Bund Deutscher Pioniere e.V.
Willkommen beim BDPi e.V.!
Delegation des BDPi zum Gegenbesuch beim Schweizer Lehrverband Genie u. Rettung Drucken E-Mail

Auf Einladung des Kommandanten des Schweizer Lehrverbandes Genie u. Rettung, Brigadier Jaques Rüdin, dessen Dienststellung in etwa der des General der Pioniertruppe entspricht, war eine Delegation des BDPi, bestehend aus dem Präsidenten, Generalleutnant a.D. Dr. Klaus Olshausen, dem Vorsitzenden, Oberst a.D. Roland v. Reden, und dem Sprecher der PiKam, Oberstleutnant a.D. Jochen Schmidt, vom 26. bis 30.04.2010 zu Besuch in der Schweiz. Die Delegation nahm teilweise an dem zur selben Zeit laufenden Sprengseminar teil. Dort traf sie auch auf deutsche Seminarteilnehmer von der Pionierschule, Stabshauptmann Röhr, Hauptmann Hasholzner und Oberstabsfeldwebel Kraus sowie Teilnehmer vom Military Engineering Center of Excellence (ME COE), u.a. Oberstleutnant Lamers von der niederländischen Armee und Hauptmann … von der belgischen Armee.

Daneben hatte der Lehrverband ein hoch interessantes, sehr informatives und umfangreiches Besuchsprogramm für die Delegation des BDPi erstellt.

Am 26.04.2010 wurden Oberst a.D. v. Reden und Oberstleutnant Schmidt von Oberstleutnant Güss begrüßt und nahmen an der Führung im alten Zeughaus von Solothurn teil, das heute ein militärhistorisches Museum ist. Dort trafen sie auf die anderen ausländischen Teilnehmer am Sprengseminar.


Dann schloss sich eine Führung durch die sehr sehenswerte Altstadt von Solothurn an.Der Abend klang aus mit einem Essen in einem sehr gediegenen alten Gasthaus.



                                                                                                                             Bild 1: Altstadt von Solothurn

Am Dienstag nahm die Delegation des BDPi, zu der der Präsident ab mittags stieß, zunächst am Sprengseminar teil, dass durch den Kommandant des Lehrverbandes Genie und Rettung, Brigadier Rüdin eröffnet wurde.



Bild 2: Teilnehmer am Sprengseminar (zeitweise): Generalleutnant a.D. Dr. Olshausen und Oberst a.D. v. Reden

Dann wurde die Rettungsrekrutenschule in Wangen durch ihren Kommandanten, Oberst i. Gst. Büttler vorgestellt. Danach fand eine Besichtigung der Altstadt von Bern und eine Sonderführung durch das Schweizer Parlamentsgebäude statt, bei der die Delegation viel über die Schweiz, ihre Verfassung und ihre Verfassungsorgane erfuhr.


Bild 3: Blick in den Saal der Schweizer Nationalversammlung

Der Tag wurde mit einem Essen im „Rosengarte“, einem wunderschönen und sehr bekannten an einem Berghang oberhalb von Bern gelegenen Restaurant, beendet.
Am Mittwoch, den 28.04.2010 nahm die Delegation des BDPi wieder für zwei Stunden am Sprengseminar teil, eh sie dann nach Bremgarten gefahren wurde, wo ihr das Einsatzkommando Katastrophenhilfe Bereitschaftsverband durch seinen Kommandanten Oberstleutnant Monticelli vorgestellt wurde. Der Verband ist ein aktiver Truppenteil, der bei großen Katastrophen und Unglücksfällen zur Unterstützung der lokalen Hilfsorganisationen eingesetzt wird und über eine hervorragende Geräteausstattung verfügt. Auf dem Waffenplatz Bremgarten fand danach unter freiem Himmel bei herrlichem Sonnenschein an der Aaare das Mittagessen statt.


Bild 4: Reich gedeckter Mittagstisch im Freien an der Aare,

v.l.n.r; linke Tischseite.: OTL a.D. Schmidt, Oberst i.Gst. Siegenthaler, Oberst a.D. v. Reden, Oberstleutnant Güss; rechte Tischseite Mitte: Generalleutnant a.D. Dr. Olshausen

Gastgeber war der Kommandant des Waffenplatzes und der genieschule Bremgarten, Oberst i. Gst Siegenthaler statt, der seit zwei Jahren selbst Einzelmitglied im BDPi ist. Nach dem Mittagessen nahm die Delegation des BDPi an einer Sturmbootausbildung auf der Reuß teil, verlegte dann wieder zur Teilnahme am Sprengseminar, wo sie und die anderen Teilnehmer, in die für den Vormittag des kommenden Tages geplante Sprengung eines ehemaligen Schulgebäudes mitten in einem kleinen Ort, Matzendorf, eingewiesen wurden. Den Abschluss dieses Tages bildete eine etwa anderthalbstündige Fahrt mit Sturmbooten auf der Aare, für die der Pontonierverein des wunderschönen, sehr malerischen, alten Ortes Wangen verantwortlich war.


Bild 5: Sturmbootfahrt auf der Aare; v.l.n.r.: Oberstleutnant a.D. Schmidt, Generalleutnant a.D. Dr. Olshausen, Fahrer Sturmboot, Brigadier Rüdin, Oberst a.D. v. Reden

Daran schloss sich der Kursabend an, bei dem der BDPi Gastgeschenke überreichte, unter anderem an Brigadier Rüdin das Buch „Pioniere von 1955 bis 2000“.
Der Donnerstag, 29.04.2010 führte uns in die Ortschaft Matzendorf, wo wir vor Ort in das Sprengobjekt eingewiesen wurden, das danach gesprengt wurde. Hier konnten die Soldaten der Rettungstruppenschule aus Genf, die das Objekt zur Sprengung vorbereitet hatten, wichtige Erfahrungen sammeln. Das gesprengte Objekt wurde anschließend besichtigt. Danach fand ein ein kleiner Umtrunk statt während dessen der Kommandant des Lehrverbandes sich von den Teilnehmern der Delegation des BDPi verabschiedete und dabei kleine Geschenke überreichte. Als ein weitere Höhepunkt des überaus interessanten und wunderbaren sowie abwechslungsreichen Besuchsprogramms konnten dann die Teilnehmer des BDPi und die ausländischen Teilnehmer am Sprengseminar ausführlich eine Tunnelbaustelle im Zuge einer sog. Umfahrung in Lungern besichtigen, eh es über Luzern, wohl eine der schönsten Städte in der Schweiz, wieder zurück nach Wangen bzw. Solothurn ging. Abends waren dann alle ausländischen Teilnehmer zu einem zünftigen echten Schweizer Käsefondueessen auf eine „Alm“ eingeladen. Dies war ein wundervoller Abschluss eines an vielen Ereignissen reichen Besuches bei unseren Schweizer Kameraden. Auch das die ganze Woche über sonnige und warme Wetter ließ den Besuch zu einem Genuss werden.

Wie schon in unserer kurzen Information über die Reise Anfang Mai auf der Website des BDPi erwähnt, beantragten Brigadier Rüdin, Oberst i. Gst. Büttler und Oberstleutnant Güss die Aufnahme als neue Mitglieder im BDPi.


Bild 6: Die neuen Mitglieder des BDPi mit der Delegation unseres Bundes; v.l.n.r.Oberstleutnant a.D. Schmidt, Oberst a.D. v. Reden, OTL Güss, Oberst i.Gst. Büttler, Brigadier Rüdin, Generalleutnant a.D. Dr. Olshausen

Unser Bund freut sich sehr darüber und heißt die neuen Mitglieder in unseren Reihen herzlich willkommen. Mit diesen drei Offizieren hat der BDPi nun schon sechs aktive Schweizer Berufsoffiziere als Mitglieder gewinnen können!

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Schweizer Kameraden, allen voran Brigadier Rüdin und dem Beteuer der Delegation des BDPi, Oberstleutnant Güss, für die so großzügige und umfangreiche sowie überaus herzliche Gastfreundschaft und Betreuung. Wir haben uns bei Ihnen äußerst wohl gefühlt und freuen uns auf ein Wiedersehen in Münchsmünster und Ingolstadt im September 2010!

Roland v. Reden                                    

 
Die Pionierkameradschaft Storkow berichtet Drucken E-Mail

Kleine Ursachen – Große Wirkung 

Der Bericht über die 800- Jahr-Feier, die ein großes Freudenfest, für die brandenburgische Kleinstadt Storkow/Mark war, in unserem Mitteilungsblatt Pioniere 2/2009 hatte von uns unerwartete Folgen. In polemischer, für mich teilweise ehrabschneidender Wortwahl haben zwei aktive Offiziere der Pioniertruppe im Forum auf der Internetseite des Bundes deutscher Pioniere die ihrer Einschätzung nach staatsbürgerliche Unzuverlässigkeit und Unkenntnis der Erlasslage des Vorsitzenden der Kurmärkischen Pionierkameradschaft kritisiert, der Autor des Berichts, wie auch des heutigen, war.


Der Bericht und die Kritik kamen auch zur Kenntnis des Generals der Pioniere. Er wandte sich in einem Brief an mich und teilte mir mit, dass er einige Passagen meines Beitrages in der letzten Ausgabe PIONIERE 2/2009 kritisch bewerte, insbesondere dass die Darstellung des Symbols der Pioniertruppe der Nationalen Volksarmee zusammen mit dem Eisernen Kreuz und dem Symbol der Pioniertruppe der Bundeswehr auf der Fahne einer Pionierkameradschaft nicht im Einklang mit den Richtlinien zum Traditionsverständnis und zur Traditionspflege der Bundeswehr (Traditionserlass) stehe . Die Gestaltung der Fahne sei zwar ausschließlich Sache des jeweiligen Vereins, wenn es aber bei der Gestaltung unserer Fahne bliebe, sehe er sich nicht in der Lage, aktiven Soldaten die Mitgliedschaft in der Kurmärkischen Pionierkameradschaft zu empfehlen. Auch stelle sich die Frage einer weiteren Unterstützung der Kameradschaft durch die Bundeswehr. Der in der Sache deutliche, aber in Stil und Ton kameradschaftliche und um Gemeinsamkeit bemühte Brief machte es der Pionierkameradschaft leichter, über die Gestaltung ihrer Fahne noch einmal nachzudenken.

PiKam Storkow beim Bürgermeisterempfang

Auf der einen Seite stand nach der Vereinigung Deutschlands die Herausforderung, dass sich Soldaten beider bisheriger deutscher Staaten in einer Kameradschaft zusammenschließen konnten, und auf der anderen, die Pflicht des verantwortlichen Generals der Pioniere, die Festlegungen der neuen ZDV 10/1 zu beachten. Beide Elemente überwölbte die Erkenntnis, dass die Vorteile der Gemeinsamkeit aktiver und ehemaliger Pioniere nach innen und außen nach wie vor entscheidend sind.

Deswegen entschloss sich die Mitgliederversammlung nach langer Diskussion mit eindeutiger Mehrheit, im Wappen und der Fahne der Kurmärkischen Pionierkameradschaft Storkow e.V. das Symbol der Pioniertruppe der Nationalen Volksarmee an gleicher Stelle durch das Symbol der Kurmärkischen Pionierkameradschaft Storkow e.V. (wie im Bild gezeigt) zu ersetzen.

                                                            

Die Lebenserfahrung lehrt, dass Wespennester Gefahren darstellen. Allerdings können solche Gefährdungen durch vorbeugende Maßnahmen weitgehend minimiert werden. Deswegen hatte die Pionierkameradschaft parallel zu den beschriebenen Diskussionen das Militärgeschichtliche Forschungsamt (MGFA) in Potsdam gebeten, das Pioniermuseum in der Storkower Kurmark-Kaserne zu besuchen und im Hinblick auf den Traditionserlass der Bundeswehr und die Richtlinien für das Museumswesen der Bundeswehr zu überprüfen. Dabei wurde im Gespräch mit dem Vertreter des MGFA die Einzigartigkeit der Kurmärkischen Pionierkameradschaft betont, in der Soldaten beider deutschen Armeen sich im nun vereinigten Vaterland ohne Vorbehalte ihre Geschichten und Schicksale erzählen, auch um die Unterschiede im Denken und Fühlen auf beiden Seiten der ehemaligen innerdeutschen Grenze besser verstehen zu können.
 



Als Ergebnis sei hier der Eintrag des Beauftragten der Bundeswehr für das Museumswesen im MGFA in das Gästebuch unseres Museums zitiert:

„Bei meinem Besuch am 07.01.10. konnte ich feststellen, dass die Kurmärkische Pionierkameradschaft eine hervorragende Arbeit zum Zusammenwachsen von Ost und West und zur Aufarbeitung der Geschichte der Pioniertruppen in Storkow leistet. Ich bedanke mich dafür und wünsche der Kameradschaft weiterhin Erfolg“.
(07.01.10, Dr. Diedrich, Wissenschaftlicher Direktor und Museumsbeauftragter des MGFA).

Ernst-Georg Krohm

 
Link zum BDPi in der offiziellen Website der Bundeswehr Drucken E-Mail
Sonntag, den 02. Mai 2010 um 19:16 Uhr

Es ist uns gelungen, auf der homepage der Pionierschule einen link zu unserer Website bdpi.org einfügen zu lassen.
Damit können wir einen Beitrag zur Vertiefung der Beziehungen zwischen aktiver Truppe, unserem Bund und allen Interessenten und Freuden, die sich auf den Seiten der Pioniertruppe informieren wollen, leisten!

Zur website der Pionierschule geht es unter www.bundeswehr.de oder direkt hier:

http://www.deutschesheer.de/portal/a/ha/dienststell/pischu

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Dieses Forum wurde auf Grund der Vorschläge einer Arbeitsgruppe der Pionierschule und der Mitgliedsversammlung des BDPi eingerichtet. Seitdem wird es nur sehr wenig zum Zweck des offenen Meinungs- und Erfahrungsaustausches genutzt! Lediglich einige anonyme Schreiber lassen sich in unkameradschaftlicher Weise herablassend und wenig konstruktiv über andere aus! 

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