Das Regionaltreffen 2017 des BDPi
fand statt in Stetten am kalten Markt,
dem jüngsten Pionierstandort der
Bundeswehr

 

Vom 26. – 28. Oktober 2017 trafen sich wieder Mitglieder des BDPi zum sogenannten Regionaltreffen. Aus gutem Grund wurde Stetten a.k.M. als Treffpunkt gewählt, war doch dieser Standort für uns Pioniere bis zur Umsetzung der Bundeswehrstruktur 2011 nur als Truppenübungsplatz mit besonderem Klima bekannt.
Heute ist er mit dem Ausbildungsstützpunkt Kampfmittelabwehr als Teil des Ausbildungszent-rums Pioniere und der Panzerpionierkompanie 550 auch Pionierstandort.
Mit der Vorstandssitzung im Frühjahr zeigte der BDPi bereits Präsenz in Stetten. Neben der Durchführung der Vorstandssitzung fand ein reger Gedankenaustausch mit Soldaten des AusbStpKpfmAbw und der PzPiKp 550 statt. Die Verleihung des Feldwebel-Boldt-Preises 2016 an Oberfeldwebel Sven Böhringer, Angehöriger der PzPiKp 550, durch unseren Präsi-enten, Brigadegeneral Franz Pfrengle trug am 10.06.2017 zum festlichen Rahmen des Familientages der PzPiKp 550 bei.
Das Regionaltreffen schloss nun den Reigen unserer Besuche ab. Die Teilnehmer des Treffens erhielten in Vorträgen des Leiters des AusbStpKpfmAbw und Standortältesten, Oberst Carsten Drümmer und des Kompaniechefs der PzPiKp 550, Hauptmann Andreas Assenbaum Einblick in Auftrag und Lage ihrer Dienststellen. Beeindruckt von der Vielfältigkeit der Ausstattung mit Waffen und Gerät für Ausbildung und Einsatz, aber auch den veränderten Rahmenbedingungen für die Soldaten der Bundeswehr heute endete der erste Tag mit einem gemeinsamen Abendessen, das Gelegenheit bot, offene Fragen zu beantworten und alte persönliche Beziehungen aufzufrischen.


Am zweiten Tag stand die Praxis im Vordergrund. Dabei lag der Schwerpunkt bei der Kampfmittelabwehr. Hier stellte der AusbStpKpfmAbw an zwei Stationen Fahrzeuge und Ge-rät vor. Abschließend verlegten wir auf den TrÜbPl, um den neuen Sprengplatz Spitalwäldle zu besuchen. Der Kommandant der Truppenübungsplatzes Heuberg erläuterte die technischen Details und die dem Umweltschutz geschuldeten Rahmenbedingungen.


Nach der Stärkung durch Truppenverpflegung wurde die Führung durch die Militärgeschichtliche Sammlung unseren Besuch abgerundet. Oberleutnant a. D. Klotz gab einen eindrucks-vollen Überblick zur Geschichte des Truppenübungsplatzes Heuberg und des Standortes Stetten a.k.M., bevor mit einem kleinen Empfang durch den Bürgermeister Maik Lehn der Besuch in Stetten abgeschlossen wurde.


Beim Abendessen im Gasthof/Hotel Traube in Sigmaringen gab es dann viel zu erzählen, um die Eindrücke des langen Tages nachzubereiten.
Der letzte Tag des Treffens gehörte der Besichtigung der Stadt Sigmaringen mit dem dort befindlichen Hohenzollernschloss. Es war wieder ein gelungenes Treffen alter und junger Kameraden

 


 

Die Pionier-Landungs-Kompanie und ihr Einsatz im 1. Weltkrieg

Zum Buch „Von Harburg nach Finnland “ von Ulrich Schiers

Die Geschichte der Pionier-Landungs-Kompanie aus Harburg ist ein bisher nahezu unbekannter Aspekt des Ersten Weltkrieges. Für das Buch sind zahlreiche Briefe und Fotos eines Vizefeldwebels dieser Einheit ausgewertet worden. Sie dokumentieren nicht nur die Tätigkeit der “Pilako” bis zum Ende des Weltkrieges, sondern erlauben auch einen intimen Einblick in die Empfindungen und Erlebnisse eines Vizefeldwebels. Neben bisher noch nie gezeigten Exponaten aus dem Magazin des Internationalen Maritimen Museums Hamburg, dem Stadtmuseum Harburg und dem Museum für Hamburgische Geschichte zeigt der reich bebilderte Band auch Ausstellungsstücke einiger Museen und privater Sammler aus Finnland, sowie Exponate des Museums am Wasserturm in Hohenlockstedt, welches die Geschichte der finnischen Unabhängigkeitsbewegung dokumentiert. Hinzu kommen Berichte von Zeitzeugen aus Zeitungen und anderen Veröffentlichungen, die einen eindrucksvollen Überblick über diesen bisher kaum bekannten Teil der Geschichte liefern.

Die Pionier-Landungs-Kompanie aus Harburg war die einzige Heeres-Einheit, die während des Krieges eng mit der Kaiserlichen Marine zusammengearbeitet hat und viel Zeit auf Hilfsschiffen der Marine verbrachte. Alle Angehörigen dieser selbständigen Einheit waren ehemalige Seemänner oder stammten aus verwandten Berufen. Der Hamburger Hafen war auch des Öfteren Ausgangspunkt für einige Unternehmungen der Pionier-Landungs-Kompanie, wie bei der Teilnahme am Unternehmen „Albion“ und den Hilfsunternehmungen beim Finnischen Freiheitskrieg. Auch wurden bei einigen Aktionen der „Pilako“ Hamburger Hafenschuten und Motorboote der Handelsschifffahrt mit der Eisenbahn zum Einsatzort transportiert und dort eingesetzt.

Ulrich Schiers konnte zahlreiche Briefe und Fotos eines Vizefeldwebels dieser Einheit auswerten, darüber hinaus zahlreiche Archivalien und Fotos aus dem Archiv des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg.

Durch die zahlreichen Briefe des Vize-Feldwebels Karting an seine spätere Frau Käthe Kramer aus Cranz, lässt sich nicht nur die Tätigkeit der „Pilako“ bis zum Ende des Krieges verfolgen, sondern man erfährt auch einige intime Empfindungen und Erlebnisse. So schrieb Feldwebel Karting am 31.August 1917:

„Nimmt dieser Krieg nie ein Ende. Drei Jahre sind aus dem Lebensregister
gestrichen. Zahllose alteingesessene Firmen und Geschäfte sind zugrunde
gegangen. Wie wird es nach dem Friedensschluss aussehen?
Ich befürchte, das Elend wird sehr groß werden…”

 


 

 

Mein Name ist Ralf Küppers. Ich bin beorderter Reservist im Panzerpionierbataillon 130 in Minden. Ich nehme im Rahmen von Wehrübungen die Funktion des Kompaniefeldwebels der 4. Kp (nicht aktiv) des PzPiBtl 130 wahr.
Im Rahmen meiner Wehrübungen habe ich u.a. die Aufgabe, dienstleistungswillige Reservistinnen und Reservisten für den Dienst als Reservedienstleistende-/r in der Kompanie zu gewinnen.

Die derzeitige Ist-Stärke beträgt: 4 Offz, 14 Uffz m.P., 4 Uffz o.P. und 9 Mannsch. Gesamt: 31

Der Kompanie fehlen Reservisten, die in Friedenszeiten die Schlüsselpositionen besetzen und auch die Möglichkeit haben, in größerem Rahmen üben zu können.

Bei Interesse:
Melden Sie sich bei der
S1 Abteilung PzPiBtl 130
Telefon: (0571) – 3985 – 310 (oder 311)
Fax: (0571) – 3985 – 399
E-Mail: PzPiBtl130S1@Bundeswehr.org

(S1-Offizier: OLt Erxleben, der zuständige Sachbearbeiter: SU Meyer)

Ausstellung verlängert bis zum 15. Oktober 2017

 

https://www.hdg.de/zeitgeschichtliches-forum/ausstellungen/ab-morgen-kameraden-armee-der-einheit/

Beim Militär gibt es für fast alles eine Vorschrift – doch was passiert, wenn eine Armee ehemals gegnerische Streitkräfte zusammenführen soll? Die deutsche Wiedervereinigung löst 1989/90 diesen historisch einmaligen Vorgang aus. Gemäß dem Zwei-plus-Vier-Vertrag bleibt die Bundesrepublik Mitglied der NATO. Die DDR muss ihre Streitkraft, die Nationale Volksarmee (NVA), auflösen. Die Bundeswehr nimmt rund 11.000 Soldaten und Offiziere der DDR auf.

Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

Während des Kalten Kriegs stehen sich die hochgerüsteten deutschen Streitkräfte noch feindlich gegenüber. In unserer Ausstellung erfahren Sie, welchen Stellenwert das Militär in den beiden deutschen Staaten besitzt und welche Rolle die NVA beim Untergang des SED-Regimes spielt.


Seit der Wiedervereinigung steht die “Armee der Einheit” vor neuen Herausforderungen. Unsere Ausstellung ruft die emotional geführte Debatte um den Einsatz im Kosovo 1999 in Erinnerung und veranschaulicht, in welchen Regionen der Welt die Bundeswehr mittlerweile stationiert war und ist.
Persönliche Eindrücke und Objekte von Zeitzeugen verdeutlichen, wie die Zusammenführung zweier ehemals verfeindeter Armeen gelingt. Warum entscheiden sich Soldatinnen und Soldaten aus Ostdeutschland dazu, sich dem ehemaligen “Klassenfeind” anzuschließen? Wie werden Feindbilder und Vorbehalte überwunden? Und wie blicken die Deutschen auf die neue Rolle der “Armee der Einheit”?

Eine Pionierkameradschaft meldet sich ab

Am 22.04.2017, dem „9.Tag der Ulmer Pioniere“ wurde entschieden, den bisherigen 1. und 2. Vorstand zu beauftragen, die rechtliche Auflösung der Kameradschaft im 111. Jahr des Bestehens zu vollziehen.


Zunächst fand noch einmal das Schießen um die Königskette im Schützenheim der Ulmer Schützengilde statt. Schützenkönig 2017 wurde Kamerad Steven Keller aus Landshut, den 2. Platz errang der 1.Vorsitzende Kamerad Bernd Rüsch (Mitte) vor dem drittplatzierten Kamerad Karlheinz Mehling.

Dann wurde in der beschlussfähigen Hauptversammlung einstimmig mit ja für die Auflösung gestimmt.
Es war keine Überraschung – viele Jahre vorher hatte man immer wieder nach Kameraden gesucht, die ein Vorstandsamt übernehmen wollten. Vergebens. Immer weniger Kameraden nahmen also mehr Aufgaben auf sich, dem Alter war allmählich Tribut zu zahlen – irgendwann musste der Zeitpunkt kommen, dass sich kein geschäftsfähiger Vorstand mehr fand.
Hinzu war eine massive Änderung der Verhältnisse eingetreten, als die Kameradschaft im Herbst 2015 wie andere auch ihr Heim für die Flüchtlinge quasi „über Nacht“ räumen musste.
Das traf den treuen Kern der Kameradschaft ins Mark.


„Nur noch leere Stühle“:
Teile des Inventars aus dem verlorengegangenen Traditionsraum der Ulmer Pioniere, zur Abgabe in Containern zwischengelagert.

Alle Bemühungen auch seitens der aktiven Pionierkameraden im Ulmer Kommando blieben ohne Erfolg – was sollte oder darf man auch mit einem Traditionsverein in einer Zeit, in der man mit dem Begriff soldatische Tradition so etwas wie ein Minenfeld betritt oder aktuell „political correct“ sich der ministeriellen „Nulllinie“ gegenübersieht.
Wichtige Eckpunkte der Versammlung:
Nach der Begrüßung gedachte man der verstorbenen Kameraden und guten Freunde – die Versammlung erhob sich zu einer Schweigeminute für: Frau Ruth Steiner gest. 27.04.2016, der Witwe unseres 2013 verstorbenen Ehrenmitgliedes Walter, der bei Kriegsende letzter BtlFhr des ehem. PiBtl 5 war. Gottfried Grebenstein (103) (ehem. Pi5/45) gest. Nov.2016, Siegfried Kraiss (60) gest. 14.11.2016, Franz Schaffart (101) (ehem. Pi 5/45) gest. 02.02.2017. Dazu erklang als Trompetensolo vom PC das Lied „Ich hatt` einen Kameraden“.

Im April 2017 hatte die Kameradschaft 54 Mitglieder, dazu noch 2 „alte Kameraden“ der ehemaligen WH-PiBtl 5 und 45.

Jubilare 2016 waren das Ehepaar Tress, das seine Diamantene Hochzeit feierte.
Unser ältestes Mitglied Kam. und ehemaliger KorpsPiKdr Mackowiak wird im September 2017 94 Jahre jung, Kam. Tress ist am 12.3. 87 Jahre geworden, die nächstälteren Kameraden Hans Pomoriski und Erich Hartinger, beide 84, waren anwesend.
Zu den Aktivitäten 2016/April 2017 berichtete der Vorsitzende über die von den Treuesten wahrgenommenen Stammtischterminen (jeder 2. Mittwoch im Monat) im „Barfüßer“ in Neu-Ulm, an denen noch 4 Kameraden, manchmal mit ihren Damen teilnahmen.
Im ehem. Stabsgebäude PiKdo 2 wurden drei Ausschusssitzungen abgehalten.
Im Dez. 2016 war das Jahresabschlussessen.
Allen Unterstützern der Kameradschaft im abgelaufenen Kalenderjahr wurden Jahresdankkarten und den Geburtstagsjubilaren 2017 nochmals individuell gestaltete Karten zugestellt.
Rüsch erinnerte an die Bilderschau an der ehem. Pionierkaserne anlässlich des Ulmer Tages der Festung am 5.6.2016, sowie an die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Pionierehrenmal, umrahmt vom Musikvereins Blaustein mit ihrem neuen Dirigenten Hr. Marek Scheliga. Die Gedenkrede hielt OTL Mohr v. MN KdoOpFü / Abt. CJ MilEng aus Ulm.

Die Telefonaktion des Vorsitzenden, bei 10 Mitgliedern für eine Mitarbeit und somit für einen „Neustart“ der Kameradschaft zu werben, blieb leider ohne Erfolg.
Auch Kontakte mit dem Kdo, dem Standortältesten und dem Unterstützungsverband bzgl. einer „Raumsuche“ brachten leider keinen praktischen Erfolg.

„Die letzten Getreuen“
Nach getaner Arbeit, die Auflösung der materiellen Kameradschaftsausstattung, war auch Zeit für ein geselliges Beisammensein, zu dem Kamerad Rüsch mit Frau eingeladen hatten. Von links: Theresa u. Erich Hartinger, Ingrid Baumann-Rüsch, Christine Euteneuer, Siegfried Ewers mit Frau Margit, Hans Pomoriski mit Frau Veronika u. Bernd Rüsch.
Nicht auf dem Bild (verhindert) die Kameraden Steven Keller und Michael Hanner.
Zum Abschluss konnte Kamerad und Schatzmeister Michael Hanner mit der Goldenen Nadel des Bund Deutscher Pioniere ausgezeichnet werden. In seiner Laudatio begründete der Vorsitzende: Hanner hatte von sich aus und bereitwillig das Amt des Schatzmeisters in der Zeit der Umstellung auf elektronische Bearbeitung (online-Banking und SEPA Lastschriftmandat) übernommen. Er hielt beständig Kontakt zum Vorsitzenden und nahm an den wichtigen Veranstaltungen teil. Er hat sich um die Kameradschaft verdient gemacht.
Nachfolgend eine Übersicht „Ablauf und Stand der Liquidation“:
22.04.2017 ausserord. Hauptversammlung mit Beschluss zur Auflösung der PiKam.
22.05.2017 notarielle Beglaubigung der Unterschrift zur Auflösungsanmeldung beim Registergericht.
02.06.2017 Ablauf der Wartezeit zu Interessensbekundungen der Kameraden an Kameradschaftssachen.
13.06.2017 Trennung der Traditionsausstattung / Inventar der Kameradschaft nach historisch wichtigen Originalen und Vereinsakten zum zunächst weiteren Verbleib bei den Liquidatoren und Vergabe an interessierte Kameraden, Rest frei zur Entsorgung.
28.06.2017 Eintragungsnachricht des Registergerichtes: Der Verein ist aufgelöst, Einsetzung der von der Versammlung bestimmten Liquidatoren.
21.07.2017 Veröffentlichung der Auflösung im württembergischen Staatsanzeiger.
04.08.2017 letzte Räumung der eingelagerten Möbelausstattung bis auf einen Rest als Sperrmüll, da der Container leider nicht regenfest gewesen ist.
Sommer 2018 Der Verein wird aus dem Vereinsregister gelöscht.
Was bleibt:
In der Rückschau und etwas Abstand hat der Verlust des Kameradschaftsheimes den Prozess der Auflösung nur beschleunigt – es steht aktiven Pionierkameraden frei, eine moderne Ulmer Truppenkameradschaft zu bilden – wir „Alten“ melden uns ab.
Anker wirf!
gez. Rüsch
ehem. 1. Vorsitzender und Liquidator

Reffental, 19. August 2017

Die Pionierkameradschaft Speyer lädt zur Feier ihres 25 – jährigen Jubiläums ein

Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich die Pionierkameradschaft Speyer und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in den Hallen des Wasserübungsplatz Reffental ein, um im Rahmen eines Grillfestes das Jubiläum würdig zu begehen.

 

Der Vorsitzende, Oberstabsfeldwebel a.D. Ulrich Arnold, begrüßte die Gäste, den Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Herrn Hansjörg Eger, wie auch den Präsident des Bund Deutscher Pioniere, Herrn Brigadegeneral Franz Pfrengle.

Er berichtete, dass 16 aktive und ehemalige Pioniere die Pionierkameradschaft Speyer Im März 1992 den Grundstein für die heutige Kameradschaft im März 1992 legte. Sie ist inzwischen auf 117 Mitglieder angewachsen. Obwohl mit der Ausserdienststellung des Spezialpionierbataillon 464 die Geschichte Speyers als Garnisonstadt endete, ist es der Pionierkameradschaft gelungen, im Haus der Vereine, einem ehemaligen Kasernengebäude, in dem u.a. französische Pioniere ihr Quartier hatten, eine neue Heimat zu finden.

Als Erinnerung an die in Speyer stationierten Pionierverbände und Einheiten der Bundeswehr wurde von der Pionierkameradschaft ein Gedenkstein gestiftet, der dort einen würdigen Platz gefunden hat.

Der Präsident des BDPi führte in seinem Grußwort aus:
“Speyer kann auf eine lange, aber leider nicht mehr bestehende Zeit als Pioniergarnison zurückblicken. Diese begann im Jahr 1874 mit der Aufstellung des 2. Pionierbataillons Speyer, dem Pionierbataillon des II. Kgl. Bayr. Armeekorps Würzburg. Sie endete nach über 140 Jahren mit der Auflösung des Spezialpionierbataillons 464 im Jahre 2015. Damit war die Zeit, in der Deutsche Pioniere am Rhein stationiert waren, wohl endgültig vorbei.

Ihre sehr aktive Pionierkameradschaft ist aber ein Garant dafür, dass die Rheinpioniere nicht vergessen sind und in Speyer auch nicht vergessen werden.

Ich danke der Pionierkameradschaft Speyer für die in den letzten 25 Jahren geleistete Arbeit für den Bund Deutscher Pioniere. Ich entbiete Ihnen die herzlichsten Geburtstagsgrüße und wünsche weiterhin gutes Gelingen und Gedeihen zum Wohle unserer Pionierfamilie!”

 

 

Bei gutem Wetter, guten Gesprächen unter “alten” Kameraden und guten Speisen und Getränken fand die Feier weiterhin einen würdigen und harmonischen Verlauf.

J.W.

 

 

Minden, 22.06.2017

Im Sommer 1967 traten Offizieranwärter der Pioniertruppe ihren Dienst als Zeit- und Berufssoldaten in den Bataillonen an. 50 Jahre danach 2017 hatten Oberst a. D. Henning Dahmen und ich die Idee, ein Wiedersehen zu organisieren, das nicht nur dazu diente, in Erinnerungen zu schwelgen, sondern auch um zu sehen, was aus uns geworden ist.

Schwierig war es zunächst, die Namen und Adressen wiederzufinden. Das Personalamt der Bundeswehr konnte uns aus Datenschutz nicht helfen. Aber mit noch bestehenden Kontakten und über das Studium von Telefonbüchern im Internet gelang es, 52 Namen mit alten und zum Teil auch neuen Adressen herauszufinden. Einige der ehemaligen Kameraden konnten nicht ermittelt werden, da sie entweder verstorben oder wegen des „Überall-Namens“ (z. B. Müller) nicht auffindbar waren. Schließlich konnten 30 Herren eingeladen werden, von denen aber 15 absagten. Wir hatten auch unsere Hörsaalleiter aus dem Fähnrich-Lehrgang, Oberst a. D. Winter und Oberstleutnant a. D. Meier um Ihr Kommen gebeten, aber leider waren auch sie verhindert.

Getroffen haben wir uns in Minden, weil Henning Dahmen als früherer Kommandeur PiBrig 100 dort noch über ein gutes „Netzwerk“ verfügte.

Es begann in der Herzog-von-Braunschweig-Kaserne am 22.06.2017 um 14:30 Uhr mit Begrüßung und Einweisung bei Kaffee und Kuchen. Mit seinem Vortrag unterwies uns der stellvertretende Kommandeur PzPiBtl 130, OTL Saecker, zum Thema Pioniere heute in der Bundeswehr, was erhebliche Änderungen zu 1967 deutlich machte. Anschließend besichtigten wir die Ausstellung der Traditionsgemeinschaft der Herzog von Braunschweig Kaserne unter der sehr guten Leitung von OStFw Thomas Bitter.

Der Kameradschaftsabend folgte mit einem vorzüglichen gemeinsamen Essen, das erfüllt war mit Gesprächen über alte und neue Zeiten. Ich hatte in meiner Pionier-Dienstzeit viel fotografiert; auch andere hatten Bilder geliefert, sodass mein Diavortrag zu vielen lustigen Zurufen anregte. Es war ein langer und sehr schöner Abend, der Henning und mich in unserem Vorhaben bestätigte.

Am nächsten Morgen trafen wir uns im „alten“ Rathaus und freuten uns über die Begrüßung durch den stellvertretenden Bürgermeister Harald Steinmetz. Oberstleutnant a. D. Fortenbach führte uns dann durch Stadt mit einer Besteigung des Domturmes, sodass wir einen guten Blick über die klassische Festungs- und Pionierstadt Minden hatten.

Am Marktplatz fanden wir nochmals zu einem Essen und zum Gespräch zusammen. Es wurde der Wunsch geäußert, ein solches Jahrgangstreffen zu wiederholen – vielleicht auch in anderen Regionen Deutschlands, damit auch dortige Jahrgangskameraden erreicht werden können. Ich habe mich bereit erklärt, im Jahr 2020 ein Wiedersehen in Hamburg zu organisieren.

Dr. Thomas Palaschewski
Oberstleutnant a. D.

15 Teilnehmer des 6. Offizieranwärter-Jahrgangs der Pioniertruppe
trafen sich in Röbel in Mecklenburg

Seit 1982 treffen sich die Teilnehmer des 6. Offizier Jahrgangs der Pioniertruppe mit ihren Damen aller zwei Jahre irgendwo in Deutschland. In diesem Jahr hat das Treffen die Frau eines verstorbenen Kameraden in ihrer Heimat am Müritz See in Mecklenburg organisiert. Die Tage waren ausgefüllt mit Besichtigungen, einer Schiffsfahrt auf dem Müritz See und der Havel und einem sehr interessante Besuchs des Luftfahrtechnischen Museums in Rechlin und natürlich vielen Diskussionen und Berichten. Wie immer bei solchen Treffen wurden auch viele Erlebnisse aus der Dienstzeit wieder ins Gedächtnis gerufen. Niemand prüfte nach, ob sie sich nun wirklich so zu getragen haben oder ob die Zeit einfach etwas dazu gedichtet hat. Vor 60 Jahren traten die meisten der 63 Offiziersanwärter in die neu aufgestellten Pionierbataillone in Schleswig, Dillingen und Hamburg – Harburg ein. 10 der OA schieden nach ein paar Jahren aus der Bundeswehr aus, um einen anderen Beruf zu ergreifen. Drei von ihnen nehmen auch heute noch an unseren Treffen teil. Nach der Ausbildung in der Truppe und dem Besuch der Offiziersschulen in Hannover und Husum wurden die OA der Pioniertruppe dann in drei Hörsälen an der Pionierschule in München weiter ausgebildet. Der Lehrgruppenkommandeur Lehrgruppe A war Oberst Herzog, der Inspektionschef Major Lüdecke und die drei Hörsaalleiter.

Major Weidemann

Major Wanitzek

und Hauptmann Rakowski
Während der weiteren Dienstzeit über fast vier Jahrzehnte begegnete man sich immer wieder und die Kontakte rissen nie ab. Bei unserem letzten Treffen wurde natürlich auch der 16 Kameraden unseres Jahrgangs gedacht, die nicht mehr unter uns sind. Die meisten der Offiziere des 6.OAJ Pioniere erreichen in diesem und nächsten Jahr das 80. Lebensjahr. So wurde beschlossen, das nächste Treffen findet schon im nächsten Jahr in Potsdam statt und wir hoffen, dass wir uns auch danach noch treffen können.

(bis 2015: “Segelkameradschaft der Pionierschule e.V.”)

Im Jahre 1971, vor 46 Jahren wurde die Segelkameradschaft der Pionierschule gegründet.

In den vom damaligen Schulkommandeur BrigGen Böttcher unterschriebenen Befehlen heißt es u.a.:
„Die Segelgruppe hat den Auftrag, das Fahren auf dem Wasser als außerdienstlichen Sport durchzuführen …“
„Mitglieder der Segelgruppe können sein: alle Angehörigen der Pionierschule/AkHIngBau und PiLehrRgt.“
„Die PiSchule/AkHIngBau stellt der Segelkameradschaft den WÜbPl Percha zur Verfügung …“

Die Segelkameradschaft (abgekürzt: SK) bestand zunächst nur aus Soldaten der Pionierschule und des Pionierlehrregiments. Sie wurde 3 Jahre später ein eingetragener Verein und öffnete sich für zivile Segelinteressenten. Dadurch wuchs und wuchs sie, und als vor einigen Jahren die 300-Mitglieder-Marke überschritten wurde, zog der Vorstand die Notbremse. Seitdem werden nur noch Soldaten und deren Angehörige sowie Familien mit Jugendlichen und Kindern aufgenommen.
Die für jüngere Soldaten (Lehrgangsteilnehmer des AusbZ Pi, Bundeswehrstudenten und Wehrdienstleistende) geltende finanzielle Bevorzugung wurde nochmals erweitert. Und beim jährlichen Segelkurs können zivile Segelinteressenten nur noch im Einzelfall teilnehmen, wenn ein Platz frei ist.

Über den Segelkurs 2017 will ich kurz berichten:
Teilnehmer waren 20 Soldaten vom Fahnenjunker und Stabsunteroffizier bis zum Hauptmann. Die meisten gehörten zur UniBw München. Im Januar begann es mit 5 Theorieabenden an der UniBw. Ende April ging es dann in Percha, wo die Boote der SK liegen, für 8 Tage aufs Wasser des Starnberger Sees.

 

Der Segelkurs lief bei gemischtem Wetter und meist gutem Wind wie immer problemlos, denn bei uns ist auf jedem Boot ein (ehrenamtlicher) Ausbilder für seine zwei Segelschüler zuständig, und bereits nach der Hälfte der Ausbildungstage konnten die Kursteilnehmer die wesentlichen Segelmanöver fahren. Der Rest der Woche diente dem Vertiefen und Erlangen von mehr Sicherheit im Umgang mit den Booten.

Parallel zur Segelausbildung wurde auch auf dem vereinseigenen Motorboot geschult, denn zusätzlich zum Segelschein bekommt bei der SK jeder auch noch den Motorbootschein – oder genau gesagt: den amtlichen Sportbootführerschein (für Segel- und Motorboote auf Binnengewässern). Und dafür fand am letzten Kurstag eine theoretische und praktische Prüfung durch eine Kommission des Deutschen Segler-Verbands statt, bei der alle Kursteilnehmer erfolgreich waren.

Nach der Binnenscheinausbildung können sich die SK-Mitglieder auch für die auf dem Meer gültigen Scheine ausbilden und prüfen lassen – bis zum Sportküstenschifferschein (SKS), mit dem man auch größere Jachten führen kann. Für den SKS ist außer der Theorie allerdings noch eine umfangreiche Segelausbildung auf dem Meer erforderlich. Dazu chartert die Segelkameradschaft entsprechende Jachten und bietet einwöchige Segelausbildungstörns an. Das sind allein in diesem Jahr sieben derartige Törns, an denen 24 Soldaten (überwiegend von der UniBw München) sowie einige zivile SK-Mitglieder teilnehmen.

      Anlegeübungen in einem Yachthafen

Die zur SK gehörenden Kinder und Jugendlichen werden durch unseren sehr engagierten Jugendwart ebenfalls zu guten Seglern ausgebildet und haben ihren Spaß dabei. Und Regatten werden auch durchgeführt – intern oder zusammen mit anderen Segelvereinen. Wenn bei unserer großen Regatta um den Wanderpreis „Pionierpaddel von Percha“ rund 100 Segler anderer Vereine zu uns auf das Bundeswehrgelände kommen und manche junge Leute dabei das erste Mal Kontakt mit Soldaten haben, dann ist das für die Bundeswehr eine gute und kostenlose Werbung.

Zum Abschluss möchte sich der Vorstand der Segelkameradschaft noch bei den Soldaten bedanken, die uns stets kameradschaftlich unterstützen. Das beginnt bei den Tauchern und ihren Vorgesetzten, deren Gelände wir nutzen, und setzt sich durch alle Ebenen des AusbZ Pi bis zum Kommandeur fort, dessen Hilfe wir vor Kurzem dringend benötigten, um Unstimmigkeiten mit dem zuständigen Bundeswehr-Dienstleistungszentrum zu bereinigen.

Klaus op de Hipt
(OTL a.D., im Vorstand u.a. für die jüngeren zur Segelkameradschaft gehörenden Soldaten zuständig)