Kameradschaft Deutscher Pioniere e.V.
Hann.Münden

Lange Jahre stand ein Major der Grenztruppen zwischen Pionieren im Traditionsraum der Kameradschaft Deutscher Pioniere in Hann. Münden. So richtig hingepasst hat die 1,80 m große Puppe, bekleidet mit der Originaluniform eines Majors der DDR-Grenztruppen nicht zum Thema „Pioniere in Hann. Münden von 1901 bis 1993“.

„Der Major der Grenztruppen“

(Vorsitzender PiKam T. Grömm mit C. Stöber und R. Fiebich vom Museum bei der Übergabe)

Auf der Suche nach einer passenderen Umgebung wurde man beim „Grenzmuseum Schifflersgrund“ in Bad Sooden-Allendorf fündig. Das Museum war hocherfreut eine Originaluniform der Grenztruppen überlassen zu bekommen. Als Dankeschön des Museum wurde den angereisten Mitgliedern der Kameradschaft eine kostenlose, ausführliche und interessante Führung durch das Museum angeboten. Mit fundiertem Wissen und anhand zahlreicher Beispiele, untermauert durch Dokumente, Bilder und Fahrzeuge, wurde ihnen ein sehr anschaulicher Überblick über die Zeit der Teilung Deutschlands durch die innerdeutsche Grenze vermittelt.

(Originalgrenzzaun im Außenbereich des Museum)

Besonders betroffen machte die Teilnehmer, die allesamt mit der damaligen Situation an der deutsch-deutschen Grenze vertraut waren, das Schicksal von Heinz-Josef Große. Am 28. März 1982 nutzte der Meliorationsarbeiter, der von seinem Betrieb zu Erdarbeiten am Grenzzaun eingesetzt war, einen unbeobachteten Augenblick, um über die Frontschaufel seines Traktors den Grenzzaun zu überwinden. Er konnte tatsächlich den Grenzzaun überwinden, wurde jedoch bei Versuch den Hang zu erklettern von zwei jungen Grenzposten beobachtet. Nach einem Warnschuss fielen neun weitere Schüsse. Wenige Meter von der Grenze zur Bundesrepublik Deutschland entfernt wurde er tödlich getroffen und starb am gegenüberliegenden Hang des Grenzmuseums.

(Traktor mit dem H-J Große den Grenzzaun überwand)

Das Salzburger Pionierbataillon 2 hatte auch in diesem Jahr zum „Traditionstag der Salzburger Pioniere mit feierlicher Angelobung“ eingeladen.

Oktober 2017

Dieser Festakt wird traditionell am Pionierdenkmal im Lehener Park mitten in Salzburg begangen. Mit diesem Gedenktag werden die außergewöhnlichen Taten der österreichischen Pioniertruppe bei der „Donauforcierung bei Belgrad“ gewürdigt. Im Rahmen dieses Traditionstages der Salzburger Pioniere wird aber auch aller Gefallenen, im Dienst Verunglückten und aller verstorbenen Angehörigen des Pionierbataillons 2 sowie dessen Traditionsverbände gedacht.

Appell-Angelobung

 

Eng verbunden mit dem aktiven Pionierbataillon ist die Kameradschaft der Pioniere und Sappeure, mit der die Pionierkameradschaft Ingolstadt seit 1988 in einer Patenschaft verbunden ist. Die Salzburger Pionierkameradschaft ist auch eng in den Festakt eingebunden.

 

Delegation PiKam Ingolstadt

Unsere Kameradschaft nahm auch in diesem Jahr wieder mit einer Abordnung an der Veranstaltung teil: der Vorsitzende OTL a.D. Peter Metzger, der Ehrenvorsitzende OTL a.D. Norbert Scholz sowie die Fahnenabordnung mit OSF a.D. Erich Häublein, SF a.D. Rudi Zwiefelhofer und SF a.D. Dieter Resch machten sich auf den Weg nach Salzburg. Zusammen mit zahlreichen anderen Traditionsvereinen war unsere Fahnenabordnung Teil der Appellformation. Im Zuge des Appells wurden auch über 180 Rekruten, die zum 01.10.2017 eingerückt waren, angelobt (d.h. sie legten das Gelöbnis ab).

Nach dem Ende des Appels verlegte die Formation an das Ufer der nahegelegenen Salzach, wo ein Kranz von Pionierbooten aus an die Salzach übergeben wurde.

Zum Abschluss des Tages trafen sich die Teilnehmer zum gemütlichen Beisammensein mit Pioniereintopf in der Schwarzenbergkaserne. Eine gute Gelegenheit zum Plausch mit unseren Kameraden aus Österreich.

Text/Fotos: Peter Metzger

Eine Pionierkameradschaft meldet sich ab

Am 22.04.2017, dem „9.Tag der Ulmer Pioniere“ wurde entschieden, den bisherigen 1. und 2. Vorstand zu beauftragen, die rechtliche Auflösung der Kameradschaft im 111. Jahr des Bestehens zu vollziehen.


Zunächst fand noch einmal das Schießen um die Königskette im Schützenheim der Ulmer Schützengilde statt. Schützenkönig 2017 wurde Kamerad Steven Keller aus Landshut, den 2. Platz errang der 1.Vorsitzende Kamerad Bernd Rüsch (Mitte) vor dem drittplatzierten Kamerad Karlheinz Mehling.

Dann wurde in der beschlussfähigen Hauptversammlung einstimmig mit ja für die Auflösung gestimmt.
Es war keine Überraschung – viele Jahre vorher hatte man immer wieder nach Kameraden gesucht, die ein Vorstandsamt übernehmen wollten. Vergebens. Immer weniger Kameraden nahmen also mehr Aufgaben auf sich, dem Alter war allmählich Tribut zu zahlen – irgendwann musste der Zeitpunkt kommen, dass sich kein geschäftsfähiger Vorstand mehr fand.
Hinzu war eine massive Änderung der Verhältnisse eingetreten, als die Kameradschaft im Herbst 2015 wie andere auch ihr Heim für die Flüchtlinge quasi „über Nacht“ räumen musste.
Das traf den treuen Kern der Kameradschaft ins Mark.


„Nur noch leere Stühle“:
Teile des Inventars aus dem verlorengegangenen Traditionsraum der Ulmer Pioniere, zur Abgabe in Containern zwischengelagert.

Alle Bemühungen auch seitens der aktiven Pionierkameraden im Ulmer Kommando blieben ohne Erfolg – was sollte oder darf man auch mit einem Traditionsverein in einer Zeit, in der man mit dem Begriff soldatische Tradition so etwas wie ein Minenfeld betritt oder aktuell „political correct“ sich der ministeriellen „Nulllinie“ gegenübersieht.
Wichtige Eckpunkte der Versammlung:
Nach der Begrüßung gedachte man der verstorbenen Kameraden und guten Freunde – die Versammlung erhob sich zu einer Schweigeminute für: Frau Ruth Steiner gest. 27.04.2016, der Witwe unseres 2013 verstorbenen Ehrenmitgliedes Walter, der bei Kriegsende letzter BtlFhr des ehem. PiBtl 5 war. Gottfried Grebenstein (103) (ehem. Pi5/45) gest. Nov.2016, Siegfried Kraiss (60) gest. 14.11.2016, Franz Schaffart (101) (ehem. Pi 5/45) gest. 02.02.2017. Dazu erklang als Trompetensolo vom PC das Lied „Ich hatt` einen Kameraden“.

Im April 2017 hatte die Kameradschaft 54 Mitglieder, dazu noch 2 „alte Kameraden“ der ehemaligen WH-PiBtl 5 und 45.

Jubilare 2016 waren das Ehepaar Tress, das seine Diamantene Hochzeit feierte.
Unser ältestes Mitglied Kam. und ehemaliger KorpsPiKdr Mackowiak wird im September 2017 94 Jahre jung, Kam. Tress ist am 12.3. 87 Jahre geworden, die nächstälteren Kameraden Hans Pomoriski und Erich Hartinger, beide 84, waren anwesend.
Zu den Aktivitäten 2016/April 2017 berichtete der Vorsitzende über die von den Treuesten wahrgenommenen Stammtischterminen (jeder 2. Mittwoch im Monat) im „Barfüßer“ in Neu-Ulm, an denen noch 4 Kameraden, manchmal mit ihren Damen teilnahmen.
Im ehem. Stabsgebäude PiKdo 2 wurden drei Ausschusssitzungen abgehalten.
Im Dez. 2016 war das Jahresabschlussessen.
Allen Unterstützern der Kameradschaft im abgelaufenen Kalenderjahr wurden Jahresdankkarten und den Geburtstagsjubilaren 2017 nochmals individuell gestaltete Karten zugestellt.
Rüsch erinnerte an die Bilderschau an der ehem. Pionierkaserne anlässlich des Ulmer Tages der Festung am 5.6.2016, sowie an die Gedenkfeier zum Volkstrauertag am Pionierehrenmal, umrahmt vom Musikvereins Blaustein mit ihrem neuen Dirigenten Hr. Marek Scheliga. Die Gedenkrede hielt OTL Mohr v. MN KdoOpFü / Abt. CJ MilEng aus Ulm.

Die Telefonaktion des Vorsitzenden, bei 10 Mitgliedern für eine Mitarbeit und somit für einen „Neustart“ der Kameradschaft zu werben, blieb leider ohne Erfolg.
Auch Kontakte mit dem Kdo, dem Standortältesten und dem Unterstützungsverband bzgl. einer „Raumsuche“ brachten leider keinen praktischen Erfolg.

„Die letzten Getreuen“
Nach getaner Arbeit, die Auflösung der materiellen Kameradschaftsausstattung, war auch Zeit für ein geselliges Beisammensein, zu dem Kamerad Rüsch mit Frau eingeladen hatten. Von links: Theresa u. Erich Hartinger, Ingrid Baumann-Rüsch, Christine Euteneuer, Siegfried Ewers mit Frau Margit, Hans Pomoriski mit Frau Veronika u. Bernd Rüsch.
Nicht auf dem Bild (verhindert) die Kameraden Steven Keller und Michael Hanner.
Zum Abschluss konnte Kamerad und Schatzmeister Michael Hanner mit der Goldenen Nadel des Bund Deutscher Pioniere ausgezeichnet werden. In seiner Laudatio begründete der Vorsitzende: Hanner hatte von sich aus und bereitwillig das Amt des Schatzmeisters in der Zeit der Umstellung auf elektronische Bearbeitung (online-Banking und SEPA Lastschriftmandat) übernommen. Er hielt beständig Kontakt zum Vorsitzenden und nahm an den wichtigen Veranstaltungen teil. Er hat sich um die Kameradschaft verdient gemacht.
Nachfolgend eine Übersicht „Ablauf und Stand der Liquidation“:
22.04.2017 ausserord. Hauptversammlung mit Beschluss zur Auflösung der PiKam.
22.05.2017 notarielle Beglaubigung der Unterschrift zur Auflösungsanmeldung beim Registergericht.
02.06.2017 Ablauf der Wartezeit zu Interessensbekundungen der Kameraden an Kameradschaftssachen.
13.06.2017 Trennung der Traditionsausstattung / Inventar der Kameradschaft nach historisch wichtigen Originalen und Vereinsakten zum zunächst weiteren Verbleib bei den Liquidatoren und Vergabe an interessierte Kameraden, Rest frei zur Entsorgung.
28.06.2017 Eintragungsnachricht des Registergerichtes: Der Verein ist aufgelöst, Einsetzung der von der Versammlung bestimmten Liquidatoren.
21.07.2017 Veröffentlichung der Auflösung im württembergischen Staatsanzeiger.
04.08.2017 letzte Räumung der eingelagerten Möbelausstattung bis auf einen Rest als Sperrmüll, da der Container leider nicht regenfest gewesen ist.
Sommer 2018 Der Verein wird aus dem Vereinsregister gelöscht.
Was bleibt:
In der Rückschau und etwas Abstand hat der Verlust des Kameradschaftsheimes den Prozess der Auflösung nur beschleunigt – es steht aktiven Pionierkameraden frei, eine moderne Ulmer Truppenkameradschaft zu bilden – wir „Alten“ melden uns ab.
Anker wirf!
gez. Rüsch
ehem. 1. Vorsitzender und Liquidator

Reffental, 19. August 2017

Die Pionierkameradschaft Speyer lädt zur Feier ihres 25 – jährigen Jubiläums ein

Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich die Pionierkameradschaft Speyer und zahlreiche Gäste aus Nah und Fern in den Hallen des Wasserübungsplatz Reffental ein, um im Rahmen eines Grillfestes das Jubiläum würdig zu begehen.

 

Der Vorsitzende, Oberstabsfeldwebel a.D. Ulrich Arnold, begrüßte die Gäste, den Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Herrn Hansjörg Eger, wie auch den Präsident des Bund Deutscher Pioniere, Herrn Brigadegeneral Franz Pfrengle.

Er berichtete, dass 16 aktive und ehemalige Pioniere die Pionierkameradschaft Speyer Im März 1992 den Grundstein für die heutige Kameradschaft im März 1992 legte. Sie ist inzwischen auf 117 Mitglieder angewachsen. Obwohl mit der Ausserdienststellung des Spezialpionierbataillon 464 die Geschichte Speyers als Garnisonstadt endete, ist es der Pionierkameradschaft gelungen, im Haus der Vereine, einem ehemaligen Kasernengebäude, in dem u.a. französische Pioniere ihr Quartier hatten, eine neue Heimat zu finden.

Als Erinnerung an die in Speyer stationierten Pionierverbände und Einheiten der Bundeswehr wurde von der Pionierkameradschaft ein Gedenkstein gestiftet, der dort einen würdigen Platz gefunden hat.

Der Präsident des BDPi führte in seinem Grußwort aus:
„Speyer kann auf eine lange, aber leider nicht mehr bestehende Zeit als Pioniergarnison zurückblicken. Diese begann im Jahr 1874 mit der Aufstellung des 2. Pionierbataillons Speyer, dem Pionierbataillon des II. Kgl. Bayr. Armeekorps Würzburg. Sie endete nach über 140 Jahren mit der Auflösung des Spezialpionierbataillons 464 im Jahre 2015. Damit war die Zeit, in der Deutsche Pioniere am Rhein stationiert waren, wohl endgültig vorbei.

Ihre sehr aktive Pionierkameradschaft ist aber ein Garant dafür, dass die Rheinpioniere nicht vergessen sind und in Speyer auch nicht vergessen werden.

Ich danke der Pionierkameradschaft Speyer für die in den letzten 25 Jahren geleistete Arbeit für den Bund Deutscher Pioniere. Ich entbiete Ihnen die herzlichsten Geburtstagsgrüße und wünsche weiterhin gutes Gelingen und Gedeihen zum Wohle unserer Pionierfamilie!“

 

 

Bei gutem Wetter, guten Gesprächen unter „alten“ Kameraden und guten Speisen und Getränken fand die Feier weiterhin einen würdigen und harmonischen Verlauf.

J.W.

 

 

Im Juli standen zwei besondere Vorhaben auf dem Veranstaltungsprogramm der Pionierkameradschaft Ingolstadt:

Anfang Juli führte die Kameradschaft eine Tagesfahrt nach München durch. Um 09.00 Uhr trafen sich 37 angemeldete Mitglieder im Casino auf der Schanz, um den Ausflug mit einem Weißwurstfrühstück zu beginnen.
So gestärkt für das Besichtigungsprogramm fuhren wir mit dem Bus nach München zum St. Jakobs-Platz. Dort stand eine Führung durch die Ohel-Jakob-Synagoge auf dem Programm. Unsere Führerin, ein Mitglied der israelitischen Kultusgemeinde, führte in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in München ein, erläuterte die Architektur der Synagoge sowie die Bräuche und Traditionen des jüdischen Glaubens.

Durch den Gang der Erinnerung erreichte die Gruppe die Synagoge. Hier beantwortete die Führerin die Fragen aus der Gruppe, so dass der Ablauf eines Gottesdienstes erklärt und rituelle Objekte der jüdischen Religionspraxis vorgestellt wurden.
Nach kurzer Fahrt wurde Schloss Nymphenburg erreicht. Dort erwarteten uns bereits die Führer. Aufgeteilt in 2 Gruppen wurden der Garten und das Schloss mit Schönheitsgalerie besichtigt.
Die Führer geleiten die Gruppen zunächst in den Steinernen Saal, das Festzimmer des Schlosses mit dem aufwendigen Deckenfresko, das der zur Göttin gewordenen Nymphe Flora huldigt. Aus den großen Fenstern konnte der Blick in den Park schweifen, wo sich die Herrschaft für gewöhnlich prächtig verlustiert.
Zu den in den Gemächern der Herrschaft ausgestellten Bildnissen wusste der Führer teils kuriose Geschichte zu erzählen. Feinste Tapisserien, Paravents und Chinoiserien, edles Luxusmobiliar, aufwendige Stuckarbeiten und teure Gemälde säumen unseren weiteren Weg durch das Schloss.
Im Schlafgemach der gnädigen Königin Caroline ist das edle Bett der Herrin aus exotischem Mahagoni-Holz zu sehen, in dem Ludwig II., der sagenumwobene Märchenkönig, das Tageslicht erblickte.
Schließlich können wir noch in der Schönheitengalerie die Bildnisse von 36 schönen Damen bestaunen. Ludwig I. ließ die Portraits seiner Liebschaften von seinem Hofmaler von 1827 – 1850 malen. Darunter auch die berühmt-berüchtigte „spanische“ Tänzerin Lola Montez, die der Grund für die Abdankung des Königs im Jahre 1848 war.
Ein kurzer Gang durch den Schlosspark mit seinem Kanalsystem und dem Jagdschlösschen Amalienburg rundete den Besuch ab.

Nach diesen vielen Eindrücken kam der abschließende Besuch eines Biergartens gerade recht. In der Hirschau stärkten wir uns bei Bier und guten Essen.

In der letzten Juliwoche wurde das Treffen mit unserer Patenkameradschaft aus Salzburg durchgeführt:
Seit 1988 besteht die Patenschaft mit der „Kameradschaft Pioniere und Sappeure“ aus Salzburg. Zum festen Programm in der Gestaltung der Patenschaft ist ein Treffen von Mitgliedern beider Kameradschaften im Zweijahresrhythmus geworden.
In diesem Jahr wurde die Veranstaltung durch die Ingolstädter ausgerichtet. Das Organisationsteam hatte sich den Starnberger See und dessen Umgebung als Ziel ausgesucht.

So trafen sich beide Reisegruppen gegen 10.00 Uhr zunächst am Kloster Benediktbeuern. Nach einem kurzen Hallo und der Begrüßung durch den Vorsitzenden Peter Metzger warteten auch bereits die Klosterführer auf uns. In zwei Gruppen lernten wir die Entstehungsgeschichte des Klosters kennen, welches bereits 725 gegründet wurde. Es erlebte eine wechselvolle Geschichte einschließlich der Zerstörung des zentralen Klostergebäudes durch einen Brand im Jahre 1490. Vom Jahre 1669 an entstand die barocke Klosteranlage, an der bedeutendste Künstler jener Zeit mitwirkten. 1803 wurde die tausendjährige Tätigkeit der Benediktiner durch die Säkularisation beendet. Im Jahr 1930 erwarb die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Bosco die Klosteranlage und bewahrt bis heute die Gebäude vor dem Verfall. Es entwickelte sich ein Zentrum religiöser Bildung, Wissenschaft und Erziehung mit zwei Hochschulen.
Nach den Mittagessen im Klosterbräustüberl verlegten wir nach Percha am Starnberger See. Dort ist das Taucherausbildungszentrum des Ausbildungszentrums Pioniere beheimatet.
Am Taucherausbildungszentrum werden die Taucher der Pioniertruppe in Laufbahn- und Verwendungslehrgängen ausgebildet. Zudem kommen die Tauchergruppen der Pioniertruppe ebenso wie Taucher ziviler Einrichtungen regelmäßig nach Percha.
Bei durchwachsenem Wetter starteten wir zu einer 3-stündigen Fahrt über den Starnberger See mit einer der beiden Taucherfähren. Der Fährenführer, der Taucher-Ausbildungsfeldwebel ist, erläuterte die Aufgaben des Zentrums, das Aufgabenspektrum der Pioniertaucher und Ausbildungsinhalte des diversen Lehrgänge.
Natürlich konnte auch die herrliche Landschaft rund um den See bewundert werden, manch einer suchte sich heimlich sein Wunschdomizil am Ufer aus. Darüber hinaus erfuhren die Teilnehmer Interessantes zur Geschichte, u.a. zum „Kini“ und zu „Sissi“.

Viel zu schnell war die Zeit vergangen. Nach Rückkehr in den Hafen galt es Abschied zu nehmen. Unsere österreichischen Freunde bedankten sich mit einem Paddel, dessen Beschriftung an das Treffen erinnert.
Text: Peter Metzger
Fotos: Walter Tauschek

Emmerich am Rhein, 30. Mai 2017

Der Vorsitzende der Emmericher Pionierkameradschaft, Joachim Sigmund, begrüßte eine auch in diesem Jahr gut motivierte „Schießende Abteilung“ der ehemaligen Emmericher Pioniere und Partnerinnen zu einem spannenden Schießwettkampf im Vereinsheim der St. Antonius Schützen Vrasselt.

Als Gäste nahmen Frau und Herr Dettli aus der Schweiz am internationalen 8. Wanderpokalschießen teil. Erstmalig wurde auch ein neugeschaffener Damenwanderpokal ausgeschossen. Der Pokal wurde von unserem Mitglied Peter Niebergall gestiftet.

Der routinierte Schießmeister und derzeit amtierende König der St. Antonius Schützen, Thomas Clausmann ließ es sich nicht nehmen, das vom Vorstandsmitglied der Emmericher Pionierkameradschaft, Jochen Laqua gut vorbereitete 8. Wanderpokalschießen Damen/Herren persönlich auf dem Schießstand zu leiten.

Nach der Auslosung der Reihenfolge der Schützen wurde auf eine 10er Ringscheibe in 50m Entfernung mit dem Kleinkalibergewehr geschossen.

Nach jeweils drei Probeschüssen ging es in einen hoch konzentrierten Schießwettkampf, den Uwe Holtermann nach drei Wertungsschüssen mit 25 Ringen nur knapp vor dem diesjährigen „Zweiten“, Andy Dettli mit 23 Ringen und Martin Koll 3. Platz mit 21 Ringen, für sich entscheiden konnte.

Den erstmalig ausgeschossenen Damenwanderpokal gewann nach spannendem Wettkampf Uschi Laqua mit 24 Ringen vor Uschi Dettli mit 22 Ringen und Ira Sigmund mit 21 Ringen.

Den Sonderpokal „Letzter Pionier“ durfte der Schriftführer Rolf Wickermann nach Hause tragen.

Alle Teilnehmer freuten sich über den schönen Abend, der mit einem gemeinsamen Grillen, mit netten Gesprächen in entspannter Atmosphäre mit einem geselligen Pionierstamm­tisch auf dem Schießstand ausklang.

Dem Schießmeister und König der St. Antonius Schützen, dankte der 1. Vorsitzende Joachim Sigmund mit einer Flasche Zielwasser „Emmericher Rheintröpfchen“ und einer Dankurkunde für das Vereinsheim.

Das Foto zeigt links, König Thomas Clausmann, Mitte Gewinner Uwe Holtermann, rechts Joachim Sigmund, 1.Vorsitzender, EPi.

gez. Rolf Wickermann, Schriftführer

www.emmericherpioniere.de

Ehrungen langjähriger Mitglieder

Bei der Vorweihnachtsfeier der Kameradschaft in den Räumen des Casino auf der Schanz konnten einige Mitglieder für ihre langjährige treue Mitgliedschaft geehrt werden.
30 Jahre sind Peter Heim, Hubert Koll, August Schuler und Bernd Fischer dabei. Sie traten im Jahre 1986 in die Pionierkameradschaft ein.
Der Vorsitzende konnte Hubert Koll und Peter Heim bei der Feier persönlich ehren.

Hubert Koll war Soldat in den Gründerjahren der Bundeswehr und Angehöriger der damaligen Pionierlehrtruppenteile in München und Ingolstadt. Nach seiner Dienstzeit als Feldwebel wechselte er zur Bundeswehrverwaltung und war als Kraftfahrer angestellt. In dieser Zeit wurde er dann Mitglied in der Kameradschaft.

Peter Heim war als Zeitsoldat Unteroffizier im Pionierbataillon 10 von 1976 bis 1980. Auch er trat nach seiner Zeit als aktiver Soldat der Pionierkameradschaft bei.
August Schuler und Bernd Fischer konnten leider nicht an der Vorweihnachtsfeier teilnehmen.
40 Jahre sind Dr. Ulrich Röder, Siegfried Beer, Alexander Steinig und Rudolf Goette bereits Mitglied.

Dr. Röder (rechts) war als Zeitsoldat u.a. S2-Offizier im Pionierbataillon 10.

Siegfried Beer (Mitte) war auch Soldat der Gründerjahre der Bundeswehr, der als Feldwebel im Pionierbataillon 4 und der Panzerpionierkompanie 110 in Bogen von 1956 bis 1971 diente. Er trat somit nach seiner aktiven Dienstzeit der Kameradschaft bei.

Alexander Steinig (links) dagegen wurde bereits als junger Pionier Mitglied, vor allem motiviert durch seinen Vater Walter, der seit 1964 dabei ist. Alexander verbrachte seine Dienstzeit als Berufsunteroffizier in Ingolstadt und München. Rudolf Goette konnte die Ehrung leider nicht persönlich entgegen nehmen.

Bereits seit 50 Jahren ist Franz Schneider Teil der Pionierkameradschaft. Er war der erste Pionier der Bundeswehr im Standort Ingolstadt. Er gehörte dem Vorkommando des Pionierbataillon 4 (später Pionierbataillon 10) an, welches am 07. Dezember 1957 in die neue Kaserne an der Manchinger Straße einmarschierte. Kamerad Scheider diente im Pionierbataillon 10 und später im Amphibischen Pionierbataillon 230, in dem er auch Kompaniefeldwebel war.
Autor: Peter Metzger
Fotos: Walter Tauschek

Bad Mergentheim

Am 24./25.09.2016 trafen sich ehemalige Angehörige der Panzerpionierkompanie 360 in Bad Mergentheim. Treffpunkt war die ehemalige Deutschorden-Kaserne, in der die Kompanie von 1963 bis 1992 stationiert war und danach im Rahmen der Bundeswehr-Truppenreduzierung 1992 aufgelöst wurde.

Das Treffen stand im Zeichen echter Pioniertradition, denn seit vielen Jahren treffen sich die „Ehemaligen“ immer wieder zu unterschiedlichen Anlässen an unterschiedlichen Orten.

Armin Rother von der Firma WÜRTH begrüßte die ehemaligen Pioniere in ihrer einstigen Kaserne. Er referierte über die Bedeutung und Entwicklung der Firma WÜRTH am Standort Bad Mergentheim und gab Einblick in die umfangreiche Logistik und Organisation des weltweit präsenten Industrieunternehmens.

Im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen wurde eine Traditionsecke im ehemaligen Kompaniegebäude eingeweiht. Viele Erinnerungsstücke konnten wieder nach Bad Mergentheim geholt werden. Oberstleutnant a.D. Steiner, ehemaliger Kompaniechef, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung und Wichtigkeit von Traditionspflege in der heutigen schnelllebigen Zeit hin. Er sagte Dank an alle Kameraden, die sich um die Einrichtung der Traditionsecke verdient gemacht haben.

Am Abend trafen sich die Teilnehmer in Markelsheim zu einem großen Kameradschaftsabend, an dem ein Film über die Geschichte der Panzerpionierkompanie 360, gestaltet von Detlef Mauder und Helmut Kindgen, vorgeführt wurde und große Resonanz fand.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Pioniere zu einem zünftigen Frühschoppen in Markelsheim, ehe man sich wieder auf den teilweise weiten Heimweg begab.

Das nächste Treffen soll in zwei Jahren in Neuenstadt am Kocher, Patengemeinde der Panzerpionierkompanie 360 bis 1992, sattfinden.
Helmut Kindgen


 

Die Pionierkameradschaft Ingolstadt hatte eingeladen und viele Ehemalige kamen.

Am 16. Juli fand das 4. Treffen der ehemaligen Angehörigen der Ingolstädter Pionierverbände und – einheiten in den Räumen des Kasinos der Pionierkaserne auf der Schanz statt. Gekommen sind nicht nur ca. 40 Mitglieder der Pionierkameradschaft sondern auch über 90 Ehemalige aus den aufgelösten sowie aus den derzeit in der Pionierkaserne stationierten Truppenteilen.

Zu Beginn des Treffens gestaltete der katholische Standortpfarrer Dr. Pedro Stanko einen ökumenischen Gottesdienst, an dem neben dem Präsidenten des BDPi bereits zahlreiche Gäste teilnahmen.

Als besonderen Gast begrüßte der Vorsitzende der Kameradschaft, OTL a.D. Peter Metzger den Kommandeur des Ausbildungszentrums Pioniere und General der Pioniertruppe, Herrn Brigadegeneral Lutz Niemann mit seiner Gattin. Dieser ließ es sich nicht nehmen, so seine Wertschätzung der ehemaligen Pioniere deutlich zu machen.

Der Vorsitzende der Pionierkameradschaft konnte stellvertretend zahlreiche ehemalige Kommandeure, Kompaniechefs und Kompaniefeldwebel der Ingolstädter Verbände und Einheiten willkommen heißen.
Der Vorsitzende machte in seiner Begrüßung deutlich, dass dieses Treffen ganz im Sinne der Ziele der Kameradschaft auch in Zukunft fortgeführt werden wird: zum Einen die Geschichte und die Tradition aufgelöster Pionierverbände/-einheiten des StO Ingolstadt zu pflegen, zum Anderen den Zusammenhalt der aktiven Pioniere am StO mit den ehemaligen Pionieren zu fördern; mit anderen Worten: Kameradschaft zu leben.

PiKamIng2

Gemütliches Beisammensein

Das Team des Kasinos hatte inzwischen das Grillbuffet vorbereitet und so ging man mit großem Appetit an das Mittagessen.
Für den Nachmittag wurden für Interessierte 3 Programmpunkte angeboten:

Oberstabsfeldwebel a.D. Torsten Hoffmann erläuterte in einem Kurzvortrag, welche Dienststellen heute in der 2009 nach einer Grundsanierung erneut bezogenen Pionierkaserne stationiert sind.

Stabsfeldwebel Richard Lankes führte durch die Infrastruktur der Kaserne und konnte zeigen, dass in Ingolstadt eine der modernsten Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr beheimatet ist.

Oberstleutnant a.D. Udo Nagels führte durch die Räume der Pionierlehrsammlung, in denen eindrucksvoll die Geschichte der Pioniertruppe dargestellt ist.

Die Damen der Pionierkameradschaft hatten im Vorfeld fleißig Kuchen gebacken und diesen gespendet. So klang dieses Ehemaligentreffen bei Kaffee und Kuchen und angeregten Gesprächen aus.
Die Vorstandschaft der Pionierkameradschaft bedankt sich bei allen Gästen für die Teilnahme.
Wir hoffen auf eine wiederrum zahlreiche Teilnahme, vielleicht sogar in noch größerer Anzahl beim 5. Treffen der ehemaligen Angehörigen der Ingolstädter Pionierverbände und – einheiten im Jahr 2018.
Autor: Peter Metzger
Fotos: Walter Tauschek