Willkommen beim BDPi e.V.! Wir sind ein Bund, in dem alle Pioniere - aktiv, ehemalig oder der Reserve - der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche sowie Pionierkameradschaften auf freiwilliger Basis zusammengeschlossen sind. Diese Seite ist eine private Initiative und keine offizielle Seite der Bundeswehr oder einzelner Truppenteile.

BOGEN, Februar 2021: Sie Sprengen, sie Sperren und sie überwinden Gewässer. Die Pioniere des Deutschen Heeres bilden ein sehr breites Fähigkeits- und Aufgabenspektrum zur Unterstützung der Kampftruppe ab.
In Bogen erlangen aktuell Soldaten des nichtaktiven Pionierbataillon 905, sowie einige aktive Kameraden des Gebirgspionierbataillon 8 aus Ingolstadt und dem Panzerpionierbataillon 701 aus Gera die grundlegenden Befähigungen des Pionierwesens. „Leitender, hier Sicherheitsoffizier kommen!“ Der Spieß, Stabsfeldwebel Massimo, steht außerhalb des Gefahrenbereichs und hat die Verpflegung für die Kameradinnen und Kameraden dabei.
Eine kleine Pause und eine heiße Suppe müssen reichen, um der eisigen Kälte und dem schneidenden Wind zu trotzen.
Drei kurze, laute Töne schallen den Hang hinab. Sprengsignal 3 wurde gegeben und es herrscht nun Sicherheit. „Heute können die Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmer im scharfen Sprengdurchgang das gelernte Wissen in die Praxis umsetzen.“, so der Leitende des Sprengens Leutnant Hinderberger. „Insgesamt wird es über 120-mal detonieren – TNT und PETN werden zur
Umsetzung gebracht“, berichtet der junge Offizier.
Es ist das erste Gewöhnungssprengen, dass er leiten darf. Auf allen Ebenen wird also gelernt und der Erfahrungsschatz erweitert. Bis in die Nacht hinein hallt immer wieder ein Detonationsknall durch den Bayerischen Wald. Dazwischen ist es sehr still. So still, dass die Stimmen der Soldatinnen und Soldaten von einem Bunker zum anderen wahrzunehmen sind.
Sichtlich erschöpft ist der erfahrene Stabsfeldwebel Bös. Ein Soldat des alten Schlages. Den ganzen Tag hat er zusammen mit den sichtlich angespannten und nervösen, angehenden Pionieren in der Sprenggrube verbracht. Unter der strengen Aufsicht bringen die lernenden Soldatinnen und Soldaten die Sprengladung an und zünden diese. „Wer ein Pionier sein will, muss sich an den nahen Detonationsknall und die Druckwelle erst einmal gewöhnen.
Da zittern beim ersten Mal ganz schön die Hände beim Fertigstellen der Ladung.“, so der Stabsfeldwebel, während der nächste Knall den Bunker zum Beben bringt.

Eine Lehrgangsteilnehmerin meldet sich zum Sprengen. Ladung und Zündung getrennt voneinander.

Der Sprengberechtigte weist den Lehrgangsteilnehmer in die Handhabung der Leitfeuerzündung ein. Es wird ein 100g Sprengkörper (TNT) gezündet.

Auch bei Dunkelheit und eingeschränkter Sicht müssen alle Handgriffe sitzen

Herstellen einer Leitfeuerzündung mit Sprengschnurerweiterung. Ein Soldat befestigt die Sprengkapsel an der Sprengschnur.

 

Überwinden von Gewässern. Die Donau ist für die Pioniere kein Hindernis.
Ein neuer Tag an einem anderen Ort. Tauwasser hat die Pegel der Donau bis auf Warnstufe 3 ansteigen lassen. Selbst im sonst ruhig liegenden Seitenarm am Pionierwasserplatz herrscht nun eine moderate Strömung. Bauholz und Sturmboote stehen bereit.
Doch bevor es auf das Wasser geht, müssen Knoten und Bunde, sowie Arbeiten mit dem Holz gelernt werden. „Aufgewachsen auf dem Wasser“ führt Stabsfeldwebel Kurrat die Ausbildung durch. Kurz und prägnant sind seine Befehle. Ein sehr positives Resümee kann er dabei ziehen: „…Die Soldatinnen und Soldaten sind hochmotiviert und voll bei der Sache. Man merkt ihnen an, dass es Spaß macht…“ und, das trotz eisiger Temperaturen bei deutlich unter null Grad Celsius.
Es wird verzurrt, geknotet und Sturmboote zu Wasser gelassen. Stangenflöße, Schlauchbootfähren und andere Mittel zur Gewässerüberwindung werden hergestellt. „…Obacht, dass keiner ins Wasser fällt!…“  – der Kompaniechef Hauptmann Monnier macht sich vor Ort ein Bild von der Ausbildung.
„Ich bin wirklich stolz darauf, was hier alles auf die Beine gestellt wird. Die Ausbilder – außerhalb der Reservedienstleistung in den verschiedensten zivilen Berufen tätig – sind sehr gut vorbereitet und lassen viele Erfahrungen aus der eigenen aktiven Dienstzeit in die Ausbildung mit einfließen.“

„Vertrauen in das eigene Werk gewinnen“ – die
Soldatinnen und Soldaten auf der Donau.

Der erfahrene Stabsunteroffizier Bayer bringt den
Lehrgangsteilnehmerinnen und -teilnehmern den Bau eines Stangenfloßes bei.

 

Mit der Schlauchbootfähre auf der Donau

Die Hälfte ist geschafft. In den ersten beiden Februarwochen wurde gesprengt, mit Stacheldraht und Holz gesperrt, die Donau auf verschiedenste Arten überwunden und Grundzüge der Inneren Führung im Unterricht vermittelt. Doch die nächsten beiden Wochen werden den wissbegierigen Soldatinnen und Soldaten noch einmal alles abverlangen. Ausbildung von früh bis spät. Jetzt jedoch bei deutlich milderen Temperaturen.

Weitere Informationen zum Pionierbataillon 905 finden sie auch auf der Webseite des Fördervereins des PiBtl 905 e. V.

Pionierbataillon 905

 

Text und Bilder:
Hptm Marco Dittmer

 

 

 

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Förderer des BDPi!

Ich hoffe, Sie sind alle gut in das neue Jahr gekommen und bis dato von gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch die Pandemie verschont geblieben. Denjenigen, die von Corona getroffen wurden, wünsche ich im Namen der gesamten Vorstandschaft baldige und vollständige Genesung.
Hatten wir Mitte letzten Jahres noch die Hoffnung, das Thema werde sich bis Jahresende erledigt haben, so müssen wir leider feststellen, dass dem nicht so ist und wir weiterhin mit den Einschränkungen im täglichen Leben zurechtkommen müssen.
So steht zu befürchten, dass wir auch dieses Jahr seitens des BDPi unsere Veranstaltungen nicht in der Art und Weise durchführen können, wie Sie das in den letzten Jahren gewohnt waren.
Wir, vonseiten des Vorstands stellen Überlegungen an, ob wann und wie wir unsere jährlichen Veranstaltungen organisieren können.

Zum einen ist da die Mitgliederversammlung, die wir traditionell im Juni in Verbindung mit dem Tag der Pioniere am Ausbildungszentrum in Ingolstadt durchführen. Derzeit prüfen wir, ob wir aus Sicherheitsgründen – ein großer Teil der Teilnehmer zählt zur Risikogruppe – den diesjährigen Termin in den Herbst schieben, in der Hoffnung, dass sich die Situation bis dahin entspannt hat. Auch eine Verschiebung in das Jahr 2022 wäre denkbar, sollte es erforderlich sein. Rechtlich würde dem nichts entgegenstehen, auch wenn heuer eigentlich Neuwahlen anstehen würden.

Auch die Durchführung unseres jährlichen Regionaltreffens wird derzeit von uns geprüft. Nach wie vor wollen wir es in Verbindung mit dem Havelbiwak beim PzPiBtl 803 in Havelberg durchführen, aber eine Entscheidung, ob dieses heuer zum geplanten Termin im Sommer stattfindet, ist noch nicht gefallen. Auch hier gilt es die Risiken genau abzuwägen.

In jedem Fall werden wir Sie über die Termine informieren, sobald wir Klarheit haben, wann, wo und unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen stattfinden können.

Bis dahin bleiben Sie gesund.  

Mit besten Grüßen

Ihr 

Max Lindner
Oberst a.D.

Das Presse- und Informationszentrum des Heeres informiert

Hier ist der neueste Newsletter
mit Links, aktuellen Berichten und Informationen über das Deutsche Heer
als Download:

 


08.01.2021
Newsletter KdoH 4/2020

11.Aug.2020
Newsletter KdoH 3/2020

20.Feb.2020:
Newsletter KdoH 1/2020


10.Dez.2019:
Newsletter KdoH 7/2019

03. Okt 2019:
Newsletter KdoH 5/2019
Newsletter KdoH 6/2019  (mit einem Artikel über die Amphibe M3 des PzPiBtl 130)

04. Mai 2019:
Newsletter KdoH 3/2019

07. März 2019:
Newsletter KdoH 2/2019

07. Feb 2019:
Newsletter KdoH 1/2019


19.Dez 2018:
Die Newsletter 8/2018, 9/2018 und 10/2018:
Newsletter Kdo H 8/2018
Newsletter Kdo H 9/2018
Newsletter Kdo H 10/2018


12.Sep 2018:
Die Newsletter 6/2018 und 7/2018 des Kdo H

Newsletter Kdo H 7/2018
(mit einem Link zum Einsatz Havelburger Pioniere bei der Waldbrandbekämpfung)

Newsletter Kdo H 6/2018


24.Mai 2018:
Der Newsletter 4/2018 des Kdo H: Newsletter Kdo H 04/2018

aus Pioniersicht diesmal dabei:
ein Bericht vom Girl’s Day beim Gebirgspionierbataillon 8 in Ingolstadt


03.Mai 2018:
Der Newsletter 3/2018 des Kdo H: Newsletter Kdo H 03/2018


Newsletter Kdo H_2_2018

dabei auch der Besuch des Inspekteur Heer beim Ausbildungszentrum Pioniere:


Newsletter Kdo H_ 1_2018


Newsletter Kdo H_ 9_2017

dabei auch:

British Army und Bundeswehr schlagen Schwimmbrücke über die Elbe (LINK)

weiterlesen

WASSERÜBUNGSPLATZ REFFENTHAL, Oktober 2020:
Ein wahres Urgestein der Bundeswehr befindet sich auf der Zielgerade. Nach fast einem halben Jahrhundert treuem Dienst ist es für Heinz Cecil an der Zeit, aus Altersgründen, die Uniform an den Haken zu hängen. Mit einem emotionalen Vortrag zum eigenen Werdegang verabschiedet sich der Stabsunteroffizier im Rahmen einer Reservedienstleistung in Speyer von seinen Kameraden und Weggefährten des nichtaktiven Pionierbataillon 905.

Der Stabsunteroffizier Heinz Cecil befindet sich mit einem Sturmboot der Bundeswehr auf dem Rhein. Im Hintergrund ist ein Binnenschiff zu sehen.

Stabsunteroffizier Heinz Cecil, auf dem Rhein auf einem Sturmboot der Bundeswehr. Foto: Marco Dittmer

Es herrschen sehr milde, spätherbstliche Tage. Ideale Voraussetzungen, um Pioniere in ihrem Handwerk auszubilden. Ein Handwerk, das der erfahrende Stabsunteroffizier Cecil von der Pike auf beherrscht. Die Fahrschüler des Betriebs-berechtigungsschein „Schlauchboot mit Außenbordantrieb“, vergleichbar dem zivilen Sportbootführerschein für Binnenstraßengewässer, lassen die Sturmboote zu Wasser.
Die Motoren gluckern leise vor sich hin. Der routinierte Binnenschiffführer Cecil geht an Bord. Es geht hinaus auf den Rhein.

 

Oberstrom und Unterstrom frei. Fertig zum Ablegen. Die Schüler müssen wichtige Fahrmanöver und das „Wasser lesen“ lernen. Getreu dem Motto „aus der Praxis für die Praxis“ können sie dabei von dem großen Erfahrungsschatz des altgedienten Stabsunteroffiziers profitieren.

Mehr als 45 Jahre im Dienstgrad Stabsunteroffizier

Historische Aufnahme zeigt Soldaten zusammen mit einem Kanonenjagdpanzer mit 90-mm-Rheinmetall-Kanone L/40,4 auf dem Truppenübungsplatz

Kanonenjagdpanzer mit 90-mm-Rheinmetall-Kanone L/40,4
© Foto: Wikimedia Commons / Bundesarchiv, B 145 Bild-F027425-0001 / Berretty / CC-BY-SA 3.0

 

Erfahrungen, die nicht von ungefähr kommen. Am 01. Oktober 1973 der Lechrain Kaserne Dienstantritt bei der Bundeswehr. Als Rekrut erhält er dort die Richt- und Ladeschützenausbildung auf dem Kanonenjagdpanzer.

Es folgt am 23.12.1973 die Versetzung in die 4. Kompanie des Gebirgspanzerjägerbataillon 234 nach Pocking. Im Zuge der zivilberuflichen Orientierung verpflichtet sich Cecil für vier Jahre in der Laufbahn der Unteroffiziere als Zeitsoldat.

 

 

 

 

Der junge Soldat Heinz Cecil im Jahr 1973

Stabsunteroffizier Heinz Cecil; hier 1973
Foto: Heinz Cecil

 

Nach der Ernennung zum Gefreiten Unteroffizieranwärter am 01.04.1974 folgt der laufbahnrelevante Unteroffizierlehrgang an der Kampftruppenschule II/III in Munster.

Angekommen in der Dienstgradgruppe der Unteroffiziere wird der junge militärische Führer am 01.10.1974 zum Panzerjägerunteroffizier (PzJgUffz) befördert. Es folgen weitere militärische und zivile Lehrgänge und Qualifikationen. Vor 45 Jahren erhält Cecil mit der Ernennung zum Stabsunteroffizier am 22.10.1975 seinen bis heute geführten Dienstgrad.

 

 

Das Zivilleben und der treue Dienst als Reservist

Für den Stabsunteroffizier endet am 30.09.1977, während des RAF-Terrors, der als sogenannter Deutscher Herbst seinen Eingang in die Geschichtsbücher fand, seine aktive Wehrdienstzeit. Das zivilberufliche Leben beginnt und damit verlagern sich auch die persönlichen Schwerpunkte. Erst ab 1993 schlüpft Cecil wieder in die Uniform und tritt seinen Dienst in der freiwilligen Reserve an.

Eine Medium Girder Bridge (MGB) auf dem Truppenübungsplatz. Im Vordergrund ein Soldat.

Medium Girder Bridge (MGB) Foto: Heinz Cecil

Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits privat die Fallschirmsprunglizenz sowie den österreichischen Segelschein erworben. Doch damit sollte es mit großen  Herausforderungen noch nicht genug sein. In den Jahren von 1993 bis 1994 absolviert er in 43 Tagen als Reservist im Rahmen unentgeltlicher, dienstlicher Veranstaltungen die Hochwertausbildung zum Scharfschützen.

 

In den Folgejahren leistet der gestandene Stabsunteroffizier seine Dienste, bis zu dessen Auflösung im Jahre 2009, im nichtaktiven Pionierbataillon 761 und ab dann bis heute im Pionierbataillon 905. Dabei festigt sich sein pioniertechnisches Wissen bei unzähligen Übungsvorhaben im Bereich der Gewässerausbildung, Brücken- und Fährenbau sowie Errichtung des Schwimmstegs.
Der Sprung in die Feldwebellaufbahn ist für Cecil aus beruflichen und persönlichen Zeitgründen stets kein Thema. Doch den Verantwortungsbereich, in dem er sich über viele Jahre bewegt, entspricht genau dieser Qualifikation.
So ist es nicht verwunderlich, dass er auch an computergestützten SIRA-Ausbildungen zur Taktikweiterbildung in Dresden regelmäßig teilnimmt. Dort hat er öfters die Möglichkeiten, sich im Dialog mit ranghohen Militärs über die Entwicklung der Bundeswehr auszutauschen. General Podzus und Oberst Holthusen bleiben ihm da besonders in Erinnerung.

Kameradschaft pflegen unabhängig von Rang und Herkunft

Die Aufgabenverteilung zur Erfüllung des jeweiligen Übungsvorhaben, erfolgt insbesondere bei der Reserve, oftmals unabhängig vom Dienstgrad und vielmehr auf Grundlage der Befähigung der Soldaten. Gerade so können zivile Qualifikationen zielführend zum Einsatz gebracht werden. So verwundert es nicht, dass die enge Kameradschaft auch über alle Dienstgradgruppen hinweg gepflegt wird.

Doch nicht nur der Dienstgrad, sondern auch die Herkunft der zusammengezogenen Reservisten ist sehr vielfältig. Das macht für Heinz Cecil den Reiz der Reserve aus. Ob jung oder alt, aus Ost oder West, von der Küste oder aus dem Alpenland, ob Offizier oder Mannschaftssoldat. Es sind die vielen unterschiedlichen und einzigartigen Charaktere, denen er in seiner Zeit bei der Bundeswehr begegnet ist, die für ihn den Reiz des Reservedienstes ausmachen.   Es sind für ihn unvergessliche Erlebnisse und dafür ist er sowohl seinen Kameraden als auch der Bundeswehr sehr dankbar. Vor allem für die Kameradschaft quer durch Rang und Republik.

Wir verabschieden uns mit einem kräftigen Anker wirf! Alles Gute dem wohl dienstältesten Stabsunteroffizier.

Quellen:
Fotos: gem. Bildunterschriften
Text: Marco Dittmer, Pionierbataillon 905, Ingolstadt

Die Panzerpionierkompanie 550 aus Stetten am kalten Markt führte vom 06.07.2020 bis 17.07.2020 einen Truppenübungsplatzaufenhalt an den Standorten Münchsmünster und Ingolstadt durch. Die COVID-19 Pandemie beeinflusste maßgeblich die Planung und Durchführung und machte dem alljährlichen Übungsplatzaufenthalt fast einen Strich durch die Rechnung. Nur durch strenge Auflagen und die nötige Einsatzbereitschaft konnte der traditionelle Aufenthalt gewährleistet werden.

Dafür wurde kurzerhand unter anderem die Sporthalle in Ingolstadt zur Unterkunft, für die Soldaten der Dienst-postenausbildung in Beschlag genommen. Jeder Soldat hatte dank einiger Bauzäune und über 300 Bettlaken seinen persönlichen Bereich. Somit konnte die „Kohortisierung“ der einzelnen Ausbildungen sichergestellt werden.

 

 

 

Die Übungs- und Ausbildungsphasen beinhalteten im Einzelnen das Transportpanzer-Schwimmen, die S-Boot Ausbildung, die InÜbungsHaltung in der Elektro-, Holz-, Beton- und Metallwerkstatt, die Gefechtsstandausbildung, und die Dienstpostenausbildung, bei der am Ende der Erwerb der Pionier-ATN stand.

Beim Transportpanzer-Schwimmen wurde in diesem Jahr die Bergung unter Zuhilfenahme von S-Booten ausprobiert. So konnte zudem die Ausbildung der S-Boot Bediener mit dem Transportpanzer-Schwimmen in Einklang gebracht werden. Natürlich lief, durch die in die Jahre gekommenen Transportpanzer Fuchs, nicht immer alles reibungslos, sodass auch die behelfsmäßige Instandsetzung ihren Anteil einbringen konnte und musste.

 

In den Werkstätten wurde von früh morgens bis in die späten Abendstunden geschreinert, geschweißt, gelötet und betoniert. Trotz der „Coronabedingten“ geringen Stärke von maximal 4 Soldaten je Werkstatt, wurden durch Schweiß und Blut viele Projekte in die Tat umgesetzt. Neben der im Fokus stehenden InÜbHaltung der Berufe, sitzt es sich auf eigens geschreinerten Bänken einfach besser.

Die Gefechtsstandausbildung umfasste den Auf- und Abbau, die Inbetriebnahme, das gefechtsmäßige Verlegen und die Inbetriebnahme. Durch die Möglichkeit der Verlegung von dem ÜbPl Zuchering auf den ÜbPl Hepberg und den Wasserplatz in Ingolstadt, konnte durch die taktische Lage ein realistisches Lagebild geschaffen werden. Dem Gefechtsstandführer stand zudem ein Sicherungszug zur Verfügung, der den Auf- und Abbau sicherte.

Der zweite Panzerpionierzug der Panzerpionierkompanie 550 nutzte den Übungsplatzaufenthalt, um die Dienstpostenausbildung für die neu zu versetzten Soldaten sicherzustellen. Vom PiGerSatz 2, der Paddelschule, bis hin zum Bau von behelfsmäßigen Übersetzmitteln wurde den Soldaten alles Notwendige für das Pionierhandwerk an die Hand gegeben.

Trotz der Auflagen und den Herausforderungen in Planung und Koordinierung durch die Corona-Pandemie, konnten auf dem Übungsplatz die Ausbildungsziele erreicht werden. So verbleibt die 550, ganz nach dem Motto der Kompanie „Einer für Alle – Alle für Einen“!

 

Anker wirf!

Text und Bilder:
Pascal Preitauer
PzPiKp550

Liebe Mitglieder und Freunde des BDPi !

Vorneweg hoffe ich, dass Sie alle gesund durch diese schwierige Zeit gekommen sind und es Ihnen soweit gut geht. Leider ziehen sich diese durch das Coronavirus bedingten Einschränkungen länger hin als wir alle das gehofft und erwartet haben, aber die Gesundheit steht an oberster Stelle. Ich möchte Sie heute über einige Entscheidungen informieren, die wir als Vorstand des BDPi angesichts der derzeitigen Rahmenlage getroffen haben.

1. Mit Datum 22.Mai 2020 haben wir Sie auf unserer Homepage über die Verschiebung unserer diesjährigen Mitgliederversammlung auf den 27./28. Oktober informiert. Aufgrund der derzeitigen Situation, der nicht vorhersehbaren Entwicklung in den kommenden Monaten, der infrastrukturellen Gegebenheiten am AusbZPi und angesichts der Tatsache, dass die allermeisten unserer regelmäßigen Teilnehmer an der MV zur sog. „Risikogruppe“ gehören, hat der Vorstand nach längerer Diskussion einstimmig beschlossen, die diesjährige Mitgliederversammlung abzusagen, zumal für dieses Jahr auch keine Wahlen anstehen.
Die Entlastung des Vorstands und der Kassenprüfbericht werden auf die MV 2021 geschoben.
Wir hoffen auf Ihre Akzeptanz für diese Entscheidung.

2. Um die Kontinuität und die Transparenz der Vereinsarbeit sicherzustellen, findet vom 28.-29. Oktober 2020 eine erweiterte Vorstandsitzung statt. Über deren Ergebnisse werden wir Sie ausführlich informieren.

3. Das jährliche Vergleichsschießen um den Wanderpreis des BDPi wird heuer nicht stattfinden, der Preis verbleibt bis zum nächsten Vergleichsschießen 2021 beim derzeitigen Preisträger.

4. Die Verleihung der Bestpreise des BDPi für herausragende Lehrgangsergebnisse werden wir weiterhin unter Beachtung der entsprechenden Bestimmungen durchführen.

Damit wünsche ich Ihnen weiterhin alles Gute, passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

mit kameradschaftlichen Grüßen und “Anker wirf”

Max Lindner
Oberst a.D.
Vorsitzender BDPi e.V.

Liebe Mitglieder und alle, die unsere Webseite besuchen !
Der BDPi beteiligt sich an dem Aufruf der DKMS sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen,
um Andreas aus Holenberg und anderen betroffenen Menschen zu helfen !
Wir freuen uns, wenn Sie diese Nachricht teilen und weiterleiten…

Flyer DKMS “Andreas”

Pressemitteilung

 Gemeinsam für Andreas!

Auch in der Coronakrise benötigen Blutkrebspatienten auf der ganzen Welt weiterhin dringend unsere Hilfe


Köln/Holenberg, 13.07.2020
– Der 51-jährige Andreas aus Holenberg hat Blutkrebs. Er benötigt dringend eine Stammzellspende, um zu überleben. Da die weltweite Suche nach einem „genetischen Zwilling“ bislang erfolglos ist, setzen Andreas Familie und Freunde alle Hebel in Bewegung, um zu helfen. Gemeinsam mit der DKMS

organisieren sie eine Online-Registrierungsaktion. Wer helfen möchte, gesund und zwischen
17 und 55 Jahren alt ist, kann sich über
https://www.dkms.de/andreas ein Registrierungsset nach Hause bestellen und so vielleicht zum Lebensretter werden.

 Die Blutkrebserkrankung stellt das Leben des 51-jährigen Andreas und das seiner ganzen Familie völlig auf den Kopf! Der leidenschaftliche Fußballer des VfB Negeborn hat erst vor kurzem mit der Sanierung eines neuen Hauses begonnen, das die Familie bald beziehen will. Durch die schockierende Diagnose ist plötzlich alles anders, er kann nur überleben, wenn es – irgendwo auf der Welt – einen Menschen mit nahezu gleichen Gewebemerkmalen gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Um die Suche nach einem „genetischen Zwilling“ für Andreas und andere Patienten zu unterstützen, rufen Familie und Freunde gemeinsam mit der DKMS dazu auf, sich als potenzielle Stammzellspender zu registrieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-COV-2 und der dadurch ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 findet die Registrierungsaktion nicht wie üblich an einem zentralen Veranstaltungsort statt, sondern erfolgt – zum Schutz der Bevölkerung – ausschließlich online. „Wir sind froh, dass wir über diesen Weg auch in dieser besonderen Situation zur Registrierung aufrufen können“, so Andreas Schwester, Stephanie Lückert. „Denn trotz der Pandemie sind ja auch weiterhin viele Patienten auf eine lebensrettende Stammzellspende angewiesen. Umso wichtiger ist es, dass jetzt viele Menschen mitmachen und sich registrieren lassen!“

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Andreas und anderen Patienten helfen und sich mit wenigen Klicks über https://www.dkms.de/andreas die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Die Registrierung geht einfach und schnell: Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Spender, die sich bereits in der Vergangenheit registrieren ließen, müssen nicht erneut teilnehmen. Einmal aufgenommene Daten stehen auch weiterhin weltweit für Patienten zur Verfügung. Wir hoffen, dass wir mit unserem Online-Aufruf eine Welle der Hilfsbereitschaft auslösen. Je mehr Menschen sich registrieren lassen, desto größer sind die Überlebenschancen für meinen Bruder und andere Patienten weltweit. Denn nur wer registriert ist, kann auch als Lebensretter gefunden werden“, weiß Stephanie Lückert.

 Besonders wichtig ist es, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Auch Geldspenden helfen Leben retten, da der DKMS für die Neuaufnahme eines jeden Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen.

 

DKMS-Spendenkonto

IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56

 

 

Über die DKMS

Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Unser Ziel ist es, so vielen Patienten wie möglich eine zweite Lebenschance zu ermöglichen. Dabei sind wir weltweit führend in der Versorgung von Patienten mit lebensrettenden Stammzelltransplantaten. Die DKMS ist außer in Deutschland in den USA, Polen, UK, Chile, Indien und Südafrika aktiv. Gemeinsam haben wir über 10 Millionen Lebensspender registriert. Darüber hinaus betreibt die DKMS wissenschaftliche Forschung und setzt in ihrem Labor, dem DKMS Life Science Lab, Maßstäbe bei der Typisierung neuer Stammzellspender.

 

Hintergründe, Bildmaterialien und viele weitere Geschichten für Ihre Berichterstattung finden Sie in unserem DKMS Media Center unter mediacenter.dkms.de.

Weitere Einblicke in die Arbeit der DKMS und den Kampf gegen Blutkrebs gibt es auf unserem Corporate Blog
dkms-insights.de.

 

Zur Registrierung als Stammzellspender besuchen Sie bitte unsere Webseite dkms.de.

Quelle:
DKMS Gemeinnützige GmbH

Die Bundeswehr legt den Fokus wieder mehr auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Dazu gehört auch der Kampf aus gedeckten Stellungen, um dem Feind möglichst unaufgeklärt und sicher vor direktem Beschuss im Feuerkampf zu begegnen. In malerischer Kulisse der Berchtesgadener Alpen gelegen, befindet sich der Standortübungsplatz „Sillberg“ fußläufig zur Jägerkaserne, wo das Gebirgsjägerbataillon 232 beheimatet ist.
In steiler Hanglage mitten im dicht bewachsenen Laubwald wurde in den 1980ern ein aus mehreren Gängen und Kampfunterständen bestehendes Stellungssystem errichtet. Es sollte insbesondere in den Zeiten des Kalten Krieges der Erprobung des infanteristischen Kampfes aus der Deckung heraus dienen.

Doch die Anforderungen an die Bundeswehr wandelten sich in den letzten Jahren. Es galten nicht mehr nur die eigenen Grenzen zu verteidigen, sondern auch komplexe Missionen überall auf der Welt zu bewältigen. Das Stellungssystem lag viele Jahre brach und wurde Opfer der Witterung. Morsches und geborstenes Holz, verbogene Stahlbleche und Erdrutsche machten es unmöglich, dieses System durch die übende Truppe zu nutzen. Schweres Baugerät und bautechnische Expertise waren gefragt.
Ein Kernauftrag für die Pioniere!

Folgerichtig wurden das GebPiBtl 8 und das PiBtl 905 aus Ingolstadt mit der Ertüchtigung des brach liegenden Stellungssystems beauftragt. Bereits mehrfach hat in der Vergangenheit der aktive Colourverband GebPiBtl 8 die Reservisten des PiBtl 905 bei diversen Übungs- und Ausbildungsvorhaben mit Ausrüstung, Material und Personal unterstützt. In enger Zusammenarbeit wurden Erkundungen, umfangreiche Berechnungen und Planungen zur Durchführung des Bauvorhabens durchgeführt.
Anfang Juli 2020 rückten mehr als 30 Reservisten, die über verschiedene zivilberufliche Expertisen aus dem Bereich Bauwesen verfügen, zur Reservedienstleistung nach Ingolstadt an, um mit schwerem Pioniergerät in das etwa 230 Kilometer entfernte, kurz vor der Österreichischen Grenze liegende, Bischofswiesen zu verlegen.

Vor Ort erwies sich der Auftrag als wahre Bewährungsprobe für die Soldaten. Tagelanger Starkregen hatte das schroffe Karstgelände stark aufgeweicht. Unmengen an Holz, Kies und anderem Baumaterial mussten auf die auf etwa 1.100 Höhenmetern gelegene Baustelle verbracht werden. Schwülwarme Temperaturen machten das Befüllen tausender Sandsäcke, das Ausheben der verschütteten Gänge und das Zusägen und Verarbeiten des Holzes zu einer schweißtreibenden Aufgabe, bei der auch Soldaten des Gebirgsjägerbataillon 232 unterstützen. Auf einer Fläche von circa 5.000 Quadratmetern wurden mitten im Wald über mehrere Tage hinweg neue Kampfunterstände, ein Zuggefechtsstand sowie etwa 100 Meter Schützengräben ausgehoben und mit Wellblechplatten und Holzbalken verstärkt.

Die verschärften Auflagen zur Eindämmung der Corona Pandemie erschwerten die Arbeiten und Unterbringung zusätzlich.

Ein heftiger Gewittersturm beendete die Arbeiten am Stellungssystem. Dunkle Wolken verhüllten den berüchtigten Schicksalsberg Watzmann und brachten mehr als 40 Liter Regen pro qm binnen kurzer Zeit und Starkwinde hervor. Knietief standen die Pioniere im schlammigen Wasser. Glücklicherweise konnten die Bauarbeiten noch rechtzeitig fertiggestellt und das neue Stellungssystem den Bischofswiesener Gebirgsjägern übergeben werden.

Die Kommandeure des GebJgBtl 232, GebPiBtl 8 und PiBtl 905 waren sich einig: Was hier von den Reservisten geleistet wurde, ist überragend und wäre so in der Kürze der Zeit und der Knappheit von Haushaltsmitteln auch von zivilen Firmen nicht leistbar gewesen.

Die Reserve des Heeres hat hier wieder einmal seinen echten Mehrwert für die Bundeswehr bewiesen!

 

 

Artikel und Bilder von
Hauptmann Marco Dittmer
Pionierbataillon 905

 

 

Gem § 9 unserer Satzung unterstützen Beiräte die Arbeit des Vorstands.
Der Vorstand des BDPi würde sich sehr freuen, wenn sich unter den Mitgliedern jemand bereit fände,
die Aufgaben des/der Beirats/Beirätin “Jubiläen und Ehrungen” zu übernehmen.


Gehalt gibt es wie üblich keins, jedoch die Möglichkeit die Pionierfamilie aktiv zu unterstützen… 😉

 

Für den Vorstand
Jürgen Falkenroth
Webmaster BDPi

P.S.: die nette Anzeige hat unser Schatzmeister OTL a.D. Gerald Brübach erstellt. Vielen Dank dafür..

 

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde des BDPi,

am 26.März haben wir Sie über die Verschiebung der diesjährigen Mitgliederversammlung informiert.
Als neuen Termin haben wir jetzt den 27.Oktober 2020 festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt findet die jährliche
“Fachtagung Pioniere” am Ausbildungszentrum in Ingolstadt statt, an die wir uns anschließen wollen.
Das genaue Programm werden Sie zeitgerecht zusammen mit der Einladung erhalten.

Leider sehen wir uns auch gezwungen, das für den 19.-21. Juni in Havelberg geplante Regionaltreffen abzusagen.
Wir werden dieses mit dem voraussichtlich gleichen Programm im Jahr 2021 nachholen.
Zeitpunkt wird wohl wieder das dritte Juni-Wochenende sein, wenn beim PzPiBtl 803
das jährliche Havelbiwak stattfindet. In jedem Fall werden wir Sie auch hier rechtzeitig über weitere
Details informieren.

Wir wünschen Ihnen weiterhin Zuversicht in diesen schwierigen Zeiten.
Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund.

 

Präsident                                                                      Vorsitzender
Franz Pfrengle                                                             Max Lindner
Brigadegeneral a.D.                                                    Oberst a.D.
Präsident BDPI e.V.                                                    Vorsitzender BDPI e.V.