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PiKam Ingolstadt – Vorhaben 1.Hj 2026

Aktivitäten der Pionierkameradschaft Ingolstadt im 1. Halbjahr 2026
Mitgliederversammlung

Turnusgemäß fand Ende Januar die Mitgliederversammlung mit Bestätigung des bisherigen Vorstandes im Amt statt.
Der Vorsitzende, Oberstleutnant a.D. Peter Metzger ließ das Vereinsjahr in Wort und Bild Revue passieren. Er erinnerte u.a. an die Führung durch die „Dokumentation 200 Jahre Feuerwehrwesen Ingolstadt“, das Patenschaftstreffen mit der Salzburger Kameradschaft Pioniere und Sappeure, das Grillfest, ein Spargelessen sowie die Führung im Polizeimuseum. Bei der Vorweihnachtsfeier konnten 9 Mitglieder für langjährige Treue zur Kameradschaft mit Ehrennadeln ausgezeichnet werden. Die Fahnenabordnung war bei den Beisetzungen verstorbener Mitglieder, beim Kommandowechsel an der Pionierschule, beim Traditionstag der Salzburger Pioniere sowie bei den Gedenkfeiern der Kameradschaft und der Stadt Ingolstadt am Volkstrauertag vertreten. Die Mitgliederzahl ist seit einigen Jahren fallend, der Altersschnitt dagegen steigend. Leider sind nur 4 aktive Soldaten Mitglied. Kassenwart Stabsfeldwebel a.D. Alex Steinig berichtete von soliden Finanzen. Für die Kriegsgräberfürsorge wurden 244 € gespendet.
Nachdem der Vorstand durch die Versammlung für das zurückliegende Jahr entlastet worden war, wurde der alte Vorstand einstimmig im Amt bestätigt: Peter Metzger als Vorsitzender, Oberstleutnant Andreas Rüger als 2. Vorsitzender, Oberstabsfeldwebel a.D. Torsten Hoffmann als Schriftführer und Alex Steinig als Kassier. Zum Abschluss der Versammlung gab der Vorsitzende einen Ausblick auf das Programm für 2026. Ein besonderes Vorhaben ist das für Juli geplante Grillfest, das wiederum mit einem Treffen ehemaliger Angehöriger der Ingolstädter Pionierverbände verbunden wird.

Bild 1: der neue(alte) Vorstand
Vortrag des Kommandeurs der Pionierschule

Ende Februar begrüßte der 1. Vorsitzende, Oberstleutnant a.D. Peter Metzger 22 Teilnehmer zum Vortrag des Kommandeurs der Pionierschule, Brigadegeneral Christian Friedl. Unter den Anwesenden war neben 3 ehemaligen Bataillonskommandeuren am Standort Ingolstadt auch Brigadegeneral a.D. Wolfgang Krippl, einer der Vorgänger von Christian Friedl und Mitglied unserer Kameradschaft. Peter Metzger stellte die kritische Eingangsfrage danach, ob denn die politisch verkündete Zeitenwende auch an der Pionierschule angekommen sei.
Diese Frage griff Brigadegeneral Friedl sofort zu Beginn seines Vortrags auf und beantwortete diese mit einem klaren: „Wir sind mittendrin, mittendrin!“. Im Weiteren ging er auf folgende Aspekte ein:
Neuerungen Strukturen – Neuerungen Ausbildung – Aufwuchs – Aspekte der Weiterentwicklung.
Zur Zukunft könne er noch nicht viel sagen, stellte er voran. Bekanntermaßen soll die Bundeswehr um rund 75.000 Soldaten und Soldatinnen, von 185.000 auf 260.000, aufwachsen. Wie diese zusätzlichen Dienstposten aber verteilt würden, wie viele das Heer bekommen werde und wie viele davon dann die Pioniertruppe, das stehe noch nicht fest. Diese Planungen sind noch im Prozess. Da u.a. Artillerie und Flugabwehr stark aufwachsen bzw. neu aufgestellt werden sollen, muss abgewartet werden, was im Heer dann für eine personelle Verstärkung der Pioniertruppe bleibt.
Er stellte in Kürze einige Parameter vor, die u.a. Einfluss auf die Planungen der Pionierunterstützung im Heer haben. Die russische Armee z.B. sichert gewonnenes Terrain sehr schnell durch ein tiefes Stellungs- und Sperrsystem. Drohnen und Antipersonenminen spielen z.B. eine große Rolle für den Erfolg der ukrainischen Streitkräfte. Welche Pionierverbände und Pioniereinheiten gibt es in Zukunft auf Divisions- und Brigadeebene. Interessant die Aufstellung der Panzerpionierkompanie 45, die Pioniereinheit der Panzerbrigade 45, die bereits jetzt schon in Litauen stationiert ist. Die Pionierkomponente wird am Standort Holzminden aufgestellt und nach Aufstellung komplett nach Rukla in Litauen verlegt und dort dauerhaft stationiert.
Die künftige Gliederung der Pionierschule birgt keine großen Überraschungen oder Neuerungen, außer dass die zivile Ausbildung zum Maurer- und Stahlbetonbauergesellen für Unteroffiziere ohne Portepee ohne einen Bauhauptberuf wegfallen soll. Und vollkommen neu der Begriff der „Kriegsschule“. Die Struktur und der Auftrag der Pionierschule würden sich in einem Kriegsfall verändern. Es käme u.a. der Auftrag von Grundausbildung und Spezialgrundausbildung hinzu. Ein Gutteil der Ausbildung würde an die jeweilige Lage angepasst und gestrafft.
Zur Infrastruktur: Insgesamt 4 Unterkunftsgebäude werden in den kommenden Jahren in der Pionierkaserne auf der Schanz neu gebaut, auf dem Pionierübungsplatz Land/Wasser an der Donau eine Reihe an Hallen und Freiflächen zusätzlich geschaffen.
Die Ausbildung wird, von der Taktikausbildung angefangen, an die aktuelle Lage angepasst. Das Gelände für die Taktikausbildung wurde neu ausgesucht, soll dem in einem potenziellen Einsatzraum im Baltikum vergleichbar sein und liegt daher in der Region um Schrobenhausen bis Friedberg bei Augsburg. In der Offiziersausbildung steht das Führen eines Panzerpionierzuges im Schwerpunkt, der Feldwebel soll die Panzerpioniergruppe führen und wieder über die Fähigkeit verfügen Sperren zu öffnen und zu überwinden. Ukrainische Ausbilder mit Kriegserfahrung sollen dazu fest integriert werden. Ukrainische Soldaten werden weiterhin an der Pionierschule ausgebildet.
Von einer (endlich) neuen und modernen Pioniergeräteausstattung über den Minenwerfer Skorpion 2, eine neue Panzerabwehrrichtmine, die modernere und modifizierte Panzerabwehrverlegemine DM41, wird es auch einen Aufwuchs mit Schwimmbrückengerät, einer modernisierten Amphibie M3, geben.
Das war nur ein kurzer und unvollständiger Auszug aus dem sehr interessanten Vortrag von Brigadegeneral Friedl. Nach einer anschließenden Fragerunde erhielt er hochverdient großen Applaus und als offizielles Dankeschön von Peter Metzger im Namen der Pionierkameradschaft eine Flasche guten Volkacher Tropfens – zur Erinnerung an seine Volkacher Kompaniechefzeit vor rund ¼ Jahrhundert.

Bild 2: Dank für den Vortrag des Schulkommandeurs
Besuch der Audi Sonderausstellung „Grand Prix Legenden“

Im Audi Museum mobile gab es anlässlich des Einstiegs von Audi in die Formel 1 eine Sonderausstellung „Grand Prix Legenden“. 16 Teilnehmer trafen sich zu einer Führung durch diese Ausstellung.

Bild 3: Gruppenbild um den neuen F1-Rennwagen

Unser Gästeführer führte lebhaft und mit sehr viel Detailwissen durch die Sonderausstellung in der 1. Etage des Museums Mobile. Eine halbe Stunde war angesetzt, um nur ca. 25% der Zeit überzog er mit seinen kurzweiligen und interessanten Erzählungen. Und jeder der 16 Teilnehmer von uns war sich sicher: Er hätte aus dem Stegreif ganz locker weit mehr als eine Stunde zu den einzelnen Ausstellungsstücken und der Renngeschichte von Audi und seinen Vorgängermarken referieren können.
Im Anschluss bestand die Möglichkeit sich die Dauerausstellung in der 2. und 3. Etage individuell anzuschauen: die „echten“ Oldtimer ganz oben und die, die man alle persönlich noch aus dem Straßenverkehr kennt, im Mittelgeschoss. Interessant, gerade für unsere Gruppe, ein DKW Munga mit dem taktischen Zeichen der 1./Pionierbataillon 10.

Bild 4: in der Ausstellung entdeckt: ein DKW Munga des PiBtl 10

Zum Abschluss fanden wir uns noch in der örtlichen Gastronomie des Audi Forums für informelle Gespräche zusammen. Alle Teilnehmer haben diesen Nachmittag genossen.
Und zum Schluss eine Ankündigung:

8. Ehemaligentreffen am 11. Juli 2026

Treffen ehemaliger Angehöriger der Ingolstädter Pionierverbände
Einzelheiten: Pionierkameradschaft Ingolstadt

Text: Peter Metzger/Udo Nagels
Bilder: Udo Nagels