
Die Pionierkameradschaft Ingolstadt hatte wiederum eingeladen und ca. 60 ehemalige Pioniere der Ingolstädter Pionierverbände/-einheiten kamen zum 8. Ehemaligentreffen in der Pionierkaserne auf der Schanz.
Das Treffen begann traditionsgemäß mit einem ökumenischen Gottesdienst, den der katholische Militärpfarrer Dr. Pedro Stanko in gewohnter Weise lebendig gestaltete. Ich habe es noch nicht erlebt, dass der Pfarrer nach seiner Predigt Applaus erhält.
Anschließend wechselten die Teilnehmenden von der Terrasse des Kasinos in die Räumlichkeiten des Heimbetriebs. Wegen der erwarteten Hitze wich man in den Gastraum im Innern des Wirtschaftsgebäudes aus. Nachdem alle mit einem ersten Getränk versorgt waren, ergriff der Vorsitzende der Pionierkameradschaft Oberstleutnant a.D. Peter Metzger das Wort.
„Ich freue mich sehr, Sie alle mit einem „Anker wirf“ begrüßen zu dürfen. Es ist schön zu sehen, dass wir immer wieder zusammenfinden. Ein Ehemaligentreffen ist weit mehr als nur ein Wiedersehen – es ist ein Zeichen dafür, dass Kameradschaft über die aktive Dienstzeit hinaus Bestand hat.
Jeder von uns verbindet mit seiner Zeit bei der Bundeswehr ganz eigene Erinnerungen: an fordernde Ausbildungen, gemeinsame Übungen, lange Märsche, Einsätze, unzählige Stunden im Dienst – aber auch an Momente des Humors, der Freundschaft und des gegenseitigen Vertrauens. Diese Erfahrungen haben uns geprägt und oft weit über die Zeit in Uniform hinaus begleitet.
Ein Treffen wie dieses gibt uns die Gelegenheit, alte Geschichten wieder aufleben zu lassen, Erinnerungen auszutauschen und vielleicht auch festzustellen, dass manche Erlebnisse mit den Jahren eher besser geworden sind – zumindest in unseren Erzählungen“.
„Ich wünsche uns allen einen schönen gemeinsamen Tag mit guten Gesprächen, vielen Erinnerungen, herzlichem Lachen und der Gelegenheit, alte Freundschaften zu pflegen und neue Kontakte zu knüpfen.



Möge der Geist der Kameradschaft, der uns einst verbunden hat, auch weiterhin bestehen bleiben.
Der Einladung waren auch einige hochrangige Pioniere, die in Ingolstädter Verbänden Verwendungen hatten, gefolgt. So konnte der Vorsitzende den 10. Kommandeur des Pionierbataillon 10, Oberst a.D. Jürgen Rimrod und den 9. Kommandeur des Amphibischen/schweren Pionierbataillons 230, Oberst a.D. Wolfgang Michelke ebenso begrüßen wie die ehemaligen Kompaniechefs/Zugführer Oberst a.D. Wolfgang Pirner und Oberst a.D. Carlo Schnell. Alle sind übrigens Mitglied in der Pionierkameradschaft Ingolstadt. Der ehemalige Kompaniechef der Technischen Spezialpionierkompanie 600, Oberstleutnant a.D. Bernhard Rhau war ebenso gekommen wie eine große Anzahl von ehemaligen Kompaniefeldwebeln der beiden Bataillone.
Nach einem kurzen Ausflug in die anstehenden Veränderungen in der Bundeswehr in der Zeit des Wandels stellte der Vorsitzende zum Abschluss seiner Begrüßung fest: „Die Pionierkameradschaft Ingolstadt besteht unverändert – mit höherem Altersschnitt und weniger werdenden Mitgliederzahlen. Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, Kameradschaft zu leben. Daher haben wir dieses Treffen wieder organisiert. Schön wäre es, wenn es uns gelingt – auch mit ihrer Hilfe – den Einladungskreis kontinuierlich zu erweitern. Wenn Sie also jemanden aus früheren Pionierzeiten kennen, der Interesse an unseren Treffen hat, animieren Sie ihn, sich bei uns zu melden“. – dies gilt übrigens auch für Leser dieses Beitrags, die eine Vergangenheit in Ingolstadt haben.

Der Heimbetrieb hatte ein sehr reichhaltiges und geschmacklich vortreffliches Grill Buffett vorbereitet, welches alle Teilnehmenden mit großem Lob kommentierten. Wer am Buffett noch nicht satt geworden war, konnte etwas später das Kuchen Buffett genießen. Den Kuchen hatten wiederum die Damen der Pionierkameradschaft gebacken, denen der Vorsitzende herzlich dankte.

Nach rund 6 Stunden löste sich die große Runde ganz allmählich auf. Einige hatten längere Anreisen auf sich genommen und mussten am selben Tage noch nach Hause fahren. Die Verabschiedungen untereinander waren sehr herzlich, verbunden mit den gegenseitigen Versprechen, dass man beim nächsten Mal sicher wieder dabei sei.
Text: Peter Metzger
Bilder: Peter Metzger / Udo Nagels