Bund Deutscher Pioniere e.V.

Neues aus der Pioniertruppe

40 Jahre Fachschule des Heeres für Bautechnik

 Der Vorsitzende nahm am Festakt in der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik teil

                                       

Mit einem Festakt unter Leitung des Kommandeurs der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik und General der Pioniertruppe, Brigadegeneral Wolfgang Krippl wurde das 40-jährige Bestehen der Fachschule des Heeres für Bautechnik würdig gefeiert. In seiner Ansprache ging BG Krippl auf die Geschichte, die Bedeutung und die Leistung der Fachschule des Heeres für Bautechnik ein. Neben der fachlichen Leistung wies er aber auch auf die besondere Rolle auch in die Einbindung der Fachschule in in das zivile berufsbildende Umfeld. Besonders hob er aber auch die Weiterentwicklung der Fachschule gerade in der Folge der Einsatzerfahrungen in den 90er Jahren hervor, die im Bautechnischen Unterstützungs-Zentrum (BUZ) sichtbaren Ausdruck findet und die unmittelbare, qualifizierte bautechnische Beratung der Pioniertruppe im In- und Ausland ermöglicht. In der Rolle eines Bedarfsdeckers deckt die Fachschule den Bedarf der Pioniertruppe, aller TSK und in erheblichen Umfang der Militärische Infrastrukturorganisation der Bundeswehr mit hervorragend ausgebildeten Bautechnikern.

 
In ihren Grußworten unterstrichen der Vertreter der Regierung von Oberbayern, Ltd. RegSchDir Michael Waidhauser, Dr. Josef Amann von der Industrie und Handelskammer für München ebenso diese hervorragende Einbindung, wiesen aber zudem auf die hohe Qualität der Ausbildung und die konkrete, stets unkomplizierte Unterstützung im Rahmen der beruflichen Prüfungen in Oberbayern. Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schwarz, Universität der Bundeswehr München, Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen fügte hinzu, welche Bedeutung die Fachschule im Ausbildungssystem der Bundeswehr spielt und dankte der Schule für die Kooperation und Unterstützung, die insbesondere in der jüngsten Vergangenheit gewachsen ist. Mit Blick in die Zukunft beurteilte er diese gegenseitige Ergänzung der fachlichen Ausbildung und Bildung als wichtig und erklärte den Willen der UniBwM in diesem Sinne mit der Fachschule zusammen zu arbeiten.







Diesen Gedanken nahm zum Abschluss des von musikalischen Einlagen des Bläserquintetts Luftwaffenmusikkorps I umrahmten Festaktes der Leiter der Fachschule, Oberstleutnant Thomas Mangold noch einmal auf. Er dankte persönlich für die wohltuenden, anerkennenden Grußworte, auch im Namen aller Ausbilder und ehemaligen Leiter der Schule. Er fügte seinen Dank an den BdPi für die Unterstützung über die Zeit und der Festveranstaltung hinzu und bat zum Stehempfang im Foyer des Lehrgebäudes ein, der den Gedankenaustausch aller Teilnehmer zuließ.





Insbesondere war es belebend, dabei auch den aktuell im Bautechnikerlehrgang gemeinsam mit den Ehemaligen zu erleben, ganz im Sinne der Zielsetzung unseres Bund Deutscher Pioniere.

Mit kameradschaftlichen Gruß und einem Anker-wirf!

Ihr
Ortwin Timm


 

Kommandoübergabe Pionierregiment 100 in Minden

Unser Vorsitzende, Oberst Ortwin Timm berichtet.
Am Freitag, den 16.09.2011 wurde durch den stellvertretenden Kommandeur 1. PzDiv und Kommandeur Divisionstruppen, Brigadegeneral Heinz Georg Wagner, im Rahmen eines Appells das Kommando über das Pionierregiment 100 von Oberst Diplomingenieur (FH) Wolfgang Pirner an Oberst Diplompädagoge Uwe Alexander Becker übertragen. Eine eindrucksvolle Paradeaufstellung, bestehend aus Abordnungen des PzPiBtl 1 aus Holzminden, des sPiBtl 130 und der Stabskompanie des PiRgt 100 aus Minden sowie des Heeresmusikkorps 1, Hannover mit Ehrenzug sPiBtl 130 mit den Truppenfahnen.
       
Ergänzt wurde diese Formation durch starke Abordnungen des Mindener Bürgerbataillons und der Bürgerschützengesellschaft Petershagen, die sich beide vollständig in das Zeremoniell des Appells integrierten, will sagen, vom tadellosen Einmarsch der Ehrenformation über den Verlauf des Appells bis zum Ausmarsch standen sie in Reih und Glied wie die Soldaten. Dieses Bild der Verbundenheit der Bürger mit den Soldaten wurde ergänzt durch die Anwesenheit von Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und die Reden während des Empfangs im Anschluss an den Appell. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen Steffen Kampeter umriss in seiner Rede die Veränderung der Anforderungen an die Streitkräfte in den Einsätzen, die sich gerade auch für das Pionierregiment 100 vollzog, während Oberst Pirner das Kommando führte. Er zeichnete nach, welche Belastungen aber auch für das familiäre Umfeld der Soldatinnen und Soldaten zu tragen sind. Abschließend dazu hob er hervor, dass er sich die Wahrnehmung dessen in Politik und Gesellschaft manchmal deutlicher wünschte.


Meine persönliche Wahrnehmung der Veranstaltung ist durch den Eindruck geprägt, dass in Minden die Akzeptanz der Soldaten und deren Integration in die Gesellschaft auf einem hohen Niveau entwickelt ist. An diesem Zustand hat Oberst Pirner ganz bestimmt einen großen Anteil, wie es in Rede und Gesprächen immer wieder zum Ausdruck gebracht wurde. Oberst Becker wurde von allen Anwesenden herzlich begrüßt und mit besten Wünschen für seine Zeit im Kommando bedacht sowie alle Unterstützung zugesagt.





















Im Namen des BDPi habe ich Oberst Pirner für seine Unterstützung gedankt und Oberst Becker zur Kommandoübernahme gratuliert und ihm unsere Bereitschaft zur Fortsetzung der Zusammenarbeit angeboten.


 

 

Zusammenarbeit der 190th Eng. Co. mit Bundeswehr – Pionieren in KUNDUZ

Artikel von U.S. Army Sgt. 1st Class Glenn Sierra, Task Force Roughneck Public Affairs

KUNDUZ, Afghanistan – U.S. Soldaten der 190th Engineer Company, Task Force Roughneck, Task Force Sword, nahmen zusammen mit der deutschen Bundeswehr Pioniertruppe von TF Kunduz an einem kombinierten Strassensicherungstraining außerhalb der Forward Operating Base am 3. August teil. Jede Seite brachte besonderes Fachwissen und spezifizierte Ausrüstung mit dem Ziel ein neues, effektives Strassensicherungspaket zu kreieren, um unkonventionellen Sprengsätzen im Norden Afghanistans entgegenzutreten.

„Wir trainieren zusammen, da wir demnächst  zusammen auf Patrouille gehen werden. Wir müssen sicherstellen, dass alles reibungslos ablaufen wird,” sagte der deutsche Major Andreas H., TF Kunduz Pioniere. “Wir können uns glücklich schätzen, eine amerikanische Strassensicherungspatrouille an unserer Seite zu haben, denn es ist eine enorme Verstärkung zur Sicherung der Straßen.“





Soldaten beider Seiten testeten ihre Ausrüstungen und Techniken, um Stärken und Schwächen herauszufinden um zukünftige Operationen effektiv zu optimieren. „Was wir versuchen, ist einen Zusammenhalt zu schaffen und ein Bild davon zu bekommen, wie alles klappen wird,” erklärte U.S. Army 1st LT Jason Carter der 190th. Engineers Company, TF Roughneck, TF Sword, Zugführer aus Clarksville, Tennessee. “Wir freuen uns über das, was hier passiert. Wir haben in verschiedenen Aspekten die bessere Ausrüstung sie haben bessere Verfahren für die Demontagearbeiten. Alles in Allem hat jeder, Deutsche und Amerikaner, Vorteile.

Die kombinierten Stärken sind offensichtlich. Die geringen Probleme die aufgetreten sind, können leicht optimiert werden, sagte Carter, aber die Sprachunterschiede sind ein anderer Fall. „Es gibt sprachliche Probleme, aber ich denke, am Ende verstehen die Soldaten sich untereinander”, sagte der deutsche OTL Matthias R., TF Kunduz Einsatzoffizier. „Ich sehe, wie sie sich auf einfachste Arten und Weisen verständigen, da sie im Grunde dasselbe tun. Soldaten finden immer einen Weg ein Problem zu lösen.”

Am Ende des Trainings waren sich beide Seiten einig, dass die zukünftige Zusammenarbeit funktionieren wird. „Mit ihnen zu arbeiten war problemlos,” sagte 1st LT Eric Madison, 190th Engineer Company, Einsatzleiter aus Baton Rouge, abschließend. “Die Deutschen haben großartige Hilfsmittel. Unsere Fahrzeuge werden die Sicherheit ihrer Soldaten garantieren. Dies war ein Lernprozess und eine gute Erfahrung für meine Einheit und ich bin mir sicher, dass es für die Deutschen auch so ist.


Heimkehrer-Appell In Holzminden

Sie haben in Afghanistan ihr Leben für Freiheit eingesetzt

Die Bürger der Garnisonsstadt Holzminden begrüßen die Soldatinnen und Soldaten im Rahmen eines Rückkehrerappels aus dem Auslandseinsatz

Freitag, 10. Oktober 2011 in Holzminden auf dem Wasserübungsplatz:

Der Ehrenzug des Panzerpionierbataillon, 1 begleitet vom Heeresmusikzug 1 marschiert ein. Im Mittelpunkt stehen die Soldatinnen und Soldaten, die aus den Auslandseinsätzen  im Kosovo und vor allem aber aus Afghanistan zurückgekehrt sind. Im Mittelpunkt stehen auch die Holzmindener, die sich ihren Soldaten so auf einzigartige Weise verbunden fühlen und das mit dem Gelben Band auch zum Ausdruck gebracht haben.



„Selten hat die Stadt Holzminden einen solch guten Grund zu feiern. Alle Soldatinnen und Soldaten sind wohlbehalten  nach Holzminden zurückgekehrt“ freut sich Bürgermeister Jürgen Daul beim feierlichen Rückkehrerappell, der einen offiziellen Schlusspunkt setzt unter den Afghanistaneinsatz und die Aktion „Das Holzmindener Gelbe Band der Verbundenheit.“

15 Monate lang waren die Holzmindener Panzerpioniere in Afghanistan im Einsatz. 247 Soldatinnen und Soldaten haben in der Krisenregion unter Einsatz ihres Lebens ihren Dienst geleistet. 30 Panzerpioniere sind immer noch im Einsatzgebiet und weitere 16 Soldaten noch im Kosovo. Im März 2012 werden alle Soldaten wieder in die Medem-Kaserne zurückkehren.

Der Kommandeur des Panzerpionierbataillons, Oberstleutnant Thomas Lühring ist stolz auf seine Soldatinnen und Soldaten, natürlich auch froh darüber, dass alle gesund zurückgekehrt sind. Er war selbst vier Monate bei seinen Soldaten in Afghanistan.

Oberstleutnant Lühring ist sehr stolz auf seine Bataillonsstadt, Holzminden und auf Courage, die Gerberding Stiftung, die das Gelbe Band im Frühjahr 2010 ins Leben gerufen hat.

„Die in Holzminden greifbare Solidarität mit den Soldaten hat die Gerberding-Stiftung nach außen hin sichtbar gemacht, ausgerichtet auf den Mensch Soldat. Das, was seitdem geschehen ist, ist ein stückweit unglaublich. Eine dermaßen große Unterstützung sei nur in Holzminden so möglich. Und das Gelbe Band hat seinen Weg aus der Keimzelle Holzminden herausgefunden. Es ist einfach schön zu wissen, dass Team Holzminden denkt an uns.“

Kirsten Gerberding lässt ihre Abschlussbilanz vor den Soldaten und den Gästen zu einem flammenden Appell werden für eine wehrhafte Demokratie, für die globale Verantwortung und die Konsequenzen der Bündnispolitik. Sie fordert eine offene und bürgerbeteiligende Diskussion, wohl auch mit Blick auf die kleine Demonstration einer Partei vor den Toren des Wasserübungsplatzes:

„Man muss zuhören, um antworten zu können. Sie, liebe Soldaten und Soldatinnen, haben unseren ganzen Respekt verdient. Sie haben in Afghanistan ihr Leben für die Freiheit eingesetzt“, bedankt sie sich. Auch Bürgermeister Jürgen Daul dankt den zurückgekehrten Soldaten für Ihren Dienst. Sie erinnern aber auch an die Bürger in Uniform, die in diesem Einsatz verletzt wurden, ihr Leben verloren. Oberstleutnant Lühring verliest die Namen der Toten. Anschließend legt sich ein tiefes Schweigen über den Wasserübungsplatz.

Orden für außergewöhnlichen Mut und Tapferkeit

Es ist die Zeit, verdiente Soldaten zu ehren. Sie werden herausgerufen  aus ihren Einheiten, mit denen sie zum Appell angetreten sind. Für jeden von Ihnen hat Oberstleutnant Lühring, Kommandeur des Panzerpionierbataillon 1, ein ganz persönliches Wort mit einem kräftigen Schlag auf die Schulter.

Für diesen Einsatz in einer krisengeschüttelten Region Afghanistan gibt es die Einsatzmedaille Gefecht, die die Bundeswehr erst im November 2010 verleihen kann. 52 Soldatinnen und Soldaten aus Holzminden die sich im Kosovo und in Afghanistan verdient gemacht haben, wurden ausgezeichnet.

Eine ganz besondere Auszeichnung

Oberstleutnant Thomas Lühring hält noch eine ganz besondere Auszeichnung in seinen Händen. Seit 2009 erst kann sie verliehen werden für eine herausragende Einzeltat.

Hauptmann Gabor Griebel hat sie sich verdient. Er hat außergewöhnlichen Mut und Tapferkeit bewiesen. Vom 31. Oktober bis zum 4. November war Hauptmann Gabriel mit seiner Pionierkompanie in der Ortschaft Quatliam in Afghanistan im Außeneinsatz. Er hatte den Auftrag mit seinen Soldaten einen befestigten Außenposten zu errichten. Kurz nach beginn der Arbeiten griff der Gegner mit Mörsern, Handwaffen und Panzerabwehrwaffen an.

Unter der souveränen Führung von Hauptman Griebel bauten die Pioniere in den Gefechtspausen unbeirrt weiter. Nach insgesamt fünf Tagen hatten sie den Stützpunkt fertig.

Es ist ganz wesentlich seiner vorbildlichen Führung zu verdanken, dass seine Pioniere diesen Einsatz so lange bis zur völligen Erschöpfung in mitten eines ständigen Gefechts mit dem Gegner durchhielten.

Eine solche Leistung verdient einen Orden sowie ein herzliches Wort des Kommandeurs: „Gut gemacht.“


Vierdaagse

Eine Marschgruppe der Pionierschule Ingolstadt nimmt am 4-Tage-Marsch in Nijmwegen teil

Das Wandern ist des Müllers Lust, oder in diesem Falle: das Marschieren ist des Soldatens Lust. Nein, es geht in diesem Artikel nicht um einen 30-km-Leistungsmarsch, sondern um den berühmt-berüchtigten 4-Tage-Marsch in Nijmegen, Niederlande. Der "Walk of the World", wie dieser weltgrößte Marsch auch genannt wird, umfasst insgesamt 200 Kilometer. Jedoch verteilen die sich auf vier Tage, wobei jeweils der Startpunkt die 150.000-Seelenstadt Nijmegen, gleich hinter der deutschen Grenze, ist.
Wir, das bedeutet Oberstleutnant a.D. Klaus op de Hipt, zwei Hauptleute, sieben Oberleutnante, ein Leutnant und 5 Fähnriche, bildeten zusammen die Marschgruppe der Pionierschule Ingolstadt. Diese 16 Kameraden, darunter auch eine Frau Oberleutnant, vertraten sehr erfolgreich die Pionierschule bei den 95 "Vierdaagse" vom 19. bis zum 22. Juli 2011.

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Der 4-Tage-Marsch, welcher vom Königlich Niederländischen Bund für Leibeserziehung veranstaltet wird, wurde erstmals 1909 durchgeführt. Damals waren es noch 300 Teilnehmer. Diese Zahl wurde mit 41.316 Startern dieses Jahr deutlich überschritten, wobei "nur" 38.422 Marschierende nach dem vierten Tag ins Ziel kamen. Mit maximal 45.00 Teilnehmern setzt man seit ein paar Jahren eine obere Grenze, wegen begrenzter Straßenbreiten, jedoch legte man kein Maximum an Zuschauern fest, sodass auch dieses Jahr wieder rekordverdächtige 1,5 Millionen Schaulustige zum größten Volksfest der Niederlande kamen.
Wollen wir nun doch mal sehen, wie es bei unseren Kameraden von der Pionierschule zuging:

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