Die Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere e.V. (Teil 2)

Vor fast genau 2 Jahren berichteten wir zuletzt über die Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere.
Zeit für ein Update…

 

Die Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere (abgekürzt SK) wurde 1971 gegründet und hat ca. 250 militärische und zivile Mitglieder. Sie nutzt für das Segeln den Hafen des Taucherausbildungszentrums in Percha bei Starnberg und führt regelmäßig seglerische Aus- und Weiterbildungen, auch für Kinder und Jugendliche, durch. Dazu gehört in jedem Frühjahr ein Kurs zum Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen, an dem Soldaten (überwiegend in Neubiberg studierende Offiziere/OAs) und zivile Interessenten teilnehmen. Zusätzlich werden jedes Jahr 4-5 einwöchige Segelausbildungstörns mit Bundeswehr- und zivilen Studenten auf dem Mittelmeer oder der Ostsee durchgeführt, bei denen das Segeln auf größeren Jachten erlernt werden kann.

Weitere Infos über die SK unter https://segelkameradschaft.de/ oder vorstand@segelkameradschaft.de

Ich bin in der SK u.a. für die etwa 50 jetzigen und früheren Bundeswehrstudenten zuständig und bin auch als Segelausbilder und „Skipper“ bei den Segeltörns eingesetzt.

Klaus op de Hipt, Oberstleutnant a.D.

Hier ist der Bericht über den diesjährigen Segelkurs:

Unser Studium an der Universität der Bundeswehr bietet uns allerhand Möglichkeiten, neben dem Studium auch außerhalb der Universität in Vereinen und Interessengruppen Fuß zu fassen. Die Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere gibt uns die einzigartige Chance, den Sportbootführerschein zu erwerben – an 6 Theorieabenden und 8 Tagen praktischer Ausbildung.

Als wir am letzten Aprilwochenende zum Taucherausbildungszentrum in Percha fuhren, um den praktischen Teil der Segelausbildung anzutreten, erwarteten wir gutes Wetter und eine entspannte Segelwoche mit der Möglichkeit, auch mal im Starnberger See schwimmen zu gehen. Aber es kam anders: eine aufregende Woche mit ungewöhnlich viel Wind und kaltem Wetter! Schon am ersten Tag wurde uns schnell klar, dass Segeln bei stärkerem Wind Teamwork und einen guten erfahrenen Ausbilder voraussetzt.

Die Ausbildung begann mit dem morgendlichen Antreten um 9 Uhr, bei dem uns Boote zugewiesen und wir in

2-Mann/Frau-Crews eingeteilt wurden, auf welche jeweils ein Ausbilder kam.

Dann segelten wir bei 7 °C, Nieselregen und einer Starkwind-warnung mit nach unserem Empfinden starker Krängung (Schräglage), worauf unser Ausbilder Klaus op de Hipt eigentlich immer nur lächelte und nebenbei den Trimm unseres Bootes „Marlin“ verbesserte.

Das Segeln lief von Tag zu Tag reibungsloser ab. Wir spielten uns gut aufeinander ein und viele Abfolgen wurden zur Routine. Später gab es dann doch noch ein bis zwei Tage mit Sonne, an denen einzelne sogar ins

10 °C kalte Wasser hüpften – teils freiwillig, teils unfreiwillig bei einer Kenterung bzw. beim Über-Bord-Fallen.

Die Prüfung am letzten Tag bestand aus vier Teilen: dem Segeln, bei dem man den Prüfern die verschiedenen gelernten Manöver zeigen muss; der Knotenprüfung, der Motorbootprüfung und der von manchen gefürchteten Theorieprüfung.

Oberfähnrich Max Bleicken und Fähnrich Enno von Koss Universität der Bundeswehr München

Nach den bestandenen Prüfungen grinsten wir uns alle nur noch an und denken nun schon an Segeltörns auf größeren Jachten. Die Ausbildung war unfassbar kompetent und hat uns unglaublichen Spaß gemacht. Es war eine kalte, teils ungemütlich nasse, aber auch spannende und fordernde Woche. Ein ganz großes Dankeschön an alle die uns auf diesem Weg begleitet haben!

 

 

Artikel: Klaus op de Hipt, Oberstleutnant a.D.
Fotos: Oberleutnant Max Meltschack
Schule Informationstechnik Bundeswehr

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Artikel von 2017

Die Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere e.V.