Pioniere und Freunde besuchten das Zollamt Emmerich

Mitglieder und Freunde des Traditionsverbandes der ehemaligen Emmericher Pioniere e.V. und Freunde besuchten am 20. Oktober 2016 im Rahmen Ihrer jährlichen Informationsveranstaltung die Dienststelle des Zollamtes in Emmerich am Rhein unter dem Motto: “Emmerich am Rhein und der Zoll gehören von jeher zusammen – wie Yin und Yang”.

Bedingt durch das “Schengener Abkommen” von 1985 und die damit verbundene Grenzöffnung wurden zahlreiche Zolldienststellen in Emmerich am Rhein aufgelöst und die Zahl der Zöllner entlang des Stromes und seiner Grenze zu den Niederlanden drastisch heruntergefahren. Die Kontrollen auf dem Rhein durch die “Zöllner mit  ihren grün-weißen Zollbooten“ werden nicht mehr durchgeführt.

Die gespannte Besuchergruppe der Pioniere wurde im Emmericher Zollamt von Jürgen Hoymann herzlich willkommen geheißen. Nach einer kurzen Einweisung übernahm der Zollfahnder Willi Meyer die Gäste und berichtete zu Erlebnissen der Zöllner entlang der Bundesautobahn A 3 vor allem im Bereich der Rauschgiftkriminalität. Ein Knochenjob, der nicht ganz ungefährlich ist und viel Erfahrung erfordert. Zollfahnder Meyer ließ es sich nicht nehmen, den Pionieren umfangreiche Asservate und das ein oder andere „Tütchen“ für eine kurze Schnupperprobe zu präsentieren.
Danach führte Jürgen Hoymann lebendig durch die Geschichte des Zolls und die von ihm initiierte Dauerausstellung im Gebäude an der Albert-Einstein-Straße. Dort sind neben Zolluniformen aus früherer Zeit bis heute verschiedene Hilfsmittel, Ausrüstungsgegenstände, Funkgeräte, Telefone und Fahrzeuge für den täglichen Dienstbetrieb eines Zöllners zu bestaunen. Herr Hoymann, “durch und durch Zöllner von der Pieke auf”, eingesetzt im Ermittlungsdienst konnte mit seinem großen Erfahrungsschatz aus allen Bereichen des Zolldienstes seine interessanten Ausführungen immer wieder durch “Anekdoten und Döntjes” aus dem täglichen Dienst des Zöllners bereichern.

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Bad Mergentheim

Am 24./25.09.2016 trafen sich ehemalige Angehörige der Panzerpionierkompanie 360 in Bad Mergentheim. Treffpunkt war die ehemalige Deutschorden-Kaserne, in der die Kompanie von 1963 bis 1992 stationiert war und danach im Rahmen der Bundeswehr-Truppenreduzierung 1992 aufgelöst wurde.

Das Treffen stand im Zeichen echter Pioniertradition, denn seit vielen Jahren treffen sich die „Ehemaligen“ immer wieder zu unterschiedlichen Anlässen an unterschiedlichen Orten.

Armin Rother von der Firma WÜRTH begrüßte die ehemaligen Pioniere in ihrer einstigen Kaserne. Er referierte über die Bedeutung und Entwicklung der Firma WÜRTH am Standort Bad Mergentheim und gab Einblick in die umfangreiche Logistik und Organisation des weltweit präsenten Industrieunternehmens.

Im Anschluss an ein gemeinsames Mittagessen wurde eine Traditionsecke im ehemaligen Kompaniegebäude eingeweiht. Viele Erinnerungsstücke konnten wieder nach Bad Mergentheim geholt werden. Oberstleutnant a.D. Steiner, ehemaliger Kompaniechef, wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung und Wichtigkeit von Traditionspflege in der heutigen schnelllebigen Zeit hin. Er sagte Dank an alle Kameraden, die sich um die Einrichtung der Traditionsecke verdient gemacht haben.

Am Abend trafen sich die Teilnehmer in Markelsheim zu einem großen Kameradschaftsabend, an dem ein Film über die Geschichte der Panzerpionierkompanie 360, gestaltet von Detlef Mauder und Helmut Kindgen, vorgeführt wurde und große Resonanz fand.

Am Sonntagmorgen trafen sich die Pioniere zu einem zünftigen Frühschoppen in Markelsheim, ehe man sich wieder auf den teilweise weiten Heimweg begab.

Das nächste Treffen soll in zwei Jahren in Neuenstadt am Kocher, Patengemeinde der Panzerpionierkompanie 360 bis 1992, sattfinden.
Helmut Kindgen


 

 

Segelkurs und Seefahrt 2016
der Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere e.V.

gegründet 1971

Die Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere (abgekürzt: SK) führt in jedem Frühjahr einen Kurs zum Erwerb des Sportbootführerscheins Binnen durch, an dem Soldaten aus Ingolstadt und München, in Neubiberg studierende Offiziere/OAs sowie zivile Interessenten teilnehmen. In diesem Jahr wurde der Teilnehmerkreis auf Soldaten beschränkt, um die Mitgliederzahl in der SK (derzeit etwa 300) nicht zu stark ansteigen zu lassen, denn die Segelkurse bringen jedes Jahr meist über 20 Neumitglieder.
Ich bin für die etwa 40 jetzigen und früheren Bundeswehrstudenten zuständig und bin natürlich auch als Segelausbilder eingesetzt.
Klaus op de Hipt, Oberstleutnant a.D.

Im Frühjahr berichteten wir an dieser Stelle vom Segelkurs der Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere. Und auch von der Segelbegeisterung, die uns damals erfasste.

In der Segelkameradschaft des Ausbildungszentrums Pioniere werden auch Segeltörns auf dem Meer durchgeführt – in diesem Jahr u.a. zweimal mit studierenden Offizieren/OAs der Universität der Bundeswehr München. Einer der teilnehmenden Fähnriche erzählt nun vom letzten Segeltörn:

Segeltörn auf der Adria

3-ema

Der logische nächste Schritt nach vielen schönen Sommerstunden auf dem Starnberger See war ein Segeltörn auf einem etwas größeren Boot. Gemeinsam mit unserem erfahrenen Skipper Oberstleutnant a. D. Klaus op de Hipt, der auch im Frühjahr unser Segelkursausbilder war, trommelten  ein weiterer Teilnehmer dieses Kurses und ich eine insgesamt siebenköpfige Crew zusammen, mit der wir eine Woche (10.-17.09.16) auf einer Segelyacht die nördliche Adria erkunden wollten.
Am Samstag übernahmen wir nach langer Busfahrt in der Marina von Vrsar/Kroatien unser Schiff, die 13 m lange Segelyacht „EMA“. Nach dem Einräumen und der Einweisung konnten wir abends die gute kroatische Küche genießen, bevor die erste Nacht auf dem Boot anstand. Alles war ungewohnt eng und verschachtelt, und noch hatten wir uns nicht an das Schaukeln gewöhnt.

 

 

4-mobAber als wir am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein ausliefen, war das vergessen, und wir hatten nur noch die Weite des Meeres vor uns. Das ausgezeichnete Wetter brachte leider nicht allzu viel  Wind mit, sodass wir in den nächsten Tagen immer wieder zu längeren Fahrten unter Motor gezwungen waren. Aber das Segeln kam auch nicht zu kurz und wir konnten regelmäßig unsere Manöver, allem voran das „Mann-über-Bord-Manöver“, üben.

 

So segelten wir die nächsten Tage ruhig vor uns hin, nur unterbrochen von Manöver-Übungen, Delfin-Sichtungen oder Badestunden. Wir umrundeten die Südspitze von Istrien bei Pula und folgten der Inselkette um Mali Lošinj bis auf die Höhe von Zadar. Dort drehten wir wieder um und traten auf anderen Kursen den Rückweg an. In der Mitte der Woche übernachteten wir einmal im Stadthafen von Mali Lošinj, um mal wieder ausgiebig zu duschen und die Wassertanks und Batterien aufzuladen. Die restliche Zeit ankerten wir in beschaulichen Buchten und ließen uns von unserem Smutje fabelhaft bekochen.

5-mob

An den letzten beiden Tagen verschlechterte sich das Wetter, brachte aber dafür erfreulicherweise starken Wind und Seegang mit, was uns den Abschied nicht leichter machte – nach einer so schönen und erlebnisreichen Woche.„ Mast- und Schotbruch“ (so sagen die Segler) – und bis zum nächsten Mal!


Segelprüfung
Bericht der Fähnriche Bahlcke und Czelinski:
Der krönende Abschluss unseres Segelkurses war am Prüfungstag. Alle waren erlöst vom Prüfungsdruck und begeistert vom wilden Ritt auf der kippeligen Einmannjolle vom Typ „Laser“. Das Kentern im 8° kalten Wasser konnte den Enthusiasmus nicht bremsen. Das war natürlich nach der Prüfung. weiterlesen