Bund Deutscher Pioniere e.V.

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Pioniere der ersten Stunde der Bundeswehr gesucht!

Uns erreichte eine Bitte um Unterstützung, die wir gerne weiter geben, da sie uns in einem der Ziele des BDPI, die Darstellung der Pioniere der Bundeswehr, ein Stück weiterbringen kann:

OTL a.D. d.R. Dieter U. Schmidt schreibt:

"Am 01.Januar 1956 rückten die ersten freiwilligen Soldaten der neuen deutschen Streitkräfte in das Truppenlager (heutige Krahnenberg-Kaserne) Andernach ein. Die Kaserne wurde in der Zwischenzeit komplett umgebaut. Einzig erinnert eine Baracke an die "Gründerzeit". Sie wurde auf unsere Initiative im August 2009 unter Denkmalschutz gestellt. Die seltene Möglichkeit, ein Museum im Exponat zu haben, bewegt mich nun, das Denkmal museal zu nutzen. Die erforderlichen Schritte sind unternommen, die Rahmenrichtlinien wurden soeben durch das MGFA genehmigt.

 

Im Museum sollen die ersten Soldaten der Bundeswehr, also im Besonderen die ersten Freiwilligen, welche im Januar 1956 in Andernach einzogen, zu Wort und Bild kommen. Neben den Angehörigen der PzTr, ArtTr, FmTr u.a. wurde auch ein Zug Pioniere dort ab Januar ausgebildet.
Ich bin nun auf der Suche nach diesen ersten Pionieren, Namen, Anschriften und Erreichbarkeiten. Ich führe mit den Kameraden ein Vorgespräch und halte sie später in einem Film fest. Die Aussagen und Ausführungen von ihnen sollen dem Museumsbesucher die Möglichkeit geben diese ERSTEN SOLDATEN kennenzulernen. Sie zu erfahren, welche Motivation sie antrieb in dieser ja nun mal nicht einfachen Zeit Soldat zu werden. Welche Ängste und Wünsche sie mit dieser Entscheidung in sich trugen. Welche Erfahrungen sie in der Stadt Andernach und auf den Heimfahrten machten. Wie sie die Ausbildung und ihre erste Ausrüstung erlebten. Wie sie die neue Politik sahen und vieles andere mehr.

Ich hoffe, liebe Kameraden, dass Sie mir helfen können, dass die Pioniere, - neben den anderen ersten Waffen- und Truppengattungen auch mit einigen Soldaten aus den 56´ern im Museum „Wiege der Bundeswehr“ vertreten sein werden.

Mit kameradschaftlichen Grüssen

Dieter U. Schmidt
Oberstleutnant a.D.

Zuschriften und Hinweise bitte unmittelbar an
Dieter Ulrich Schmidt
Cranachstrasse 4 
56626 Andernach
Tel/Fax: 02632 45687
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

ab 01.10.2010 bis 31.12.2010
Wehrübung beim WehrMedStatInstBw
Aktienstrasse 87
56626 Andernach
Tel.: 02632 9462 2099


 Hier folgt eine interessante Raktion, die uns von der Pionierkameradschaft Unterelbe erreichte. Sie soll Ihnen nicht vorenthalten werden:

"Sehr geehrte Herren, liebe Kameraden,

zum Projekt ,,Soldaten der Ersten Stunde" in Andernach können die Pioniere der Unterelbe nichts beitragen. Der Grund liegt in der Entstehungsgeschichte der Pioniertruppe der Bundeswehr:
Die Pioniertruppe entstand 1955/56 aus den drei Wurzeln Andernach / BGS-Bauabteilungen / Labour-Service-Einheiten der Besatzungsmächte.
Das Pionierbataillon 1 (später: 3) in Hamburg-Harburg (seit 1968: Stade) war bis Juni 1956 die Grenzschutz-Bauabteilung Nord und wurde am 01.Juli 1956 als voll einsatzbereites Pionierbataillon in die Bundeswehr überführt. Mit Andernach hatte dieser Verband - auch personell- nichts zu tun.

Andernach wurde von den ehem. Grenzschutz-Pionieren in Harburg als Lehrtruppe für Inneres „Gewürge“ angesehen. Anderseits sahen 1956 in Harburg eintretende Offiziere die Grenzschutz-Kader kritisch (hat mir General a.D. Dyblilasz als Zeitzeuge bestätigt).

Andernach wurde Kader der Pionierschule und des Pionier-Lehrregiments. Dort lernten ab 1957 die Harburger Pioniere Andernacher auf Lehrgängen kennen - und waren nicht überzeugt. Die jungen, ehem. Grenzschutz-Pioniere hielten sich für besser. Auch heute noch sind alte Soldaten aus diesen Tagen davon überzeugt.

Über die Wurzeln „Labour-Service“ kann an der Unterelbe nichts gesagt werden. Bekannt ist jedoch, dass sie vor allem Kader für die Flußpioniere und teilweise auch für die Schweren Pioniere am Rhein wurden.

In der Erwartung, dass nicht nur Andernach als Wurzel der Pioniertruppe der Bundeswehr angesehen wird, bin ich mit einem kameradschaftlichen Gruß!
G. Rüddenklau.
f.d.r.A. Erich Meier"

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