitkräfte waren mit einem Forward Arming and Refueling Point (FARP) und bis Mitte April mit einem Berater Team für die ANA Brigaden vor Ort.
Ursprünglich war der Standort Kunduz nur als kurzfristige Einrichtung geplant, daher waren die Lebensbedingungen rudimentärer als im Feldlager in MeS. Die Verpflegung bestand aus Gruppen EPA, die von einem Feldküchentrupp des Jägerbataillon 91 zubereitet wurde und als Betreuungseinrichtung stand lediglich ein Kraftraum zur Verfügung. Die einfachen Lebensbedingungen schweißten jedoch alle Einheiten im Safe Haven zu einer Einheit zusammen und erzeugten ein tolles Wir-Gefühl.

Die Bedrohungslage war zu Beginn des Kontingents sehr angespannt. Unsere Vorgänger standen mehrere Male unter Raketenbeschuss und unsere Feuertaufe ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Bereits kurz nach unserer Ankunft in Kunduz wurde das Camp erstmals mit Mörsern beschossen. Diese Art von Angriffen stellt eine neue Qualität dar, da die Vorwarnzeit von wenigen Sekunden, bedingt durch die Flugzeit der Raketen, nahezu Null war. Bei weiteren Angriffen wurde auch der Safe Haven und Gebäude der US Kräfte mehrmals getroffen. Glücklicherweise kam es dabei zu keinen Verlusten. Nach dem Friedensabkommen zwischen der USA und der Taliban-Führung in Doha entspannte sich die Lage zusehends und wir mussten keinerlei weitere Angriffe über uns ergehen lassen. Leider fehlte es bis zuletzt an Möglichkeiten, Steilfeuer der Taliban effektiv zu bekämpfen bzw. auf Steilfeuer antworten zu können.

 Die Arbeit als Advisor (Berater)

Die besondere Lage des Safe Haven in Kunduz führte zu einer sehr engen persönlichen Bindung an die afghanischen Kameraden. Man erschien nicht nur zum Advising, sondern lebte mit der ANA im selben Camp und war auch persönlich stets schnell erreichbar und verfügbar.
Dadurch waren wir in der Lage, schnell eine gute persönliche Bindung zu unseren afghanischen Counterparts aufzubauen. Diese persönliche Beziehung war insbesondere nach der Verschärfung der Lage durch die Corona Krise von Vorteil. Nachdem persönliche Kontakte zu den Afghanen aufgrund der Pandemie untersagt wurden, musste das Advising auf Telefon und Videotelefonie umgestellt werden. Advisor, die vorher eine intensive persönliche Beziehung mit ihren Counterparts aufgebaut hatten, profitierten in dieser Situation davon, da die Bereitschaft, sich auf Advising über Telefonie und Videos einzulassen, wesentlich größer war.

Teilnahme an einer Besprechung des Stabes 217th ANA Corps

Unabhängig von der Pandemie ist die Arbeit mit den Afghanen eine kulturelle Umstellung gewesen. Klare Worte oder Befehle findet man in afghanischen Besprechungen selten, da Ehre und die Wichtigkeit das eigene Gesicht zu wahren kulturell von großer Bedeutung sind. Dies erschwerte aus meiner Sicht viele Vorgänge und verzögerte die Arbeit an vielen Stellen, da es für einen afghanischen Offizier bereits ein Gesichtsverlust ist, einen anderen Offizier in einer gleichen Dienststellung anzurufen, um organisatorische Vorgänge abzustimmen.
Eine solche Abstimmung muss immer über eine übergeordnete Ebene, im Fall des Korps über das Verteidigungsministerium, laufen. Nichtsdestotrotz haben die meisten unserer Counterparts bereits seit mehreren Jahren mit deutschen Advisorn gearbeitet und sind zu einem gewissen Grad an den deutschen Umgangston gewohnt. So gab es Situationen, in denen ich ein ehrliches Wort mit meinem afghanischen Counterpart sprechen und ehrliches Feedback geben konnte. Es galt hierbei, eine Balance zwischen Auftragserfüllung und der dazu teilweise notwendigen Sprache und einem guten Verhältnis zwischen Advisor und Counterpart zu finden.

 

Eine Battle Position kurz vor der Fertigstellung durch Pioniere des 217th ANA Corps

Thematisch standen in der Zelle MilEng zum einen der Bau von sogenannten Hardened-Battle-Positions (HBP), zum anderen der Aufbau von C-IED Fähigkeiten auf Corps Ebene und in den nachgeordneten Verbänden im Fokus. Mit dem HBP Konzept wollte man der Flut an kleinen Checkpoints der ANA Herr werden, die für Angriffe der Aufständischen leichte Beute waren und ein Hauptgrund für die hohen Verlustzahlen der afghanischen Sicherheitskräfte waren.

 


Die Zelle MilEng des Korps koordinierte dabei den Einsatz der Pioniermaschinenkräfte, die im Pionierbataillon des Korps aufgehangen sind und die Bereitstellung des Baumaterials. Im afghanischen System bewirtschaften Fachstränge wie MilEng oder San ihr eigenes Material, beschaffen und fordern dieses unabhängig vom G4 Bereich an. An dieser Stelle musste angesetzt werden, um Beschaffungs- und Anforderungsprozesse zu entwickeln und im Korps zu implementieren. Die zweite große Herausforderung war die Aus- und Weiterbildung von Pioniermaschinenbedienern. Das Korps verfügte zwar über einen sehr gut ausgestatteten Fuhrpark an Baumaschinen jeglicher Art, es mangelte jedoch an ausgebildeten Bedienern.

 

Praktische Pioniermaschinenausbildung des Korpspionierbataillons

In Verbindung mit dem Chief MilEng konnte ein Ausbildungsprogramm entwickelt werden und komplett unter afghanischer Leitung durchgeführt werden. Auf der Ebene der abteilungsübergreifenden Stabsarbeit eröffneten sich im Thema HPB eine Menge Herausforderungen. Die Stabsabteilungen kommunizierten nur unzureichend miteinander. Planungen wurden immer wieder ohne Rücksprache mit den Fachabteilungen verändert und das Konzept als großes Ganzes war in vielen Teilen nicht verstanden oder verstanden, aber abgelehnt worden.
Hier fehlte auch ein gemeinsamer Advising Ansatz, der Stabsabteilungs-, Korps- und auch Institutionsübergreifend versucht das Konzept zu implementieren.

Ein erfolgreicher institutionsübergreifender Ansatz gelang im Aufbau von C-IED Fähigkeiten. Gemeinsam mit der G2 Abteilung wurde am Meldewesen und der Qualität sowohl der Brigaden, als auch der anderen Sicherheitsinstitutionen gearbeitet. Insbesondere die Nutzung von standardisierten Meldeformaten und Meldungen war ein erster wichtiger Schritt zur Verbessrung der C-IED Awareness. Aufbauend auf der Verbesserung des Meldewesens, wurde durch das Vorantreiben von Ausbildung die Auswertefähigkeit des Korpsstabs verbessert.
Hier arbeiteten trotz anfänglicher Vorbehalte die Zelle MilEng, in Form eines Kampfmittelabwehrfeldwebels (KpfmAbwFw) gewinnbringend mit der Analyseabteilung der G2 Abteilung eng zusammen, um sowohl die taktische, aber auch die technische Auswertung sicher stellen zu können. Zuletzt gelang es, eine Videokonferenz, die alle zwei Wochen stattfinden sollte, mit Vertretern des Korps, der Brigaden, der Polizei und des Geheimdiensts ins Leben zu rufen. Diese soll in Zukunft als Lageupdate in allen Fragen C-IED dienen und den in diesem Gebiet so essentiellen Informationsaustausch fördern.
Was für westliche Verhältnisse wie eine banale Selbstverständlichkeit klingt, ist in der afghanischen Kultur eine große Herausforderung, da ein Informationsvorsprung jeglicher Art als Machtvorteil angesehen wird. Als nächster Schritt, sollen auf Grundlage der Aus-und Bewertung der Ereignisse Folgerungen für das Handeln eigener Kräfte in Operationen und Ausbildung gezogen und die Auswertefähigkeiten auf technischer Seite vorangetrieben werden. Dieser Schritt konnte in meinem Kontingent nicht mehr realisiert werden,

Das zweite große Arbeitsfeld war der Bereich der afghanischen Infrastruktur. Der Großteil des Camp Pamirs und zahlreiche andere Liegenschaften des Korps waren alte US-Liegenschaften. Diese wurden vor einigen Jahren an die ANA übergeben und wurden seither häufig nicht oder nur sehr eingeschränkt gewartet. Auch hier ging es nach einer relativ ernüchternden Lagefeststellung darum, Prozesse zu entwickeln und bei den afghanischen Streitkräftenzu implementieren.

Improvisiertes Advising unter Corona Bedingungen mit einer Sprechanlage

Diese sollten dem Infrastrukturoffizier des Korps die Möglichkeit geben, langfristig Instandsetzungen, Neubau und Wartung der Liegenschaften des Korps planen zu können, um so zeitgerecht die nötigen Finanzmittel zu beantragen und das entsprechende Personal rechtzeitig zu den verschiedenen Liegenschaften zu schicken. Alleine der Transport des Personals bedurfte regelmäßig einer Abstimmung mit anderen Stabsabteilungen, da aufgrund der Sicherheitslage eine Fahrt der Techniker zu gefährlich gewesen wäre. Diese mussten stets mit Force Protection Käften verlegt werden.

 

 

Parallel zu den strukturellen Herausforderungen war auch in der Infrastrukturabteilung des Korps der Bedarf an Ausbildung sehr groß. Da das 217th Korps vom Soll her bereits unterbesetzt war und im Vergleich zu den anderen Korps nicht annähernd genug Handwerker hatte, um alle Liegenschaften gleichzeitig ausreichend betreuen zu können, wurde versucht, Doppelbefähigungen aufzubauen. Eine Überlegung die bei den afghanischen Counterparts auf geringe Annahme und Verständnis traf und folglich wieder verworfen wurde.

Was sich in der gesamten Advising-Arbeit durchgehend als Problem dargestellt hat, war das mangelhafte Wissensmanagement. Es gibt seit Jahren das sogenannte ANET, ein Informationsaustauschforum, das von allen Advisern, die in der RS Mission tätig waren und sind, genutzt werden kann. Dort können Berichte über größere Projekte bis hin zu einzelnen Beratungsterminen thematisch niedergeschrieben und aufbereitet werden. Vor allem in einer so langwierigen und langfristig angelegten Arbeit wie Advising ist nach meiner Bewertung Kontinuität und die Speicherung von Wissen und Projektergebnissen unabdingbar.
Leider erhält man häufig lediglich die Übergabe seines Vorgängers was dazu führt, dass unter Umständen Erfolge und Ergebnisse von zurück liegenden Kontingenten verloren gehen. Hier besteht nach meiner Bewertung noch großer Nachholbedarf. Die NATO bietet im Rahmen der Einsatzvorausbildung einen Lehrgang im Joint Forces Training Centre in Bydgoszcz an, in dem unter anderem auch in den Gebrauch des ANETs eingewiesen sowie auf aktuelle Advising Konzepte und Schwerpunkte hingewiesen wird. Leider ist dieses Angebot häufig nicht nutzbar, da der Beginn der Kontingente und die Lehrgangszeiträume nicht miteinander harmonisiert sind. Eine Teilnahme an diesem Lehrgang sollte für alle assignierten Advisor für RS genau wie die ELUSA und ELSA Pflichtbestandteil der Einsatzvorbereitung sein.

Insgesamt war der Einsatz eine interessante und für mich persönlich gewinnbringende Erfahrung. Ich konnte auf meinem Dienstposten im Schwerpunkt des Resolute Support Einsatzes arbeiten: Die Aus- und Weiterbildung der afghanischen Armee.
Bezüglich meiner persönlichen Qualifikation hatte ich zunächst Bedenken, da man immerhin auf Korps Ebene berät, während sich meine Erfahrung primär auf Kompanieebene beschränkt hat. Dies erwies sich jedoch schnell als unbegründet, da die Offizierausbildung an der OSH und AusbZPi das nötige Handwerkzeug bietet, um auch in einem solchen Auftrag bestehen zu können. Meinen afghanischen Kameraden wünsche ich viel Erfolg und Soldatenglück beim weiteren Wiederaufbau ihres Landes.

 

Text und Bilder:
Hptm K.

Bad Reichenhall /Bayerisch Gmain.
1.800 Meter Weg inklusive 3 Brücken und einem Steig werden nun durch etwa 30 Gebirgspioniere im Kirchholz gebaut, um den bereits bestehenden Wanderweg um das Kirchholz zu einem Rundwanderweg zu schließen. Hierzu lud der Standortälteste und stellvertretende Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Peter Eichelsdörfer, am 2. September zum Spatenstich ein. Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall, Dr. Christoph Lung, sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Bayerisch Gmain, Armin Wierer, konnten sich auch der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Maik Keller, und der Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (BwDLZ) Bad Reichenhall, Udo Brickl, selbst vom offiziellen Baubeginn des Umgehungsweges überzeugen.

Versprechen einhalten
Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Oberst Eichelsdörfer die Gäste mit den Worten: „Wir stehen heute hier, um ein Versprechen einzulösen und damit den Wegebau offiziell beginnen zu können“. Der Standortübungsplatz Kirchholz wurde am 1. Juli 2020 offiziell zum Militärischen Sicherheitsbereich umgewandelt.
Hintergrund war eine Überprüfung im Juli 2019 durch das Landeskommando Bayern als Behörde für die innere und äußere Sicherheit auf Übungsplätzen. Diese ergab, dass der Schutz und die Sicherheit von unbeteiligten Dritten in der Form eines Militärischen Bereiches aufgrund der aktuell gültigen Sicherheitsbestimmungen und Nutzungsforderungen sowie der damit einhergehenden Haftungsfragen nicht mehr gewährleistet werden konnte.

Bild 2: Oberstleutnant Georg Pyttlik bei der fachlichen Einweisung in den Wegebau.

Um den Interessen der Bevölkerung und gleichzeitig die Besonderheiten der Kur- und Tourismusregion Rechnung zu tragen, kann das Kirchholz durch die lückenlose Umgehung weiterhin ohne Gefährdung der Wanderer und Störung des Übungsbetriebes zugänglich gemacht werden.

 

 

 

 

 

Das System Gebirgsjägerbrigade 23 greift auch beim Wegebau
Nach der Begrüßung der Gäste übergab Oberst Eichelsdörfer das Wort an Oberst Keller. Dabei hob er das lösungsorientiere Handeln von Oberst Eichelsdörfer im Dialog mit der Stadt, Gemeinde und Bevölkerung heraus. „Das Kirchholz bleibt mit diesem Rundweg nutzbar für die Bevölkerung“, so der Brigadekommandeur. Ziel ist es, im Herbst die Wegebauarbeiten an der nordöstlichen sowie südwestlichen Grenze des Standortübungsplatzes Kirchholz abzuschließen und an den bereits bestehenden Wanderweg um den Übungsplatz Kirchholz anzuschließen.
„Auch beim Gebirgswegebau greift das System der Gebirgsjägerbrigade 23“, erklärte Oberst Keller. Die Soldaten der 4. Kompanie des Gebirgspionierbataillons 8 aus Ingolstadt werden mit Unterstützung des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 und der Stabs-/ Fernmeldekompanie dieses Projekt durchführen. Dabei hat die bundeswehrinterne Durchführung des Projektes doppelten Nutzen.
Die Gebirgspioniere können so eine praktische und pioniertechnische Aus- und Weiterbildung zur Ertüchtigung von Gebirgswegen an der Grenze des Standortübungsplatzes durchführen und gleichzeitig entstehen so geringere Kosten. Unter Einbindung der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Unterstützung des BwDLZ Bad Reichenhall, das mit der Vertragsabwicklung und Finanzierung des Projekts beschäftigt ist, und dem Unterstützungspersonal Standortältester, welches die organisatorische Funktion übernimmt, konnte der Wegebau zügig begonnen werden.

Abschließend resümierte der Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall: „Der Unmut in der Bevölkerung war groß, aber mit dem Wegebau zeigt die Bundeswehr, dass sie sich aktiv um eine gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung bemüht“. Anschließend wurde der Wegebau offiziell mit einem gemeinsamen Spatenstich von Oberst Keller, Oberst Eichelsdörfer, Regierungsoberamtsrat Brickl, Oberbürgermeister Dr. Lung sowie Bürgermeister Wierer eingeläutet.

Bild 1: V.l.n.r.: Regierungsoberamtsrat Brickl, Bürgermeister Wierer, Oberst Keller, Oberbürgermeister Dr. Lung und Oberst Eichelsdörfer beim Spatenstich.


Bereits 80 Meter Weg ertüchtigt
Anschließend wies Oberstleutnant Georg Pyttlik, Diplom Berg- und Bauingenieur und Projektleiter, die Gäste in die Baumaßnahmen ein. Dabei erklärte er, dass es drei Bauschwerpunkte gäbe. Neben dem normalen Gebirgswegebau und -instandsetzung, müssen drei Brücken bis zu 20 Metern unter anderem auf Bohrpfähle errichtet werden und aufgrund des starken Gefälles im Nordosten des Übungsplatzes ist zudem der Bau eines Steiges erforderlich.
Nach der Baustelleneinrichtung im August konnten die Gebirgspioniere bereits 80 Meter des Umgehungsweges errichten. Davon konnten sich die Anwesenden bei einer abschließenden Begehung der Baustelle selbst überzeugen.

Bild 3: Die Gebirgspioniere der 4. Kompanie aus Ingolstadt beim Bau des Umgehungsweges.

 

Rundwanderweg - Kirchholz

Bild 4: Karte des Standortübungsplatzes Kirchholz. Rote Linie: Bestehender Weg. Schwarze Linie: Wegebauprojekt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:
Text: Sarah Hofmann, Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23
Bilder: Achim Kessler, Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

Veränderungen in Holzminden – Neue Repräsentanten und aufgewertetes Symbol

Das Panzerpionierbataillon 1 und der Bund Deutscher Pioniere, eine Zusammenarbeit, die seit Jahrzehnten durch hervorragendes Engagement beidseitig geprägt ist. Aus diesem Grund war es dem Kommandeur Panzerpionierbataillon 1, Oberstleutnant Gunter Flach, eine Herzensangelegenheit zwei Veränderungen am Standort Holzminden zu verkünden.

Aufgrund der Versetzung von Hauptmann Michael Zerreich wurden neue Repräsentanten für das PzPiBtl 1 gesucht. Hier nehmen zukünftig als erster Repräsentant Stabsfeldwebel Torsten Eberding aus der 4. Kompanie und als Stellvertreter der Kompaniechef der 2. Kompanie, Hauptmann Marc Ehlert das Amt war.
StFw Erberding war es letztendlich, der sich für die Umsetzung einer Anregung des Brigadegenerals a. D. Franz Pfrengle verantwortlich zeigte. Bei seinem Besuch bemerkte der Präsident des BDPi, dass im Triogebäude zwar ein hochwertiges Symbol des BDPi hing, jedoch auf Grund fehlender Beschriftung für Unkundige keine Zuordnungsmöglichkeit vorhanden war.
Aus diesem Grund übernahm schließlich Stabsunteroffizier Philipp Illing die Umsetzung und fertigte zusammen mit einem befreundetem Tischlermeister das neueWappen innerhalb von acht Stunden Arbeitszeit an. Eichenholz wurde verwendet und darauf mit Hilfe einer CNC-Fräse der Schriftzug eingearbeitet. Nachdem der Klarlack getrocknet war, wurde das alte Metallschild verwendet und auf das Eichenholz angebracht.

SU Illing und Kdr PzPiBtl1, OTL Flach präsentieren das neue Wappen

Die feierliche Übergabe fand anschließend am 11. Juni 2020 im Trio-Gebäude der Pionierkaserne am Solling, der Heimat des PzPiBtl 1, statt.
Anwesend waren die oben genannten Protagonisten des PzPiBtl 1 und Vertreter der Pionierkameradschaft Holzminden. Diese waren es auch, die sich für die hervorragende Zusammenarbeit und das Engagement des PzPiBtl 1 bedankten.

Dank für diesen Artikel geht an das PzPiBtl 1

Text und Bilder:
S1 Abt PzPiBtl 1

Liebe Mitglieder und alle die sich der Pioniertruppe verbunden fühlen !

Einige werden sich fragen, warum es in letzter Zeit auf unserer Webseite so wenig neue Beiträge gibt…! Nun, dies ist unter anderem der CORONA Situation geschuldet. Viele von Ihnen haben – hoffentlich mit Interesse – die Beiträge, die uns in der Vergangenheit aus den Pionierkameradschaften erreichten, gelesen. Aufgrund CORONA mussten und müssen viele Veranstaltungen abgesagt werden. Somit gibt es auch leider wenig Neues aus diesem Bereich. Selbst die Mitgliederversammlung 2020 des BDPi ist ja hiervon betroffen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die aktive Truppe ‘Däumchen dreht’ und wartet, bis das Virus es sich möglicherweise anders überlegt und verschwindet ( was nun wirklich nicht zu erwarten ist).
Damit Sie alle sich über die laufenden Aktivitäten der Pioniertruppe ein Bild machen können, sind an dieser Stelle einmal die Internet-Links zu Pionierverbänden/Einheiten/Dienststellen aus der offiziellen Bundeswehr-Seite (bundeswehr.de) aufgeführt.

Informationen zur Pioniertruppe der Bundeswehr im allgemeinen finden sich hier

Übersicht Pioniertruppenteile

1.PzDiv ——————————> Schweres Pionierbataillon 901 / Havelberg
1.PzDiv –> PzBrig (L) 9 ——> Panzerpionierbataillon 130 / Minden
1.PzDiv –> PzBrig 21 ———> Panzerpionierbataillon 1 / Holzminden
1.PzDiv –> PzGrenBrig 41 –> Panzerpionierbataillon 803 / Havelberg


10.PzDiv —————————–> Pionierbataillon 905 / Ingolstadt
10.PzDiv –> GebJgBrig 23 -> Gebirgspionierbataillon 8  / Ingolstadt
10.PzDiv –> PzBrig 12 ——-> Panzerpionierbataillon 4 / Bogen
10.PzDiv –> PzGrenBrig 37-> Panzerpionierbataillon 701/ Gera
10.PzDiv –> D/F Brig ———-> PzPiKp550 / Stetten a.k.M. (keine eigene offizielle Seite verfügbar)


DSK –> LLBrig 1 –> FschJgRgt 26 –> LLPiKp 260 / Saarlouis (keine eigene offizielle Seite verfügbar)
DSK –> LLBrig 1 –> FschJgRgt 31 –> LLPiKp 270 / Seedorf (keine eigene offizielle Seite verfügbar)


AusbKdo –> Ausbildungszentrum Pioniere / Ingolstadt
AusbZPi —> AusbStPkt Kampfmittelabwehr / Stetten a.k.M.


SKB –> LogKdoBw –> SpezPiRgt 164 / Husum


Lw –> LwTrKdo –> ObjSRgtLw –> 6./ObjSRgtLw / Diepholz (keine eigene offizielle Seite verfügbar)


 

Bis dahin, viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie alle gesund!

Mit kameradschaftlichen Grüßen
“Anker – Wirf!”
Jürgen Falkenroth, OStFw a.D
(Webmaster BDPi e.V.)

Quelle der Links: www.bundeswehr.de

Liebe Mitglieder und Freunde des BDPi !

Vorneweg hoffe ich, dass Sie alle gesund durch diese schwierige Zeit gekommen sind und es Ihnen soweit gut geht. Leider ziehen sich diese durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen länger hin als wir alle das gehofft und erwartet haben, aber die Gesundheit steht an oberster Stelle. Ich möchte Sie heute über einige Entscheidungen informieren, die wir als Vorstand des BDPi angesichts der derzeitigen Rahmenlage getroffen haben.

1. Mit Datum 22.Mai 2020 haben wir Sie auf unserer Homepage über die Verschiebung unserer diesjährigen Mitgliederversammlung auf den 27./28. Oktober informiert. Aufgrund der derzeitigen Situation, der nicht vorhersehbaren Entwicklung in den kommenden Monaten, der infrastrukturellen Gegebenheiten am AusbZPi und angesichts der Tatsache, dass die allermeisten unserer regelmäßigen Teilnehmer an der MV zur sog. „Risikogruppe“ gehören, hat der Vorstand nach längerer Diskussion einstimmig beschlossen, die diesjährige Mitgliederversammlung abzusagen, zumal für dieses Jahr auch keine Wahlen anstehen.
Die Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfbericht werden auf die MV 2021 geschoben.
Wir hoffen auf Ihre Akzeptanz für diese Entscheidung.

2. Um die Kontinuität und die Transparenz der Vereinsarbeit sicherzustellen, findet vom 28.-29. Oktober 2020 eine erweiterte Vorstandsitzung statt. Über deren Ergebnisse werden wir Sie ausführlich informieren.

3. Das jährliche Vergleichsschießen um den Wanderpreis des BDPi wird heuer nicht stattfinden, der Preis verbleibt bis zum nächsten Vergleichsschießen 2021 beim derzeitigen Preisträger.

4. Die Verleihung der Bestpreise des BDPi für herausragende Lehrgangsergebnisse werden wir weiterhin unter Beachtung der entsprechenden Bestimmungen durchführen.

Damit wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gute, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

mit kameradschaftlichen Grüßen und “Anker wirf”

Max Lindner
Oberst a.D.
Vorsitzender BDPi e.V.

Liebe Mitglieder und alle, die unsere Webseite besuchen !
Der BDPi beteiligt sich an dem Aufruf der DKMS sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen,
um Andreas aus Holenberg und anderen betroffenen Menschen zu helfen !
Wir freuen uns, wenn Sie diese Nachricht teilen und weiterleiten…

Flyer DKMS “Andreas”

Pressemitteilung

 Gemeinsam für Andreas!

Auch in der Coronakrise benötigen Blutkrebspatienten auf der ganzen Welt weiterhin dringend unsere Hilfe


Köln/Holenberg, 13.07.2020
– Der 51-jährige Andreas aus Holenberg hat Blutkrebs. Er benötigt dringend eine Stammzellspende, um zu überleben. Da die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ bislang erfolglos ist, setzen Andreas Familie und Freunde alle Hebel in Bewegung, um zu helfen. Gemeinsam mit der DKMS

organisieren sie eine Online-Registrierungsaktion. Wer helfen möchte, gesund und zwischen
17 und 55 Jahren alt ist, kann sich über
https://www.dkms.de/andreas ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretter werden.

 Die Blutkrebserkrankung stellt das Leben des 51-jährigen Andreas und das seiner ganzen Familie völlig auf den Kopf! Der leidenschaftliche Fußballer des VfB Negeborn hat erst vor kurzem mit der Sanierung eines neuen Hauses begonnen, das die Familie bald beziehen will. Durch die schockierende Diagnose ist plötzlich alles anders, er kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Um die Suche nach einem „genetischen Zwilling“ für Andreas und andere Patienten zu unterstützen, rufen Familie und Freunde gemeinsam mit der DKMS dazu auf, sich als potenzielle Stammzellspender zu registrieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-COV-2 und der dadurch ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 findet die Registrierungsaktion nicht wie üblich an einem zentralen Veranstaltungsort statt, sondern erfolgt – zum Schutz der Bevölkerung – ausschließlich online. „Wir sind froh, dass wir über diesen Weg auch in dieser besonderen Situation zur Registrierung aufrufen können“, so Andreas Schwester, Stephanie Lückert. „Denn trotz der Pandemie sind ja auch weiterhin viele Patienten auf eine lebensrettende Stammzellspende angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass jetzt viele Menschen mitmachen und sich registrieren lassen!“

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Andreas und anderen Patienten helfen und sich mit wenigen Klicks über https://www.dkms.de/andreas die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Wir hoffen, dass wir mit unserem Online-Aufruf eine Welle der Hilfsbereitschaft auslösen. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer sind die Überlebenschancen für meinen Bruder und andere Patienten weltweit. Denn nur wer registriert ist, kann auch als Lebensretter gefunden werden“, weiß Stephanie Lückert.

 Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Auch Geldspenden helfen Leben retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

 

DKMS-Spendenkonto

IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56

 

 

Über die DKMS

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Unser Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Dabei sind wir weltweit führend in der Versorgung von Patienten mit lebensrettenden Stammzelltransplantaten. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, Polen, UK, Chile, Indien und Südafrika aktiv. Gemeinsam haben wir über 10 Millionen Lebensspender registriert. Darüber hinaus betreibt die DKMS wissenschaftliche Forschung und setzt in ihrem Labor, dem DKMS Life Science Lab, Maßstäbe bei der Typisierung neuer Stammzellspender.

 

Hintergründe, Bildmaterialien und viele weitere Geschichten für Ihre Berichterstattung finden Sie in unserem DKMS Media Center unter mediacenter.dkms.de.

Weitere Einblicke in die Arbeit der DKMS und den Kampf gegen Blutkrebs gibt es auf unserem Corporate Blog
dkms-insights.de.

 

Zur Registrierung als Stammzellspender besuchen Sie bitte unsere Webseite dkms.de.

Quelle:
DKMS Gemeinnützige GmbH

Die Bundeswehr legt den Fokus wieder mehr auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Dazu gehört auch der Kampf aus gedeckten Stellungen, um dem Feind möglichst unaufgeklärt und sicher vor direktem Beschuss im Feuerkampf zu begegnen. In malerischer Kulisse der Berchtesgadener Alpen gelegen, befindet sich der Standortübungsplatz „Sillberg“ fußläufig zur Jägerkaserne, wo das Gebirgsjägerbataillon 232 beheimatet ist.
In steiler Hanglage mitten im dicht bewachsenen Laubwald wurde in den 1980ern ein aus mehreren Gängen und Kampfunterständen bestehendes Stellungssystem errichtet. Es sollte insbesondere in den Zeiten des Kalten Krieges der Erprobung des infanteristischen Kampfes aus der Deckung heraus dienen.

Doch die Anforderungen an die Bundeswehr wandelten sich in den letzten Jahren. Es galten nicht mehr nur die eigenen Grenzen zu verteidigen, sondern auch komplexe Missionen überall auf der Welt zu bewältigen. Das Stellungssystem lag viele Jahre brach und wurde Opfer der Witterung. Morsches und geborstenes Holz, verbogene Stahlbleche und Erdrutsche machten es unmöglich, dieses System durch die übende Truppe zu nutzen. Schweres Baugerät und bautechnische Expertise waren gefragt.
Ein Kernauftrag für die Pioniere!

Folgerichtig wurden das GebPiBtl 8 und das PiBtl 905 aus Ingolstadt mit der Ertüchtigung des brach liegenden Stellungssystems beauftragt. Bereits mehrfach hat in der Vergangenheit der aktive Colourverband GebPiBtl 8 die Reservisten des PiBtl 905 bei diversen Übungs- und Ausbildungsvorhaben mit Ausrüstung, Material und Personal unterstützt. In enger Zusammenarbeit wurden Erkundungen, umfangreiche Berechnungen und Planungen zur Durchführung des Bauvorhabens durchgeführt.
Anfang Juli 2020 rückten mehr als 30 Reservisten, die über verschiedene zivilberufliche Expertisen aus dem Bereich Bauwesen verfügen, zur Reservedienstleistung nach Ingolstadt an, um mit schwerem Pioniergerät in das etwa 230 Kilometer entfernte, kurz vor der Österreichischen Grenze liegende, Bischofswiesen zu verlegen.

Vor Ort erwies sich der Auftrag als wahre Bewährungsprobe für die Soldaten. Tagelanger Starkregen hatte das schroffe Karstgelände stark aufgeweicht. Unmengen an Holz, Kies und anderem Baumaterial mussten auf die auf etwa 1.100 Höhenmetern gelegene Baustelle verbracht werden. Schwülwarme Temperaturen machten das Befüllen tausender Sandsäcke, das Ausheben der verschütteten Gänge und das Zusägen und Verarbeiten des Holzes zu einer schweißtreibenden Aufgabe, bei der auch Soldaten des Gebirgsjägerbataillon 232 unterstützen. Auf einer Fläche von circa 5.000 Quadratmetern wurden mitten im Wald über mehrere Tage hinweg neue Kampfunterstände, ein Zuggefechtsstand sowie etwa 100 Meter Schützengräben ausgehoben und mit Wellblechplatten und Holzbalken verstärkt.

Die verschärften Auflagen zur Eindämmung der Corona Pandemie erschwerten die Arbeiten und Unterbringung zusätzlich.

Ein heftiger Gewittersturm beendete die Arbeiten am Stellungssystem. Dunkle Wolken verhüllten den berüchtigten Schicksalsberg Watzmann und brachten mehr als 40 Liter Regen pro qm binnen kurzer Zeit und Starkwinde hervor. Knietief standen die Pioniere im schlammigen Wasser. Glücklicherweise konnten die Bauarbeiten noch rechtzeitig fertiggestellt und das neue Stellungssystem den Bischofswiesener Gebirgsjägern übergeben werden.

Die Kommandeure des GebJgBtl 232, GebPiBtl 8 und PiBtl 905 waren sich einig: Was hier von den Reservisten geleistet wurde, ist überragend und wäre so in der Kürze der Zeit und der Knappheit von Haushaltsmitteln auch von zivilen Firmen nicht leistbar gewesen.

Die Reserve des Heeres hat hier wieder einmal seinen echten Mehrwert für die Bundeswehr bewiesen!

 

 

Artikel und Bilder von
Hauptmann Marco Dittmer
Pionierbataillon 905

 

 

Ritter von Becker Preis an den Besten mit Abstand! 

Anfang Juli wurden an der Fachschule des Heeres für Bautechnik, unter Beachtung der Hygienemaßnahmen, fünf erfolgreiche Absolventen der zivil anerkannten Berufsausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer (Deutschland, Burkina Faso, Benin) und zwei Absolventen mit der Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter (Tunesien, Benin) in ihre Heimatstandorte verabschiedet. Zum dritten Mal wurde dabei durch den Bund deutscher Pioniere der Lehrgangsbeste mit dem Ritter von Becker Preis ausgezeichnet. Unser erster Vorsitzender, Herr Oberst a. D. Maximilian Josef Lindner, ehrte mit diesem Preis Herrn Stabsunteroffizier (FA) Sven Fuchs aus der PzPiKp 550, der die Ausbildung mit der Note 1 abschloss.

In seinem Grußwort ging Herr Oberst Lindner kurz auf die Besonderheiten unserer Truppengattung und die daraus resultierende feste Kameradschaft, auch über Landes- und Kontinentalgrenzen hinaus, ein, die gerade unter den besonderen, COVID-19 geschuldeten Ausbildungsbedingungen – trotz Abstand – noch fester zusammenschweißt.

Stabsunteroffizier Fuchs trat 2007 nach dem Abitur bei der 5. PzGrenBtl/122 Oberviechtach in die Bundeswehr ein und absolvierte 2009 erfolgreich seinen Unteroffizierslehrgang in Hardtheim. 2010 – 2017 leistete er seinen Dienst als Bergetruppführer im PzGrenBtl 371 in Marienberg, bis er mit der Versetzung 2018 in die PzPiKp 550 auch in die Pioniertruppe wechselte. Damit einher ging auch der Antrag auf Laufbahnwechsel. Nach erfolgreichem Abschluss der Feldwebel- und Sprachlehrgänge rückt SU (FA) Fuchs mit der ausgezeichnet bestandenen zivil anerkannten Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer einen Schritt weiter in Richtung Zwischenziel Unteroffizier mit Portepee und damit auch dem Hauptziel Berufssoldat.

Wir gratulieren Stabsunteroffizier Sven Fuchs und seinen Lehrgangskameraden zum erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung und wünschen alles Gute für die Zukunft.

 

Text & Bild
Hptm Christian Moll
AusbZPi V. Inspektion

Gem § 9 unserer Satzung unterstützen Beiräte die Arbeit des Vorstands.
Der Vorstand des BDPi würde sich sehr freuen, wenn sich unter den Mitgliedern jemand bereit fände,
die Aufgaben des/der Beirats/Beirätin “Jubiläen und Ehrungen” zu übernehmen.


Gehalt gibt es wie üblich keins, jedoch die Möglichkeit die Pionierfamilie aktiv zu unterstützen… 😉

 

Für den Vorstand
Jürgen Falkenroth
Webmaster BDPi

P.S.: die nette Anzeige hat unser Schatzmeister OTL a.D. Gerald Brübach erstellt. Vielen Dank dafür..

 

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des BDPi,

am 26.März haben wir Sie über die Verschiebung der diesjährigen Mitgliederversammlung informiert.
Als neuen Termin haben wir jetzt den 27.Oktober 2020 festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt findet die jährliche
“Fachtagung Pioniere” am Ausbildungszentrum in Ingolstadt statt, an die wir uns anschließen wollen.
Das genaue Programm werden Sie zeitgerecht zusammen mit der Einladung erhalten.

Leider sehen wir uns auch gezwungen, das für den 19.-21. Juni in Havelberg geplante Regionaltreffen abzusagen.
Wir werden dieses mit dem voraussichtlich gleichen Programm im Jahr 2021 nachholen.
Zeitpunkt wird wohl wieder das dritte Juni-Wochenende sein, wenn beim PzPiBtl 803
das jährliche Havelbiwak stattfindet. In jedem Fall werden wir Sie auch hier rechtzeitig über weitere
Details informieren.

Wir wünschen Ihnen weiterhin Zuversicht in diesen schwierigen Zeiten.
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

 

Präsident                                                                      Vorsitzender
Franz Pfrengle                                                             Max Lindner
Brigadegeneral a.D.                                                    Oberst a.D.
Präsident BDPI e.V.                                                    Vorsitzender BDPI e.V.