Bund Deutscher Pioniere e.V.

Berichte aus den Pionierkameradschaften

Enthüllung des Ehrenmals der Ulmer Pioniere

Wie im Bericht der „BDPi-Info“ angekündigt, wurde am 13.11.2011 während der Gedenkfeier zum Volkstrauertag in militärisch feierlichem Rahmen, begleitet durch eine Ehrenwache der 3. Kp des Unterstützungsbataillons Kommando Operationsführung Eingreifkräfte, den Vertretern der Pionierkameradschaft Ulm sowie der Bevölkerung die Beschilderungstafel am Ehrenmal der Ulmer Pioniere würdevoll enthüllt.

Die Gedenkansprache und die Enthüllung nahmen Oberstleutnant Manfred Reschke, Abteilungsleiter „Pioniere“ - und der Vorsitzende der Pionierkameradschaft Ulm, Stabsfeldwebel a.D. Konni Dreier vor.
Das Ehrenmal am Eingang zur Pionierkaserne, errichtet im Jahr 1923 von den Pionier-Vereinen des Landes und dem Württemberger Pionieroffizier-Verein, erinnert an die Gefallenen und Vermissten der beiden Kriege.
Der Zahn der Zeit hatte durch Verwitterung am Mauerwerk genagt – Nässe, Frost und Natur hatten Eingang in das Bauwerk gefunden. Das Denkmal befindet sich an exponierter Stelle in der Öffentlichkeit, und in sehr dankeswerter Weise hatte sich die Stadt Ulm zur Instandsetzung bereit erklärt.
Die Ulmer Firma Thomas Mack führte die Spenglerarbeiten an den vier Stützpfeilern durch. Dabei wurde in einer der Abdeckungen das Emblem der Pionierkameradschaft Ulm liebevoll eingearbeitet.
Einem Antrag bei der Mitgliederversammlung folgend, wurde eine Beschilderung in Form einer durch die Gießerei Kollinger kunstvoll hergestellten Bronzetafel am Aufgang zum Ehrenmal angebracht.

 


Emmericher Pioniere



Ordentliche Pionierkameradschaft im Bund Deutscher Pioniere e.V.

Emmerich am Rhein, 21. Dezember 2011

 Liebe Mitglieder und Freunde der ehemaligen Emmericher Pioniere! 

Im Namen des Vorstands und meiner Familie danke ich für Eure Unterstützung  und Mitarbeit im Jahr 2011.

Ich zähle auf Euch auch im kommenden Jahr:

Gemeinsam sind wir stark! 

Die „Emmericher Pioniere“ hätten in diesem Jahr gerne ihren 50. Geburtstag in ihrer ehemaligen Garnisonsstadt Emmerich am Rhein begangen,
aber die Geschichte wollte es anders.
Um die Erinnerung an uns nicht verblassen zu lassen, werden wir weiter aktiv für die Realisierung eines Traditionsraums eintreten.
Ich habe deshalb am 9. Dezember 2011 eine Ratseingabe an den
Bürgermeister Johannes Diks übergeben können. 
Ich bin zuversichtlich, dass unser berechtigtes Anliegen im Rat
der Stadt im kommenden Jahr endlich Gehör finden wird.
Unsere Gedanken verbunden mit unserer hohen Anerkennung
sind in diesen Tagen auch bei unseren Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan und bei Ihren Familien in Deutschland.

 Viel Glück und Gottes Segen!

Eurer Vorsitzender Joachim Sigmund

www.emmericherpioniere.de

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2012!
für den Terminkalender „Emmericher Pioniere“ 



Jahresplanung 2012

19.01.2012 - Neujahrsempfang der Stadt Emmerich am Rhein
24.02.2012 - Pionierstammtisch mit Vortrag "Junge Veteranen"
23.03.2012 - Wanderpokalschießen „Emmericher Pioniere“
27.04.2012 - Pionierstammtisch mit Vortrag "UNMISS
06.05.2012 - Einführung in das Nordic Walking  
30.06.2012 - Tagesfahrt nach Düsseldorf mit Besuch des Flughafens
31.08.2012 - Kegelabend „Emmericher Pioniere“ in Rees
14.09.2012  - "Tag der Pioniere" in Ingolstadt
15.09.2012 - Mitgliederversammlung Bund Deutscher Pioniere e.V.
27.09.2012 - Tagesfahrt ins Emsland (Meppen)
26.10.2012 - Auftakt Kriegsgräbersammlung 2012 am Standort
26.10.2012 - Ordentliche Mitgliederversammlung 2012
18.11.2012 - Kranzniederlegung am Volkstrauertag 2012
01.12.2012 - "Brückenschluss 2012"
07.12.2012 - Übergabe Führung der Pionierschule in Ingolstadt


20 Jahre Pionierkameradschaft Storkow

Am Freitag, dem 20. Oktober 2011 feierte die Kurmärkische Pionierkameradschaft in der Storkower Kaserne ihr 20-jähriges Bestehen. Hier wurde sie am 10. Oktober 1991 in Anwesenheit des damaligen Vorsitzenden des Waffenringes Deutscher Pioniere e.V., Kamerad Oberst a.D. Rudi Fasbender, gegründet.

Der Kameradschaftsvorsitzende berichtete bei einem feierlichen Essen über die damaligen Ziele und Absichten, die zur Gründung der Kameradschaft führten:

Es gab einige wenige Unteroffiziere und Offiziere der Bundeswehr, welche im März 1991 mit dem Auftrag nach Storkow befohlen waren, Pioniertruppenteile der Nationalen Volksarmee aufzulösen und die Pionierbrigade 80 aufzustellen. Für eine Minderheit der Soldaten der NVA waren diese „Wessis“ schlicht Konterrevolutionäre, die geholfen hatten, den sozialistischen Staat DDR zu zerstören. Kontakte lehnten sie grundsätzlich ab.

Dagegen lehnten es viele zwar ab, als Soldat in die Bundeswehr einzutreten. Sie hielten es für ehrenrührig, die Fahne zu wechseln, nachdem sie ein Leben lang aus Überzeugung der sozialistischen DDR gedient hatten, waren aber daran interessiert, wie es denn „die anderen“ machten. Außerdem fühlten sich alle doch irgendwie als deutsche Soldaten.

Manche liebten ihren Beruf so sehr und fühlten auch eine soziale Verantwortung gegenüber ihren Familien, dass sie einen Antrag auf Übernahme in die Bundeswehr stellten. Manche wurden übernommen, andere jedoch aus ideologischen oder Leistungsgründen abgelehnt. Diese unterschiedlichen Gruppen galt es zusammenzuführen.

Ziel sollte es sein, uns auf gleicher Augenhöhe im kameradschaftlichen Miteinander uns unsere Geschichten zu erzählen. Nur so war es möglich zu verstehen, warum wir in unserem Denken und Handeln in den beiden diametral entgegengesetzten Gesellschaftssystemen derartig unterschiedlich gewachsen waren. 64 Kameraden aus beiden Armeen stellten sich dieser Aufgabe.

Heute ist die Kurmärkische Pionierkameradschaft in der Stadt Storkow ein allseitig geschätzter gesellschaftlicher Faktor, deren Einsatz im Zusammenführen von Menschen unterschiedlicher Prägung überall Anerkennung findet. Viele, die uns vor 20 Jahren als Konterrevolutionäre betrachteten, sind heute Kameraden in der Kurmärkischen Pionierkameradschaft.

Mit Auflösung des letzten Pionierverbandes, des Panzerpionierbataillons 801, 2006 erwuchs eine zusätzliche Aufgabe. Es galt, 50 Jahre Pioniertradition in Storkow wach zu halten. Dank der beispielhaften Gastfreundschaft der Verantwortung tragenden Kasernenkommandanten und Standortältesten konnte in der Kaserne mit Genehmigung des Kommandeurs der 14. Panzergrenadierdivision eine Militärhistorische Sammlung aufgebaut werden. Sie ist bis heute Anziehungspunkt für zahlreiche Gäste.

Um die Erinnerung an die 50-jährige Pioniertradition der Garnison wach zu halten, beschloss die Stadtverordnetenversammlung darüber hinaus einstimmig von links bis rechts einen Platz der Stadt „Platz der Pioniertruppen“ zu nennen. Auch darauf sind wir ein wenig stolz.

Der „Schlachtruf“ der Pioniertruppe einst und heute heißt „Anker wirf“, der der Pioniere der Nationalen Volksarmee hieß „Ponton – wasserwärts kant um“. Beide Begriffe sind der Aufgabe des Brückenschlages entlehnt. Diese Aufgabe nehmen wir auch in der Zukunft ernst; denn es gibt noch einige Brücken zu schlagen: Dazu gehört  in erster Linie die Erkenntnis, dass in beiden deutschen Armeen Soldaten ihre Pflicht taten.

Ernst-Georg Krohm


Besuch beim Royal Engineer Museums in Gillingham

Einer (leider) kleine Gruppe unter OSTFw a.D. Joachim Meyer, Hameln, besuchte vom 19. bis 22. August 2011 das Pioniermuseum und die Pionierschule in Gillingham und Chatham (UK) sowie touritische Orte in der Umgebung.


Am Freitag gegen 17:00 Uhr britischer Zeit erreichten die Teilnehmer mit dem EUROSTAR-Zug den Bahnhof EBBSFLEET und nach einer Weiterfahrt mit dem Auto das Hotel "Premier Inn" in GILLINGHAM.

                                                                                                    Eingangstor der Schule
Am Samstag erfolgte der Museumsbesuch von 10:30 bis 14:30 Uhr, wo sich ein Rundgang von 60 Minuten über das weitläufige Schulgelände anschloss. Nach dem Durchschreiten eines großen schmiedeeisernen Tores schaut man zunächst durch einen Triumphbogen auf das Reiterstandbild von General Gordon und erkennt danach den Eingang des großen Stabsgebäudes der Schule.

Das ROYAL ENGINEERS MUSUM wurde im Jahre 1912 in der Brompton Kaserne eröffnet und 1986 in das Ravelin Gebäude, seinem heutigen Standort, verlegt. Ihre Königliche Majestät, Queen Elizabeth II, eröffnete das neue Museum am 20. Mai 1987.

Das Ravelin Gebäude wurde von Major Moore RE entworfen und im Jahre 1904 fertig gestellt. Es diente zunächst als Aubildungszentrum für Elektriker. Die Türme des Gebäudes waren zur Aufnahme von Suchscheinwerfern vorgesehen. Die Hauptgalerien des Museums erzählen in chronologoischer Reihenefolge die Geschichte der Royal Engineers.

Die Ausstellung ist in drei Hauptthemen unterteilt:

Der erste Teil befasst sich mit Kriegshandlungen des Royal Engineers Corps sowohl im direkten Gefecht, als auch in der Unterstützung andrere Truppenteile; bei der Überwindung von Hindernissen, dem Bau von Sraßen, Brücken und Landebahnenen sowie der Errichtung von Sperren.
In einigen Galerien wird die Ausstellung durch realistische Geräusche und Effekte ergänzt.

Der zweite Teil befasst sich mit technischen Neuerungen, Erfindungen und der Anwendung neuer Technologien, womit das Royal Engineers Corps Anregung für verschiedene Spezialeinheiten gab. Die Royal Air Force, das Royal Logistics Corps, das Royal Corps of
Triumphbogen - Schulstabsgebäude   Signals und selbst die Torpedoabteilung der Royal Navy haben von diesen Erfahrungen profitiert.


Der dritte Teil befasst sich insbesondere mit der weltweiten Arbeit des Royal Engineers Corps als Bauingenieure, Architekten und Vermessungsingenieure. Das frühere British Empire hat den Pionieren viel zu verdanken. Sie machten ihrem Motto "Ubique" (Überallhin) alle Ehre.

Für die Vervollständigung des Museums sorgt die Bibliothek des Royal Engineer Corps, ein Archiv, das seit dem Jahre 1813 besteht. Die Bibliothek kann nach vorheriger Absprache besichtigt werden. Neben Büchern liegen hier Manuskripte, Karten, Lagepläne und Fotografien. Es ist eine einmalige Informationsquelle für Geschichtsforscher und Genealogen.

Das Pioniermuseum wird von einem Oberst geleitet, dem ein Museumsdirektor als Fachleiter für Museumswesen zugeordnet ist.

Die Museumsaustellung beginnt in Gibraltar und endet in der Neuzeit. Die Einsatzorte der RE im ehemaligen British Empire werden ebenso dargestellt wie z.B. die Weltkriege, der Falklandkrieg, Nordirland und nun der 3. Einsatz in Afghanistan!
Neben den Darstellungen der Generale aus der Pioniertruppe werden besondere Leistungen von Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren den Besuchern gezeigt. Dies wird deutlich in den vielen Ordensschubläden, wo neben den verliehenen Orden ein Foto des Ausgezeichneten beigefügt wurde, teilweise auch mit dem Anlass der Auszeichnung. Auch die Darstellung in Modellen, z.B. der künstlichen Häfen vor der Küste der Normandie im 2. Weltkrieg sind beeindruckend.

Die umfassende, ununterbrochene Tradition der RE ist einmalig zu nennen. Wir haben in Deutschland Gleichwertiges - wegen unserer Geschichte nach 1933 - nicht zu bieten.

Das pioniertechnische Grossgerät - außerhalb des Pioniermuseums - , das sich im HISTORIC CHATHAM DOCKYARD befindet. wurde aus Zeitgründen nicht mit ins Programm genommen.

Mit SSgt a.D. Flippance hatten dei Besucher einen überaus sachkundigen, deutsch-sprechenden Museumsführer, der sich später - nach seiner Dienstzeit (als RE) - ehrenamtlich in die Museumsarbeit eingebracht hat.



Der touristische Höhepunkt  - in der Umgebung - waren die Stadt ROCHESTER, UPNOR CASTLE und LEEDS CASTLE mit der Gartenanlage.

Frau Flippance ist für ihre touristische Begleitung und Betreuung ganz herzlich zu danken.



Joachim Meyer




Gedenken auf den Düppeler Höhen

Die Pionierkameradschaft Schleswig nimmt an der Gedenkfeier zum Jahrestag der Schlacht an den Düppeler Schanzen teil. 

Bei strahlendem Sonnenschein kamen am 18. April mehrere hundert Menschen zu den Düppeler Schanzen, um an der Gedenkfeier anlässlich des 147. Jahrestages der Schlacht bei Düppel im Jahre 1864 teilzunehmen. Die Pionierkameradschaft Schleswig war mit 40 Teilnehmern vertreten. Angetreten waren ein Ehrenzug der dänischen Unteroffiziersschule aus Sonderburg und ein Ehrenzug der deutschen Unteroffiziersschule aus Delitzsch. Zum ersten Mal seit 147 Jahren führten beide Ehrenzüge ihre Nationalflaggen mit. Dies war den deutschen Teilnehmern bis zum 18. April 2011 noch nie genehmigt worden.

Als ersten Redner hörten wir den Kommandeur der dänischen Unteroffiziersschule. Es folgte dann die Rede des deutschen Botschafters in Dänemark, Herrn Christoph Jessen. Er betonte in seiner Rede, die er sowohl auf Deutsch als auch auf Dänisch hielt, dass die Schlacht von Düppel auch heute noch in Dänemark ein großes Ereignis sei. Nach diesen beiden Reden wurden dann die Kränze an den Gedenkstätten abgelegt. Alsdann folgte erstmals ein Marsch der beiden Ehrenzüge unter den Klängen eines Musikkorps von Düppel durch die Straßen Sonderburgs zurück zur Kaserne am Alsensund.

Die Teilnehmer der Pionierkameradschaft fuhren dann mit dem Bus zum Friedhof nach Broagger, um am Grab des Pionier Karl Klinke ein Blumengesteck abzulegen. Die Rede zur Gedenkfeier in Broagger hielt Professor Doktor R. Witt aus Schleswig. Nach dieser Feierstunde fahren wir dann noch einmal an den Vemming-Bund, und der Professor machte hier in seinem Vortrag noch einmal deutlich, welche unterschiedliche Ausrüstung hinsichtlich der Waffen in beiden Armeen bestand.

Nach dieser Erläuterung fuhren wir dann nach Gravenstein, um in dem Clubheim des deutschen Ruderclubs gemeinsam die von Frau Helga Petersen hergerichteten Schnittchen und Kuchenplatten mit einem Kaffee zu genießen. Herr Andreas Fleischer vom Kameradschaftsverband Nordschleswig begrüßte alle Teilnehmer und hofft auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Unser 1. Vorsitzender bedankte sich bei Frau Petersen und bei Herrn Fleischer für die Gastfreundschaft und überreichte beiden ein Präsent.

Nach diesem schönen Abschluss fuhren wir dann mit dem Bus entlang des Fördeweges in Richtung Schleswig. Es versteht sich aber von alleine, dass bei diesem schönen Sommerwetter ein Halt bei Annis Kiosk eingelegt werden musste. Denn hier, wo es angeblich die besten Hotdogs der Welt gibt, wollten viele Teilnehmer der Schleswiger Pioniere noch eine Pause einlegen und diese Köstlichkeit genießen. Natürlich mussten wir diesem Wunsch entsprechen. Danach dann Fahrt zum Ausgangspunkt nach Schuby. Das Gesteck, welches am Grab von Pionier Klinke abgelegt wurde, spendete unser Kamerad Peter Klinker. Peter, hierfür sage ich nochmals „ Dankeschön“.
J.B.


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