Die Konversion – (lat. conversio „Umwendung“, „Umkehr“) schreitet auch am ehemaligen Standort Emmerich voran.
Folgende Beiträge stammen vom 1. Vorsitzenden, Oberstleutnant a.D., Joachim Sigmund des Traditionsverband ehemaliger Emmericher Pioniere e.V.

Ehemalige Moritz-von-Nassau-Kaserne:

Der Konversionsprozess ist im zehnten Jahr nach dem Ausmarsch der ehemaligen Emmericher Pionier voll im Gange. Die Adresse Nollenburger Weg gibt es nicht mehr. Wer heute die alte Kaserne in seinem Navi sucht, gibt als neue Adresse die Moritz-von-Nassau-Straße ein. Der neue Straßenname geht auf die Initiative der ehemaligen Emmericher Pioniere zurück, die im Geschichtsverein und Stadtrat großen Anklang fand. Der 1. Abschnitt eines großen Gesundheitsparks ist seit diesem Jahr im vollen Gang. Er soll nächstes Jahr in Betrieb gehen. Ein neuer Aldi-Markt entsteht in Kürze vor dem Kasernenzaun. Ein AWO-Kindergarten hat nach den Sommerferien in einem ersten Schritt zweizügig den Betrieb aufgenommen.

Ein Ausbau auf einen fünfzügigen Kindergarten soll kommen. Die Deutsche Reihenhaus AG will als Investor ab 2019 ein Vielfaches an Wohneigentum am Westrand der alten Kaserne schaffen. Dazu muss der Bebauungsplan aus dem Jahr 2016 geändert werden. Die ehemaligen Emmericher Pioniere halten an der Realisierung einer Erinnerungstafel in ihrer alten militärischen Liegenschaft. Sie sind dazu im Gespräch mit dem Projektentwickler, der das Projekt unterstützen möchte.

 

Foto privat: Turm des Heizgebäudes vor der Sprengung. Ein Video von der Sprengung findet man auf der Facebook-Seite der ehemaligen Pioniere.

 

 

 

 

Ehemaliger Pionierübungsplatz in Dornick:

Eigentümer des ehemaligen Pioniergeländes ist seit dem Jahr 2018 eine Dornicker Interessengemeinschaft (IG). Hinter dem Deich soll für bauwillige Dornicker eine kleine Wohnsiedlung mit 10 bis 12 Baugrundstücken entstehen. Bei knapp 450 Einwohnern ist das schon was. Zurzeit wird der Bebauungsplan erarbeitet. Wenn nicht zu viele Einwände kommen, könnte es im Jahr 2019 auch hier losgehen. Das Gebäude am Deich darf jedoch nicht abgerissen werden. Wir ehemaligen Emmericher Pioniere freuen uns, dass endlich eine gute Lösung nach der Aufgabe des Pionierstandortes zum Wohle der Bürger in Dornick ans Laufen kommt. Der Traditionsverband ist mit der Dornicker IG im Gespräch und Austausch, damit die Erinnerungen an die großartige ehemalige Wirkungsstätte der Rheinpioniere in Emmerich nicht vergessen werden.

Foto: Thorsten Lindekamp / FUNKE FotoServices

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Am 30. September 2018 trafen sich die Mitglieder des Traditionsverbandes der ehemaligen Emmericher Pioniere e.V. mit Ihren Partnern zur Stadtführung am Touristik Information Center der Stadt Emmerich am Rhein.

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Joachim Sigmund begann die historische Stadtführung, Lustwandeln mit dem „schönen Käthchen“ auf den Pfaden der Sinnlichkeit ein. Uns wurde ein amouröser Sittenspiegel durch das Jahrhundert über verbotene Leidenschaft, Verirrungen und Strafen, als auch über Keuschheitsgürtet, spezielle Nachtgewänder und „Kathedralen des Fleisches“ vorgehalten.

Der Rundgang mit der sachkundigen Stadtführerin in Person und Gewandung des „schönen Käthchens“ war für alle Pioniere ein origineller-kurzweiliger Spiegel unerhörter Sehnsüchte und Liebesauffassungen als „Grenzüberschreitungen“ der anderen Art. Das schöne Käthchen hat es geschafft die informativ und mit viel „Herzblut“ und „Anekdoten“ an den historischen Orten der Stadt gespickte Führung nie langweilig und uninteressant werden zu lassen. Nach der 90 minütigen Führung und dem Schlusswort des „schönen Käthchens“ am Touristik Information Center endete der Ausflug in die Historie unserer ehemaligen Garnisonsstadt.

Das schöne Käthchen

Die ehemaligen Emmericher Pioniere ließen die gelungene Veranstaltung mit einem gemeinsamen Abendessen und der „Manöverkritik“ ausklingen.

Für das kommende Ausbildungsjahr 2019 plant der Vorstand derzeit weitere interessante Events und trifft derzeit Einzelabsprachen.

Als absolute „Leuchtturmveranstaltung“ für 2019 planen die ehemaligen Emmericher Pioniere .V. ein „Wiedersehn Treffen der Pioniere“ am Samstag, den 22.06.2019 aus Anlass des „Einzugs der Pioniere in die Stadt Emmerich“ vor 50 Jahren.

 

Text: Rolf Wickermann
Bild: Traditionsverband ehem. Emmericher Pioniere e.V.

Traditionsverband der ehemaligen Emmericher Pioniere e.V.

 

Am 22.06.2018 begrüßte der 2. Vorsitzende des Traditionsverbandes der ehemaligen Emmericher Pioniere e.V., Rolf Koos, eine starke Mannschaft zum erstmalig gespielten Golfturner auf der Mini Golf Anlage in HOCH ELTEN.

Nach der Einweisung der Teilnehmer durch den verantwortlichen „Caddie“ für das Golfturnier, Mitglied Rolf Wickermann, in die Spielregeln und die 18ner Platzrunde spielten die Golfer -immer als Paar- die 18 Bahnen bei guten Wetterbedingungen durch. 120 Minuten weiter, nachdem die Pioniere den Ball ein geputtet hatten und die Spielbögen ausgewertet waren wurden der Sieger und die weiteren Platzierten durch Rolf Wickermann geehrt.

1. Sieger:      Rolf Koos
2. Sieger:      Ricarda Koos
3. Sieger:      Peter Niebergall

von links nach rechts: Ricarda Koos, Rolf Koos, Peter Niebergall

1. Sieger Rolf Koos wurde ein Golfschläger mit Gravur überreicht. Der 2. Sieger und die 3. Siegerin erhielt jeweils eine Urkunde zur Erinnerung an das Golfturnier.

Nach der Siegerehrung auf der Golfanlage kehrten die Golfer in das „MühlenBistro ELTEN“ ein.
In geselliger, launiger Runde bei Kaffee und Kuchen aber auch „isotonischen Erfrischungsgetränken“ fand das 1. Mini Golf Turnier des Traditionsverbandes der ehemaligen Emmericher Pioniere einen schönen Abschluss.

 

23. August 2018

Text: Rolf Wickermann, Schriftführer
Bild: Traditionsverband Emmericher Pioniere e.V.

 

Emmerich am Rhein, 30. April 2018 Pressebericht

„Treffsichere Pioniere im Jahr 2018“

Der Vorsitzende des Vereins der ehemaligen Emmericher Pioniere, Joachim Sigmund, begrüßte eine gut aufgestellte „Schießende Abteilung“ zum spannenden Schießwettkampf im Vereinsheim der St. Antonius Schützen Vrasselt. Bei getrennter Wertung zwischen den Damen und Herren des Vereins wurde bei 50 Meter Entfernung mit dem Kleinkalibergewehr stehend aufgelegt auf eine 10er Ringscheibe geschossen. Der Schießmeister der St. Antonius Schützen, Thomas Clausmann ließ es sich nicht nehmen, das vom Vorstandsmitglied Jochen Laqua gut vorbereitete 9. Wanderpokalschießen persönlich auf dem Schießstand im Haus Slütter zu leiten. Nach jeweils drei Probeschüssen ging es in einen hoch konzentrierten Schießwettkampf, den Ralf Krause nach drei Wertungsschüssen und einem notwendigen Stechschießen mit Joachim Sigmund, 2. Platz und vor Jochen Laqua, 3. Platz für sich entscheiden konnte.

Den Damenwanderpokal nahm in diesem Jahr Gesa Grandjean vor Elke Albrecht, 2. Platz und Ira Sigmund, 3. Platz entgegen. Den Sonderpokal „Letzter Pionier“ durfte wie im Vorjahr der Schriftführer Rolf Wickermann nach Hause tragen. Alle Teilnehmer freuten sich über einen schönen Abend, der bei gemeinsamem Grillen und guten Gesprächen in entspannter Atmosphäre auf dem Schießstand ausklang.

Dem Schießmeister der St. Antonius Schützen, dankte Joachim Sigmund für die professionelle Leitung und den gelungenen Ablauf des Schießens, Uschi und Jochen Laqua für die gute Vorbereitung, Organisation und Gestaltung dieser sich jährlich wiederholenden Veranstaltung der ehemaligen Emmericher Pioniere in Vrasselt.

Das Foto zeigt von links nach rechts: Joachim Sigmund, Thomas Clausmann und Rolf Wickermann

gez. Rolf Wickermann, Schriftführer www.emmericherpioniere.de

Rundbrief 2017 der Kölner Pioniere

(zum download bitte anklicken)

Die Termine 2018:

Mitgliederjahresversammlung:             07. März 2018

im Anschluss: Außerordentliche Mitgliederversammlung zur Auflösung des Vereins

Exkursion:                                                 Mai / Juni 2018

Bayerisches Abendessen:                      26. September 2018

Großes Treffen:                                        06. Oktober 2018

Adventskaffee:                                          05. Dezember 2018

Pionierkameradschaft INGOLSTADT

Auch am diesjährigen Volkstrauertag veranstaltete die Pionierkameradschaft Ingolstadt eine Gedenkfeier am Pionierehrenmal im Klenzepark.

Mit Unterstützung des Hauptamtes der Stadt Ingolstadt bei der Vorbereitung und mit aktiver Beteiligung der Ingolstädter Pioniertruppenteile konnte eine würdige Trauerfeier für die Toten der Weltkriege gestaltet werden.

Aufstellung nahmen neben dem Ehrenmal die Fahnenabordnungen der Pionierkameradschaft und der Reservistenkameradschaft Ingolstadt.

Ehrenformation

Nach dem Einmarsch der Ehrenformation erinnerte der Vorsitzende der Pionierkameradschaft in seiner Ansprache an die Schlacht von Stalingrad, bei der vor 75 Jahren mehr als 500.000 Menschen ums Leben gekommen sind. Im Totengedenken wurde nicht nur der Opfer der beiden Weltkriege, sondern auch der beiden Ingolstädter Soldaten gedacht, die am 15. April 2010 in Afghanistan in Ausübung ihres Dienstes gefallen sind.

 

 

 

Kranzniederlegung

Nach den Gedenkreden des Bürgermeisters der Stadt Ingolstadt, Albert Wittmann und des Standortältesten Oberst Jörg Busch legten Pionierkameradschaft, Stadt und Bundeswehr jeweils einen Kranz am Pionierehrenmal nieder. Alle Anwesenden gedachten der Opfer beim Lied vom „Guten Kameraden“.

 

Nach dem Ausmarsch der Ehrenformation war die Gedenkfeier beendet und viele Teilnehmer nahmen anschließend an der Gedenkfeier der Stadt Ingolstadt im Luitpoltpark teil.

 

 

Bürgermeister Wittmann

Oberst Busch

 

 Text: Peter Metzger

Fotos: Walter Tauschek

 

 

 

 

Eine Pionierkameradschaft meldet sich ab

Am 22.04.2017, dem „9.Tag der Ulmer Pioniere“ wurde entschieden, den bisherigen 1. und 2. Vorstand zu beauftragen, die rechtliche Auflösung der Kameradschaft im 111. Jahr des Bestehens zu vollziehen.


Zunächst fand noch einmal das Schießen um die Königskette im Schützenheim der Ulmer Schützengilde statt. Schützenkönig 2017 wurde Kamerad Steven Keller aus Landshut, den 2. Platz errang der 1.Vorsitzende Kamerad Bernd Rüsch (Mitte) vor dem drittplatzierten Kamerad Karlheinz Mehling.

Dann wurde in der beschlussfähigen Hauptversammlung einstimmig mit ja für die Auflösung gestimmt.
Es war keine Überraschung – viele Jahre vorher hatte man immer wieder nach Kameraden gesucht, die ein Vorstandsamt übernehmen wollten. Vergebens. Immer weniger Kameraden nahmen also mehr Aufgaben auf sich, dem Alter war allmählich Tribut zu zahlen – irgendwann musste der Zeitpunkt kommen, dass sich kein geschäftsfähiger Vorstand mehr fand.
Hinzu war eine massive Änderung der Verhältnisse eingetreten, als die Kameradschaft im Herbst 2015 wie andere auch ihr Heim für die Flüchtlinge quasi „über Nacht“ räumen musste.
Das traf den treuen Kern der Kameradschaft ins Mark.


„Nur noch leere Stühle“:
Teile des Inventars aus dem verlorengegangenen Traditionsraum der Ulmer Pioniere, zur Abgabe in Containern zwischengelagert.

Alle Bemühungen auch seitens der aktiven Pionierkameraden im Ulmer Kommando blieben ohne Erfolg – was sollte oder darf man auch mit einem Traditionsverein in einer Zeit, in der man mit dem Begriff soldatische Tradition so etwas wie ein Minenfeld betritt oder aktuell „political correct“ sich der ministeriellen „Nulllinie“ gegenübersieht.
Wichtige Eckpunkte der Versammlung:
Nach der Begrüßung gedachte man der verstorbenen Kameraden und guten Freunde – die Versammlung erhob sich zu einer Schweigeminute für: Frau Ruth Steiner gest. 27.04.2016, der Witwe unseres 2013 verstorbenen Ehrenmitgliedes Walter, der bei Kriegsende letzter BtlFhr des ehem. PiBtl 5 war. Gottfried Grebenstein (103) (ehem. Pi5/45) gest. Nov.2016, Siegfried Kraiss (60) gest. 14.11.2016, Franz Schaffart (101) (ehem. Pi 5/45) gest. 02.02.2017. Dazu erklang als Trompetensolo vom PC das Lied „Ich hatt` einen Kameraden“.

Im April 2017 hatte die Kameradschaft 54 Mitglieder, dazu noch 2 „alte Kameraden“ der ehemaligen WH-PiBtl 5 und 45.

Jubilare 2016 waren das Ehepaar Tress, das seine Diamantene Hochzeit feierte.
Unser ältestes Mitglied Kam. und ehemaliger KorpsPiKdr Mackowiak wird im September 2017 94 Jahre jung, Kam. Tress ist am 12.3. 87 Jahre geworden, die nächstälteren Kameraden Hans Pomoriski und Erich Hartinger, beide 84, waren anwesend.
Zu den Aktivitäten 2016/April 2017 berichtete der Vorsitzende über die von den Treuesten wahrgenommenen Stammtischterminen (jeder 2. Mittwoch im Monat) im „Barfüßer“ in Neu-Ulm, an denen noch 4 Kameraden, manchmal mit ihren Damen teilnahmen.
Im ehem. Stabsgebäude PiKdo 2 wurden drei Ausschusssitzungen abgehalten.
Im Dez. 2016 war das Jahresabschlussessen.
Allen Unterstützern der Kameradschaft im abgelaufenen Kalenderjahr wurden Jahresdankkarten und den Geburtstagsjubilaren 2017 nochmals individuell gestaltete Karten zugestellt.
Rüsch erinnerte an die Bilderschau an der ehem. Pionierkaserne anlässlich des Ulmer Tages der Festung am 5.6.2016, sowie an die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Pionierehrenmal, umrahmt vom Musikvereins Blaustein mit ihrem neuen Dirigenten Hr. Marek Scheliga. Die Gedenkrede hielt OTL Mohr v. MN KdoOpFü / Abt. CJ MilEng aus Ulm.

Die Telefonaktion des Vorsitzenden, bei 10 Mitgliedern für eine Mitarbeit und somit für einen „Neustart“ der Kameradschaft zu werben, blieb leider ohne Erfolg.
Auch Kontakte mit dem Kdo, dem Standortältesten und dem Unterstützungsverband bzgl. einer „Raumsuche“ brachten leider keinen praktischen Erfolg.

„Die letzten Getreuen“
Nach getaner Arbeit, die Auflösung der materiellen Kameradschaftsausstattung, war auch Zeit für ein geselliges Beisammensein, zu dem Kamerad Rüsch mit Frau eingeladen hatten. Von links: Theresa u. Erich Hartinger, Ingrid Baumann-Rüsch, Christine Euteneuer, Siegfried Ewers mit Frau Margit, Hans Pomoriski mit Frau Veronika u. Bernd Rüsch.
Nicht auf dem Bild (verhindert) die Kameraden Steven Keller und Michael Hanner.
Zum Abschluss konnte Kamerad und Schatzmeister Michael Hanner mit der Goldenen Nadel des Bund Deutscher Pioniere ausgezeichnet werden. In seiner Laudatio begründete der Vorsitzende: Hanner hatte von sich aus und bereitwillig das Amt des Schatzmeisters in der Zeit der Umstellung auf elektronische Bearbeitung (online-Banking und SEPA Lastschriftmandat) übernommen. Er hielt beständig Kontakt zum Vorsitzenden und nahm an den wichtigen Veranstaltungen teil. Er hat sich um die Kameradschaft verdient gemacht.
Nachfolgend eine Übersicht „Ablauf und Stand der Liquidation“:
22.04.2017 ausserord. Hauptversammlung mit Beschluss zur Auflösung der PiKam.
22.05.2017 notarielle Beglaubigung der Unterschrift zur Auflösungsanmeldung beim Registergericht.
02.06.2017 Ablauf der Wartezeit zu Interessensbekundungen der Kameraden an Kameradschaftssachen.
13.06.2017 Trennung der Traditionsausstattung / Inventar der Kameradschaft nach historisch wichtigen Originalen und Vereinsakten zum zunächst weiteren Verbleib bei den Liquidatoren und Vergabe an interessierte Kameraden, Rest frei zur Entsorgung.
28.06.2017 Eintragungsnachricht des Registergerichtes: Der Verein ist aufgelöst, Einsetzung der von der Versammlung bestimmten Liquidatoren.
21.07.2017 Veröffentlichung der Auflösung im württembergischen Staatsanzeiger.
04.08.2017 letzte Räumung der eingelagerten Möbelausstattung bis auf einen Rest als Sperrmüll, da der Container leider nicht regenfest gewesen ist.
Sommer 2018 Der Verein wird aus dem Vereinsregister gelöscht.
Was bleibt:
In der Rückschau und etwas Abstand hat der Verlust des Kameradschaftsheimes den Prozess der Auflösung nur beschleunigt – es steht aktiven Pionierkameraden frei, eine moderne Ulmer Truppenkameradschaft zu bilden – wir „Alten“ melden uns ab.
Anker wirf!
gez. Rüsch
ehem. 1. Vorsitzender und Liquidator

Reffental, 19. August 2017

Die Pionierkameradschaft Speyer lädt zur Feier ihres 25 – jährigen Jubiläums ein

Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich die Pionierkameradschaft Speyer und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in den Hallen des Wasserübungsplatz Reffental ein, um im Rahmen eines Grillfestes das Jubiläum würdig zu begehen.

 

Der Vorsitzende, Oberstabsfeldwebel a.D. Ulrich Arnold, begrüßte die Gäste, den Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Herrn Hansjörg Eger, wie auch den Präsident des Bund Deutscher Pioniere, Herrn Brigadegeneral Franz Pfrengle.

Er berichtete, dass 16 aktive und ehemalige Pioniere die Pionierkameradschaft Speyer Im März 1992 den Grundstein für die heutige Kameradschaft im März 1992 legte. Sie ist inzwischen auf 117 Mitglieder angewachsen. Obwohl mit der Ausserdienststellung des Spezialpionierbataillon 464 die Geschichte Speyers als Garnisonstadt endete, ist es der Pionierkameradschaft gelungen, im Haus der Vereine, einem ehemaligen Kasernengebäude, in dem u.a. französische Pioniere ihr Quartier hatten, eine neue Heimat zu finden.

Als Erinnerung an die in Speyer stationierten Pionierverbände und Einheiten der Bundeswehr wurde von der Pionierkameradschaft ein Gedenkstein gestiftet, der dort einen würdigen Platz gefunden hat.

Der Präsident des BDPi führte in seinem Grußwort aus:
“Speyer kann auf eine lange, aber leider nicht mehr bestehende Zeit als Pioniergarnison zurückblicken. Diese begann im Jahr 1874 mit der Aufstellung des 2. Pionierbataillons Speyer, dem Pionierbataillon des II. Kgl. Bayr. Armeekorps Würzburg. Sie endete nach über 140 Jahren mit der Auflösung des Spezialpionierbataillons 464 im Jahre 2015. Damit war die Zeit, in der Deutsche Pioniere am Rhein stationiert waren, wohl endgültig vorbei.

Ihre sehr aktive Pionierkameradschaft ist aber ein Garant dafür, dass die Rheinpioniere nicht vergessen sind und in Speyer auch nicht vergessen werden.

Ich danke der Pionierkameradschaft Speyer für die in den letzten 25 Jahren geleistete Arbeit für den Bund Deutscher Pioniere. Ich entbiete Ihnen die herzlichsten Geburtstagsgrüße und wünsche weiterhin gutes Gelingen und Gedeihen zum Wohle unserer Pionierfamilie!”

 

 

Bei gutem Wetter, guten Gesprächen unter “alten” Kameraden und guten Speisen und Getränken fand die Feier weiterhin einen würdigen und harmonischen Verlauf.

J.W.

 

 

Im Juli standen zwei besondere Vorhaben auf dem Veranstaltungsprogramm der Pionierkameradschaft Ingolstadt:

Anfang Juli führte die Kameradschaft eine Tagesfahrt nach München durch. Um 09.00 Uhr trafen sich 37 angemeldete Mitglieder im Casino auf der Schanz, um den Ausflug mit einem Weißwurstfrühstück zu beginnen.
So gestärkt für das Besichtigungsprogramm fuhren wir mit dem Bus nach München zum St. Jakobs-Platz. Dort stand eine Führung durch die Ohel-Jakob-Synagoge auf dem Programm. Unsere Führerin, ein Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde, führte in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in München ein, erläuterte die Architektur der Synagoge sowie die Bräuche und Traditionen des jüdischen Glaubens.

Durch den Gang der Erinnerung erreichte die Gruppe die Synagoge. Hier beantwortete die Führerin die Fragen aus der Gruppe, so dass der Ablauf eines Gottesdienstes erklärt und rituelle Objekte der jüdischen Religionspraxis vorgestellt wurden.
Nach kurzer Fahrt wurde Schloss Nymphenburg erreicht. Dort erwarteten uns bereits die Führer. Aufgeteilt in 2 Gruppen wurden der Garten und das Schloss mit Schönheitsgalerie besichtigt.
Die Führer geleiten die Gruppen zunächst in den Steinernen Saal, das Festzimmer des Schlosses mit dem aufwendigen Deckenfresko, das der zur Göttin gewordenen Nymphe Flora huldigt. Aus den großen Fenstern konnte der Blick in den Park schweifen, wo sich die Herrschaft für gewöhnlich prächtig verlustiert.
Zu den in den Gemächern der Herrschaft ausgestellten Bildnissen wusste der Führer teils kuriose Geschichte zu erzählen. Feinste Tapisserien, Paravents und Chinoiserien, edles Luxusmobiliar, aufwendige Stuckarbeiten und teure Gemälde säumen unseren weiteren Weg durch das Schloss.
Im Schlafgemach der gnädigen Königin Caroline ist das edle Bett der Herrin aus exotischem Mahagoni-Holz zu sehen, in dem Ludwig II., der sagenumwobene Märchenkönig, das Tageslicht erblickte.
Schließlich können wir noch in der Schönheitengalerie die Bildnisse von 36 schönen Damen bestaunen. Ludwig I. ließ die Portraits seiner Liebschaften von seinem Hofmaler von 1827 – 1850 malen. Darunter auch die berühmt-berüchtigte “spanische” Tänzerin Lola Montez, die der Grund für die Abdankung des Königs im Jahre 1848 war.
Ein kurzer Gang durch den Schlosspark mit seinem Kanalsystem und dem Jagdschlösschen Amalienburg rundete den Besuch ab.

Nach diesen vielen Eindrücken kam der abschließende Besuch eines Biergartens gerade recht. In der Hirschau stärkten wir uns bei Bier und guten Essen.

In der letzten Juliwoche wurde das Treffen mit unserer Patenkameradschaft aus Salzburg durchgeführt:
Seit 1988 besteht die Patenschaft mit der „Kameradschaft Pioniere und Sappeure“ aus Salzburg. Zum festen Programm in der Gestaltung der Patenschaft ist ein Treffen von Mitgliedern beider Kameradschaften im Zweijahresrhythmus geworden.
In diesem Jahr wurde die Veranstaltung durch die Ingolstädter ausgerichtet. Das Organisationsteam hatte sich den Starnberger See und dessen Umgebung als Ziel ausgesucht.

So trafen sich beide Reisegruppen gegen 10.00 Uhr zunächst am Kloster Benediktbeuern. Nach einem kurzen Hallo und der Begrüßung durch den Vorsitzenden Peter Metzger warteten auch bereits die Klosterführer auf uns. In zwei Gruppen lernten wir die Entstehungsgeschichte des Klosters kennen, welches bereits 725 gegründet wurde. Es erlebte eine wechselvolle Geschichte einschließlich der Zerstörung des zentralen Klostergebäudes durch einen Brand im Jahre 1490. Vom Jahre 1669 an entstand die barocke Klosteranlage, an der bedeutendste Künstler jener Zeit mitwirkten. 1803 wurde die tausendjährige Tätigkeit der Benediktiner durch die Säkularisation beendet. Im Jahr 1930 erwarb die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Bosco die Klosteranlage und bewahrt bis heute die Gebäude vor dem Verfall. Es entwickelte sich ein Zentrum religiöser Bildung, Wissenschaft und Erziehung mit zwei Hochschulen.
Nach den Mittagessen im Klosterbräustüberl verlegten wir nach Percha am Starnberger See. Dort ist das Taucherausbildungszentrum des Ausbildungszentrums Pioniere beheimatet.
Am Taucherausbildungszentrum werden die Taucher der Pioniertruppe in Laufbahn- und Verwendungslehrgängen ausgebildet. Zudem kommen die Tauchergruppen der Pioniertruppe ebenso wie Taucher ziviler Einrichtungen regelmäßig nach Percha.
Bei durchwachsenem Wetter starteten wir zu einer 3-stündigen Fahrt über den Starnberger See mit einer der beiden Taucherfähren. Der Fährenführer, der Taucher-Ausbildungsfeldwebel ist, erläuterte die Aufgaben des Zentrums, das Aufgabenspektrum der Pioniertaucher und Ausbildungsinhalte des diversen Lehrgänge.
Natürlich konnte auch die herrliche Landschaft rund um den See bewundert werden, manch einer suchte sich heimlich sein Wunschdomizil am Ufer aus. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer Interessantes zur Geschichte, u.a. zum „Kini“ und zu „Sissi“.

Viel zu schnell war die Zeit vergangen. Nach Rückkehr in den Hafen galt es Abschied zu nehmen. Unsere österreichischen Freunde bedankten sich mit einem Paddel, dessen Beschriftung an das Treffen erinnert.
Text: Peter Metzger
Fotos: Walter Tauschek